"Dr. Jörg Haider Gebetsliga" war Satire

Betreiber der Website wollte "Haider-Kult" verspotten - 224.000 Zugriffe seit Gründung 2009

Wien - Nicht alles aus Kärnten, was für Kopfschütteln sorgt, ist letztendlich ernst gemeint: Die nach dem Unfalltod des ehemaligen Landeshauptmanns gegründete "Dr. Jörg Haider Gebetsliga" hat sich am Dienstag offiziell als Scherz geoutet. Es habe sich um eine "kleine Website, die den 'Haider-Kult' des BZÖ bzw. der FPK verspotten sollte", gehandelt, ist auf der Website zu lesen. Wer dahintersteckt, wurde nicht verraten.

Großes Medienecho

Viele, auch internationale Medien hatten seit deren Gründung im Februar 2009 über die "Dr. Jörg Haider Gebetsliga" berichtet. Ziel der satirischen Plattform war unter anderem, einen Seligsprechungsprozess für Haider im Vatikan zu erreichen. Mehr als 224.000 Zugriffe gab es seither, davon allein knapp 80.000 in den vergangenen Wochen, als der Kärntner Korruptionsskandal aufflog. Man habe mit der Seite keinen einzigen Euro verdient, beteuert der Betreiber auf der Homepage. Diese sei auch nicht auf Initiative der SPÖ oder der Grünen entstanden, denn: "Die Seite ist viel zu erfolgreich und gut gemacht, um von einer politischen Partei zu kommen." (APA, 31.7.2012)

  • ... oder doch nicht: Alles nur ein Scherz.
    screenshot: "haider-gebetsliga"

    ... oder doch nicht: Alles nur ein Scherz.

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