Algerische Bebenopfer zu Operationen nach Österreich

27. Juni 2003, 13:29
posten

Mittwochabend traf der achtjährige Mohammed in Salzburg ein - In Begleitung seines Bruders, "der ihn eigenhändig ausgegraben hat"

Salzburg/Wien - "Ilhem und ihr Bruder werden ihr Leben lang Behandlungen brauchen." Erik Vossius, Direktor des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Salzburg, wo die beiden algerischen Erdbebenopfer behandelt werden, weiß, dass noch sehr viel Geld dafür nötig sein wird.

Deshalb werden auch weiterhin Spenden für die Zukunft der Geschwister gesammelt. Die Kosten für die Weiterbehandlung an der Uniklinik Heidelberg und die Prothesen wird Algerien übernehmen, das hat die algerische Botschafterin in Österreich, Taous Feroukhi, zugesagt. Und - wie am Donnerstag dem Krankenhaus bestätigt wurde - auch die Behandlungskosten in Salzburg trägt das Heimatland der Kinder.

Prothesen

Die Spendengelder werden auf einem Treuhandkonto angelegt, denn die beiden Kinder werden größer und werden mehrere neue Prothesen brauchen, bis sie erwachsen sind.

Mittwochabend traf auch der achtjährige Mohammed Bouchakour in Salzburg ein. In Begleitung eines Onkels und seines 14-jährigen Bruders, "der ihn eigenhändig ausgegraben hat", erzählt Vossius: "Das Wiedersehen der beiden Geschwister war für alle unglaublich berührend."

Bei dem Beben sind ihre Eltern, Großeltern und mehrere Geschwister umgekommen. Ilhem (12) hat beide Arme verloren, vielleicht muss ihr auch der rechte Fuß amputiert werden. Mohammed hat ein Bein verloren. (fern, DER STANDARD Printausgabe 27.6.2003)

Spenden:

Raiffeisenbank Kontonummer: 2027670, BLZ: 35200, Vermerk: "Ilhem"

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Bebenserie im Mai in Algerien kostete unzähligen Menschen das Leben und machte Tausende obdachlos

Share if you care.