T-Systems wächst dank Outsourcing

26. Juni 2003, 19:38
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Firmen lagern EDV & Co aus

Nach einem schwierigen Jahr 2002 sieht man bei der Österreichtochter des deutschen Systemhauses T-Systems erste Anzeichen für eine Erholung am Markt. "Der Investitionsstau im Bereich Informationstechnologie löst sich langsam auf", sagte der Geschäftsführer von T-Systems Austria, Franz Grohs, dem STANDARD. Vor allem Outsourcingprojekte würden heuer Wachstum ermöglichen.

Outsourcing

Grohs verwies auf aktuelle Zahlen von Marktbeobachtern wie IDC. Demnach ist im Outsourcingbereich heuer als einzigem IT-Sektor in Österreich mit einem zweistelligen Marktwachstum zwischen zehn und zwölf Prozent zu rechnen. Vorreiter bei der Außerhausvergabe von EDV, Telefonie und Servicierung derselben durch spezialisierte Unternehmen sei die Fertigungsindustrie.

Steigender Kostendruck und hohe Anforderungen an die Ausfallsicherheit der IT-Systeme veranlasse immer mehr Unternehmen, sich stärker ihrem Kerngeschäft zu widmen und den Rest Spezialisten zu überlassen, sagte Grohs. Diese übernehmen in der Regel auch das technische Personal des Unternehmens.

189 Mio. Euro

T-Systems, Tochter der Deutschen Telekom, hat erst kürzlich im Rahmen eines knapp sieben Mio. Euro schweren Outsourcingauftrags der Palfinger AG elf Mitarbeiter der Gruppe übernommen. Der Salzburger Kranhersteller hat den gesamten IT- und Telekombetrieb ausgelagert. T-Systems vernetzt alle europäischen Standorte der Gruppe, serviciert 750 PC-Arbeitsplätze und 300 Peripheriegeräte. Von den 750 Mitarbeitern bei T-Systems seien 250 über Outsourcing ins Unternehmen gekommen, sagte Grohs. Nach 175,6 Mio. Umsatz will man heuer 189 Mio. Euro schaffen. (Günther Strobl, DER STANDARD Printausgabe, 27. Juni 2003)

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