Im Prater brauchen viele Ideen Platz

26. Juni 2003, 19:34
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Französischer Themenpark-Experte soll "Masterplan" in neun Monaten ausbrüten - Ziel ist die Belebung des zweiten Bezirks

Wien - Es wird doch noch lange dauern, bis der Wurstelprater in neuem Glanz neue Freizeitangebote bietet. Denn erst in neun Monaten soll der bereits vielfach angekündigte "Masterplan" zur Neugestaltung des traditionsreichen Areals fertig sein. Es steht aber schon fest, wer sich den Plan ausdenken soll: der Franzose Emmanuel Mongon. Er ist Themenpark-Experte und wird in den nächsten drei Jahren seine Visionen umsetzen.

Belebung des zweiten Bezirks

Sein Ziel ist es, den Prater zu einem international führenden Freizeitpark zu machen, erklärte Mongon, der am Donnerstag mit Vizebürgermeisterin Grete Laska (SP) die nächsten Schritte präzisierte. Angesichts des geplanten Ausbaus der U2, die bis 2008 zum Praterstadion führen soll, erwartet sich Gerhard Kubik (SP), Leopoldstädter Bezirksvorsteher, dass mehr Leute in den Prater finden und der zweite Bezirk wirtschaftlich und touristisch belebt wird.

Mongon übernimmt keine leichte Aufgabe. Die Prater- unternehmer sind eine nach außen hin verschworene, nach innen heftig konkurrierende Gemeinschaft, die an Bestehendem nicht rütteln will. Dann gibt es Pläne von Roncalli-Chef Bernhard Paul mit seinem Karussell-Museum und besten Verbindungen zur Stadt.

Dutzende Interessen

Auch private Unternehmer der Unterhaltungsbranche wollen am Erfolgskuchen beteiligt werden. Letztlich ist die baldige Fertigstellung der Messe einzubeziehen, das Verkehrsproblem vom Praterstern zur Ausstellungsstraße ist ein drängendes.

Den Plan Mongons und seiner Firma "Imaginvest" lässt sich die Stadt 1,5 Millionen Euro kosten. Ansonsten ist bei den Kosten alles offen. Derzeit ist nicht abschätzbar, wie viel die Wiederbelebung des Praters kosten werde, sagt Laska. Sicher ist nur, dass sich die Stadt Finanzpartner aus der Privatwirtschaft suchen wird, um die Kosten - und später Gewinn durch viele Besucher - zu teilen. (aw, DER STANDARD Printausgabe 27.6.2003)

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