Ozon: Grenzwert für Warnung wird gesenkt

26. Juni 2003, 20:07
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Wien, Niederösterreich und das Burgenland bilden weiterhin das Ozonüberwachungsgebiet 1 - Bei Alarm ist Grillen im Freien verboten

St. Pölten - Am 1. Juli treten verschiedene Änderungen des Ozongesetzes in Kraft. Damit werden die Regelungen an die Ozonrichtlinie der EU angepasst. Besonders markant: niedrigere Grenzwerte und sensiblere Auslösekriterien.

  • Künftig wird nicht mehr ein Dreistundenmittelwert der Ozonbelastung herangezogen, sondern der Durchschnittswert innert einer Stunde.

  • Die Ozonvorwarnstufe (200 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft) heißt nun Informationsschwelle, der Schwellwert wird auf 180 Mikrogramm gesenkt.

  • Die erste Warnstufe, die bisher dem Grenzwert von 300 Mikrogramm Ozon zugeordnet war, wird durch die Alarmschwelle ersetzt. Deren Schwellwert liegt bei 240 Mikrogramm. Feuermachen im Freien, dazu gehört auch Grillen, ist dann beispielsweise verboten.

  • Die bisherige, zweite Warnstufe (mit 400 Mikrogramm Ozon) entfällt ersatzlos.

    Aber nicht nur die Grenzwerte werden strenger, sondern auch die Auslösekriterien: Bisher mussten mindestens zwei Messstationen Überschreitungen von Grenzwerten anzeigen, nun genügt es, wenn an einer Messstelle eines gesamten Ozonüberwachungsgebietes ein Schwellwert überschritten wurde.

    Wien, Niederösterreich und das nördliche sowie das mittlere Burgenland bilden weiterhin das Ozonüberwachungsgebiet 1. Nach den neuen Kriterien wäre heuer die Informationsschwelle wegen des Schönwetters bereits mehrmals erreicht worden. (simo, DER STANDARD Printausgabe 27.6.2003)

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