Letzter Auschwitz-Flüchtling gestorben

31. Juli 2012, 15:37

Im Alter von 90 Jahren - Nach dem Krieg bekannter polnischer Schauspieler - Er legte in tausenden Schulen Zeugnis von seinen Erfahrungen ab

Warschau - Der letzte noch lebende Beteiligte an einer Flucht aus dem nazideutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im Jahr 1942, August Kowalczyk, ist im Alter von 90 Jahren in Oswiecim (Auschwitz) gestorben. Der bekannte polnische Schauspieler starb am Sonntag in einem Hospiz, dessen Initiator und Mitbegründer er war. Das Hospiz ist Denkmal und Danksagung der ehemaligen Auschwitz-Häftlinge an die Bewohner der Stadt Oswiecim, die ihnen unter der deutschen Besatzung Hilfe geleistet haben. Kowalczyk warb viele Jahre für die Umsetzung des Projekts. Das Hospiz wurde offiziell im Juni dieses Jahres eröffnet. Es war Kowalczyks Wunsch, dort seinen Lebensabend zu verbringen.

August Kowalczyk wurde 1921 geboren. Nach der Matura wollte er ins Priesterseminar eintreten, doch der Ausbruch des Krieges stand dem im Wege. Kowalczyk entschloss sich zu kämpfen. 1940 versuchte er, nach Frankreich zu gelangen, wo eine polnische Armee gebildet wurde. Er wurde jedoch in der Slowakei bei dem Versuch, die Grenze zu überqueren, verhaftet und im Dezember 1940 ins KZ Auschwitz gebracht.

Mitglied der polnischen Untergrundarmee

Im Juni 1942 unternahm Kowalczyk gemeinsam mit rund 50 anderen Gefangenen den Versuch, aus dem Lager zu entkommen. Er war unter den neun Häftlingen, die es schafften, in die Freiheit zu entkommen. Er floh in den Wald, wo örtliche Anrainer ihm Hilfe leisteten und ihm ein sicheres Versteck zeigten. Bis zum Ende der nazideutschen Besatzung kämpfte Kowalczyk in den Reihen der polnischen Untergrundarmee AK (Armia Krajowa).

Nach dem Krieg absolvierte er ein Studium der Polonistik an der Jagiellonen-Universität in Krakau und wählte den Beruf des Schauspielers. Er wurde durch zahlreiche Theater- und Filmrollen bekannt. Jahrelang bekleidete Kowalczyk den Posten des Vizechefs des Hauptvorstandes der Gesellschaft zur Betreuung von Auschwitz, deren Ziel es ist, die Erinnerungen an Auschwitz - wo 1,1 Millionen Menschen, darunter eine Million Juden, ermordet wurden - an weitere Generationen zu vermitteln. Er wiederholte mehrmals, dass er überlebt habe, um Zeugnis von den Nazi-Verbrechen abzugeben. Kowalczyk erzählte über das Leben im Lager und seine Flucht in mehr als 5.000 Schulen in Polen und im Ausland. 1995 erschien sein Buch "Stacheldraht-Refrain: Eine wahre Trilogie", in dem er seine Erinnerungen aus der Lagervergangenheit niedergeschrieben hatte. (APA, 31.7.2012)

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16 Postings
letzter der 50-Personen-Flucht?

Größten Respekt vor dem was August Kowalczyk gelang und wie er seine Erfahrung lange weitergegeben hat!
Kazimierz Piechowski ist ebenfalls 1942 aus Auschwitz geflüchtet und noch am Leben. Die Schlagzeile dürfte sich auf die Flucht der 50 Personen beziehen, nicht auf die 144 (http://en.wikipedia.org/wiki/Ausc... attempts), denen tatsächlich die Flucht aus Auschwitz gelang.

erleuchtet mich, bitte-

WER gibt da WARUM rot??!

klickfehler?

naja jemand halt, ...

... der dieses Posting für nicht lesenswert hält. Vielleicht denkt dieser jemand, dass das eh schon jeder weiss

Ignorieren Sie das einfach. Man muss sich ja nicht mit allem auseinander setzen.

Da hüpft wohl ein Neo- oder Geriatrienazi herum...

..oder ganz einfach einer, der den Zwang hat, rote Stricherln verteilen zu müssen. Lehrer in Pension oder so.....von mir bekommst jedenfalls ein dickes grünes.

bitte nicht verallgemeinern

ich bin eine lehrerin in pension, und ich verteile kaum rote stricherl...

Doch, doch...

meine Lehrerin gab mir immer rote Stricherln, habe noch genügend Beweismittel aus der Schulzeit. Aber Sie bekommen jetzt ein grünes zurück, ok?

p.s.: das eine rote stricherl ist NICHT von mir.

die leute sind strunzdeppert, das sollte bekannt sein, genaugenommen ist völlig egal, was da für stricherln sind. einfach ignorieren.

Mein grünes Stricherl für "strunzdeppert"...

..noch nie gehört, aber ein Superwort in diesem Zusammenhang.

ich hab hochselbst das (in meinem umfeld gesprochen zwar nicht, im www aber durchaus) häufigere “strunzdumm” abgewandelt. erhebe keinen anspruch darauf, es erst-erfunden zu haben (falls wer protestieren möchte).

schade

wieder einer weniger, der erzählen konnte,
was die ahnväter der fpkzö so verbrachen

nicht nachtrauern, ...

... er HAT erzählt & niedergeschrieben & dass wird bleiben & viele menschen finden

und die Ahnenväter der ÖVP - denn d. christl.-soziale Ständestaat hat den Boden dafür vorbereitet

in dem sie die Demokratie und die Zivilgesellschaft ausgeschalten und eine katholische Diktatur einführten...

richtig, und das Dollfuß-Bild noch immer verteidigt wird...

..denn er hatte ja auch eine "andere" Seite usw. bla bla bla. Leider.

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