Professorenteam soll Schule neu gestalten

26. Juni 2003, 19:24
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"Zukunftskommission" vorgestellt

Wien - Schon Anfang Oktober sollen in einer Enquete erste Eckpunkte eines "Masterplans" zur Schulreform sichtbar sein, und in einem halben Jahr werden konkrete Ergebnisse erwartet: Das fordert Bildungsministerin Elisabeth Gehrer von ihrer vierköpfigen "Zukunftskommission", die sie gestern der Öffentlichkeit vorstellte: Unter der Leitung des österreichischen "Pisa"-Beauftragten Günter Haider an der Uni Salzburg sind noch die Wiener Evaluationsexpertin Christiane Spiel, der Linzer Bildungsforscher Ferdinand Eder und Werner Specht vom Grazer Zentrum für Schulentwicklung mit an Bord. Sie sollen zunächst Leistungsstandards erarbeiten, doch es stehen auch andere Themen im Sinne von mehr Schulqualität zur Diskussion: etwa fächerübergreifende Lernziele, Outputorientierung, die (umstrittene) Frage eines Kurssystems in der Oberstufe, mehr Augenmerk auf Nebenfächer. Denn die Lernzeit der Schüler konzentriere sich fast ausschließlich auf die Hauptfächer, berichtete Spiel aus ihren Studien.

Knapp äußerte sich Ministerin Gehrer zum steirischen Vorstoß, wonach Oberstufenschüler auch ohne Entschuldigung vom Unterricht fernbleiben könnten: "Ich halte das für entbehrlich." (mon/DER STANDARD, Printausgabe, 27.6.2003)

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