Umfrage: FPÖ bleibt auf dem vierten Platz

27. Juni 2003, 13:10
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Freiheitliche liegen bei zehn Prozent - OGM: "Die Zugewinne von SPÖ und Grünen sind zumindest derzeit nicht substanziell"

Wien - Bei den Freiheitlichen gibt es kein Anzeichen für einen Aufschwung in der Wählergunst. In der aktuellen OGM-Umfrage mit der "Sonntagsfrage" von dieser Woche liegt die FPÖ bei zehn Prozent - der gleiche (niedrige) Wert wie bei der Nationalratswahl im November 2002. Sie liegt damit in den Umfragen hinter den Grünen auf dem vierten Platz. Anfang Juni erreichte die FPÖ noch - wie die Grünen - zwölf Prozent.

Die aktuelle Umfrage im Detail: Die ÖVP kommt auf 35 Prozent (Nationalratswahl 2002: 42,3 Prozent), die SPÖ auf 41 Prozent (36,5 Prozent), die FPÖ auf 10 Prozent (10 Prozent) und die Grünen auf 13 Prozent (9,5 Prozent). Befragt wurden österreichweit 500 Personen. Die Schwankungsbreite wird mit 4,5 Prozentpunkten angegeben.

Für den OGM-Experten Peter Hajek ist "derzeit alles im Fluss". Die Ergebnisse der Sonntagsfrage seien "das Abbild der vagen Gefühlslandschaft der Bevölkerung". Dies zeige sich auch daran, dass sich immer mehr Befragten nicht deklarieren wollen. "Es ist davon auszugehen, dass bei einem derzeitigen Wahlgang die Nichtwählerquote stark ansteigen würde, auch auf Grund der schon bisher attestierten Vertrauensverluste der Politiker in der Bevölkerung."

Die ÖVP dürfte sich "etwas stabilisiert" haben, so Hajek. Bei den Freiheitlichen müsse man zumindest die nächsten Wochen abwarten, wie die Führungsfrage entschieden wird. "Die Partei wirkt derzeit äußerst unruhig, was auf Wähler prinzipiell abschreckend wirkt."

"Die Zugewinne von SPÖ und Grünen sind zumindest derzeit nicht substanziell", urteilt der OGM-Fachmann. Die Wähler müssten erst gebunden werden. (APA)

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