Ebergeruch lässt sich möglicherweise wegzüchten

31. Juli 2012, 15:58

Könnte Kastration überflüssig machen

Göttingen - Ob ein männliches Schwein stinkt oder nicht, liegt auch in seinen Genen. Der typische Ebergeruch, der für viele nach Fäkalien oder Stall riecht, stammt vor allem von der Substanz Skatol - und wird offenbar über ein Gen gesteuert, das den Abbau von Skatol in der Leber reguliert. Das haben Forscher der Universität Göttingen herausgefunden. Diese Erkenntnis könnte einmal die Kastration männlicher Ferkel überflüssig machen, die bisher den Ebergeruch verhindert.

Das Gen ist in der Forschung schon länger bekannt. Anhand von Speckproben nicht kastrierter Eber aus zwei deutschen Schlachthöfen wiesen die Wissenschafter nun einen Zusammenhang zwischen den Genvarianten und der Höhe des Skatolgehaltes nach: Schweine, die reinerbig eine bestimmte Variante des Gens aufwiesen, stanken mehr als die anderen.

Um den Geruch und somit stinkendes Schweinefleisch zu verhindern, werden männliche Ferkel üblicherweise im Alter von sieben Tagen kastriert. Die Göttinger Wissenschafter hoffen nun, dass sich die Entstehung des Geruchs über die Zucht verringern lässt. Das Gen werde derzeit in weiteren Populationen untersucht. Sollten sich die bisherigen Ergebnisse bestätigen, stünden die Chancen gut, den Geruch nicht mehr über Kastration unterbinden zu müssen. Die Ergebnisse der Studie sind der Fachzeitschrift "Meat Science" erschienen. (APA, 31.7.2012)

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14 Postings
Fachzeitschrift "Meat Science"

Was es nicht alles gibt!

einfach WENIGER fleisch essen. wo ist das problem?

und film "earthlings" ansehen.

dass die eber trotzdem stinken und deshalb kastriert werden müssen.

ja aber wenn weniger produziert wird, es teurer ist, dann kann man die kastration unter vernünftigen bedingungen durc hführen

da hast du aber die REchnung

ohne die Gewinnmaximierung und Kostenminimierung aller Beteiligten bis hin zum Konsumten gemacht.

" ... werden männliche Ferkel üblicherweise im Alter von sieben Tagen kastriert."

Erwähnenswert wäre vielleicht noch, das kleine Wörtchen *unbetäubt* zwischen dem Wort Tagen und kastriert!

Kann mir keiner weis machen, dass das Goggerln abschneiden OHNE jegliche, nicht mal lokale Betäubung, NICHT extrem schmerzhaft ist.

Es ist zwar (noch) ohne Betäubung erlaubt, die Mehrzahl wird aber mittlerweile betäubt.

Werter thomhas

Nichts für Ungut, aber:
Die "Mehrzahl" wird also bereits vor der Amputation betäubt?
Quelle dazu bitte.

A bisserl Blauspray nachher und es geht scho.

Wie beim enthornen ...

Also bitte um die Quelle, welche die "Mehrheit", die vorher betäubt belegt, denn ich habe da ganz andere Quellergebnisse; ebenso auch sehr lange eigene, umfang- und weitreichende Wahrnehmungen dazu.

AMA und Verband der Schweinebauern schreiben die Betäubung in ihren Produktionsrichtlinien seit 2011 vor, nachzulesen ebendort, zusammengenommen unterliegt die Mehrzahl der Schweinebauern in Österreich diesen Vorschriften.

Ja aber thomahas

"AMA und Verband der Schweinebauern schreiben die Betäubung in ihren Produktionsrichtlinien seit 2011 vor."
Schreiben Sie jetzt.

Und was haben Sie um 18.05 geschrieben?
Vor allem das in Klammer.

Na eben.
Und glauben Sie mir: MEHRHEITLICH wird nach wie vor NICHT betäubt.
Ich mir bin da ganz sicher.

Vielleicht habe ich mich unverständlich ausgedrückt

Gesetzlich ist es noch erlaubt, soll aber EU-weit in den nächsten Jahren verboten werden.

Jedoch müssen alle Betriebe die der AMA oder dem Verband angehören die Betäubung nachweisen, da sie sonst effektiv vom Handel ausgeschlossen sind.

Natürlich kann noch immer Fleisch von unbetäubt kastrierten Schweinen verkauft werden, dass findet sich aber hauptsächlich in Billig- und Bioprodukten. Daher einfach ein bisschen darauf achten was man kauft.

Das ist Wissenschaft - siehe untenstehendes posting

eine grosse anzahl von haustieren wird ebenfalls kastriert, ganz ohne wissenschaftlichen sinn.
wir machen uns die erde halt untertan - die möglichkeit ebern dieses schicksal zu ersparen finde ich höchst wünschenswert!

zum speiben

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