Streit im Gentoo-Land

27. Juni 2003, 11:28
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Verärgerter Entwickler startet mit Zynot eine Abspaltung der Linux-Distribution

Der ehemalige Gentoo-Entwickler Zach Welch hat eine Abspaltung der Source-basierten Linux-Distribution vorgenommen. Mit dem Zynot-Projekt - ein "richtiger" Name wird noch gesucht - will er alle seiner Meinung nach vorhandenen Missstände im Gentoo-Projekt beheben.

Streitigkeiten

Hintergrund der Spaltung ist aber vor allem ein Streit von Welch mit dem Gentoo-Projektleiter Daniel Robbins, welchen er ausführlich auf seiner Webpage dokumentiert. Er wirft Robbins dabei vor ihn - und seine IT-Infrastruktur - ausgenutzt zu haben, gleichzeitig seien seine Ideen für eine Embedded Variante von Gentoo Linux immer wieder abgeschmettert worden.

Schlamm

Robbins selbst wollte bisher nicht detaillierter auf die Ausführungen Welchs einlassen, er betont, dass er sich nicht auf eine solche Schlammschlacht einlassen wolle. Statt dessen soll versucht werden existierende Probleme mit dem Projektmanagment auszumerzen.

Umstrukturieren

Dazu wurde - noch vor der Bekanntmachung von Welch - ein vollständige Restrukturierung des Gentoo-Projekts angekündigt. Diese sei notwendig geworden, da das Projekt im letzten Jahr extrem schnell gewachsen sei, es sei daher mit den bisherigen Strukturen nicht mehr zu managen. Der Plan sieht vor allem eine stärkere Transparenz und die Schaffung von Bereichsleitern vor. (apo)

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