Finanzministerium: "Einsparungen durch Berater"

26. Juni 2003, 19:58
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Spezialisten hätten ein Vielfaches ihrer Kosten wieder hereingespielt

Wien - Im Finanzministerium bemühte man sich Donnerstag Abend, die hohen Beraterkosten in diesem Ressort zu argumentieren. So wurde in einer Aussendung festgehalten: die externen Berater und Spezialisten hätten "ein Vielfaches ihrer Kosten" wieder hereingespielt. Und weiter heißt es: "Mittels EU weiten Ausschreibungen und objektivierten Vergaberegeln wurden die besten Berater ausgewählt, in keinem einzigen Verfahren wurde die Zuschlagsentscheidung erfolgreich angegriffen. Bei vielen der Vergabeverfahren wurden die interne Revision und der Rechnungshof eingebunden, die die Vergaberechtskonformität der Verfahren bestätigt haben."

Durch den gezielten Einsatz von Beratern hätten also Millionen Euro eingespart werden können. Dazu führte das Finanzministerium vier konkrete Beispiele an:

1. Beratungskosten (AT Kearney) zur Schaffung der BundesBeschaffungsGesellschaft: 2,6 Mio Euro, erzielte Einsparungen alleine im ersten Jahr: 29 Mio. Euro

2. Beratungskosten (KPMG) zur Veräußerung Österreichischer Bundesverlag 788.000 Euro, Verkaufserlös 24 Mio. Euro

3. Beratungskosten (McKinsey) zur Reorganisation der Finanzverwaltung: 340.000 Euro, Einsparungspotenzial rund 75 Mio. Euro (ab 2005)

4. Beraterkosten (Lehman-Brothers) für die Veräußerung der Bundesanteile an den Wohnbaugesellschaften zwischen 5 Mio. Euro und maximal 10,23 Mio. Euro, erwarteter Veräußerungserlös 600 Mio. Euro bis 1 Mrd. Euro

Faktum sei also, "dass die Kosten vieler dieser Beratungsleistungen oftmals im ersten Jahr bereits verdient sind. Gemessen an den Aufgabenstellungen war der Bedarf an Beratungsdienstleistungen angemessen und hat zu Einsparungen in Millionenhöhe beigetragen", so das Finanzministerium.(APA)

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