Verzetnitsch kündigt eigenes Konzept zur Pensions-Harmonisierung an

27. Juni 2003, 13:12
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ÖGB will in Österreich-Konvent Verankerung sozialer Rechte in Verfassung erreichen

Graz - ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch hat ein eigenes Konzept zur Harmonisierung der Pensionssysteme angekündigt, das bis zum ÖGB-Bundeskongress im Oktober vorliegen soll. Wie Verzetnitsch am Freitag anlässlich der Landeskonferenz in Graz sagte, wolle man "offensiv in die Diskussion um die Harmonisierung hineingehen".

Die unsozialen Pensionskürzungspläne der Regierung konnte zwar nicht verhindert werden, doch sei es dem ÖGB und den Gewerkschaften gelungen, mit den gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen Abmilderungen zu erreichen, so Verzetnitsch. Die Regierung, die über die Interessen der ArbeitnehmerInnen "drüberfahren" wollte, sei zumindest eingebremst worden. Es sei deshalb richtig gewesen, dass sich der ÖGB auch gegen die letztlich beschlossene Regierungsvorlage gestellt habe.

Der ÖGB werde die Menschen über die Folgen des drohenden Sozialabbaus informieren, kündigte Verzetnitsch eine Info-Offensive des ÖGB über die Zukunft des Sozialstaates an. "Die Auslagerung auf die private Vorsorge schafft nicht nur mehr Ungleichheit, sie kommt insgesamt auch teurer", so der ÖGB-Präsident. Beim Österreich-Konvent, der in den kommenden eineinhalb Jahren eine Aktualisierung der österreichischen Verfassung erarbeiten soll, werde man die Aufnahme sozialer Rechte in die Verfassung fordern, erklärte Verzetnitsch. (APA)

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