Ohio: Todeskandidat nach DNA-Analyse begnadigt

27. Juni 2003, 07:24
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Urteil einen Tag vor Hinrichtung in lebenslange Haft umgewandelt

Columbus/USA - Zum ersten Mal seit zwölf Jahren ist ein zum Tode verurteilter Häftling im US-Bundesstaat Ohio begnadigt worden. Jerome Campbell bewies mit Hilfe eines DNA-Tests, dass an seinen Schuhen gefundenes Blut von ihm selbst und nicht von dem Opfer stammte, das er ermordet haben soll. Der Gouverneur von Ohio, Bob Taft, wandelte die Todesstrafe einen Tag vor dem Hinrichtungstermin am Freitag in eine lebenslange Freiheitsstrafe für den 42-Jährigen um. Er sei weiterhin von Campbells Schuld überzeugt, erklärte der Gouverneur.

Dagegen forderten Rechtsanwälte ein neues Gerichtsverfahren über den Fall. Campbell war im Jahr 1988 wegen Mordes verurteilt worden, damals stand die DNA-Analyse als Beweis nicht zur Verfügung. Erst seit kurzem können Todeskandidaten in Ohio beantragen, dass der Test nachgeholt wird. (APA/AP)

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