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... oder doch nicht: Alles nur ein Scherz.
Wien - Nicht alles aus Kärnten, was für Kopfschütteln sorgt, ist letztendlich ernst gemeint: Die nach dem Unfalltod des ehemaligen Landeshauptmanns gegründete "Dr. Jörg Haider Gebetsliga" hat sich am Dienstag offiziell als Scherz geoutet. Es habe sich um eine "kleine Website, die den 'Haider-Kult' des BZÖ bzw. der FPK verspotten sollte", gehandelt, ist auf der Website zu lesen. Wer dahintersteckt, wurde nicht verraten.
Großes Medienecho
Viele, auch internationale Medien hatten seit deren Gründung im Februar 2009 über die "Dr. Jörg Haider Gebetsliga" berichtet. Ziel der satirischen Plattform war unter anderem, einen Seligsprechungsprozess für Haider im Vatikan zu erreichen. Mehr als 224.000 Zugriffe gab es seither, davon allein knapp 80.000 in den vergangenen Wochen, als der Kärntner Korruptionsskandal aufflog. Man habe mit der Seite keinen einzigen Euro verdient, beteuert der Betreiber auf der Homepage. Diese sei auch nicht auf Initiative der SPÖ oder der Grünen entstanden, denn: "Die Seite ist viel zu erfolgreich und gut gemacht, um von einer politischen Partei zu kommen." (APA, 31.7.2012)
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Der Haider war jedenfalls eine Persönlichkeit. Ich kenne sonst keinen Politiker der jüngeren österreichischen Geschichte, den seine Gegner mit einer ähnlichen Eiversucht verfolgen.
Dass bei Projekten z.B. in Wien auch Schmiergelder fließen, wird sicher nicht sehr heftig bestritten ;-)
Aber da gibts halt keine Hausdurchsuchungen und daher auch kein Tagebuch. Es leben ja alle.
"Eine einstweilige Verfügung des Grazer Landesgerichts verbietet es der Bild-Zeitung bis auf weiteres, über die sexuelle Orientierung von Jörg Haider zu spekulieren. Die einstweilige Verfügung gegen die Berichterstattung der Medien hatte Haiders Witwe Claudia in seinem Namen beantragt. In der einstweiligen Verfügung legte der Richter des Landesgerichts im November 2009 fest: „Die Behauptung und oder Verbreitung der Äußerung, Dr. Jörg Haider wäre homosexuell gewesen und/oder Dr. Jörg Haider wäre bisexuell gewesen und/oder Dr. Jörg Haider hätte vor seinem Tod einen Geliebten gehabt und/oder sinngleiche Äußerungen sind in Zukunft zu unterlassen.“"(http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3... rg_Haider)
Na geh, welche eine Überraschung, wer hätte gedacht, dass das Satire war. War aber nett, hätten ruhig ein bisschen noch weiter machen können, grad jetzt. Traurig nur, was in dem Land alles NICHT Satire gemeint ist. "Auf Scheuch folgt Scheuch" ist keinem Kabarettisten eingefallen...
Das ist doch alles Satire, was Kärnten seit 15 Jahren der Republik bietet, alles gespielt im Rahmen des Villacher Faschings zum Gaudium der restlichen Österreicher.
Nur verstehen nicht alle die Satire. Es gibt Menschen, die glauben wirklich, Haiders und Scheuchs seien reale Politiker. Ja, glaubt denn wirklich jemand, dass sich eine rülpelhafte Clique so einfach eines ganzen Bundeslandes bemächtigen könne?
"Dr. Jörg Haider Gebetsliga" war Satire, Scheuch tritt zurück, sein Bruder folgt ihm nach, Dörfler will die Sümpfe trocken legen, Martinz sagt Birnbacher war der Haupttäter, Failmann und Faymann twittern, Spindelegger macht einen Ethikkodex für die ÖVP und droht mit Konsequenzen, Juraczka hat politischen Erfolg.
Was ist echt und was nicht? wer soll sich da noch auskennen?
Ich war verunsichert und das tragische ist, dass ich es den Kärtnern zugetraut habe. Wobei die Frage ist, ob das gegen mich oder gegen die Kärntner spricht. Aber ich muss wohl zugeben, vorurteilsbehaftet zu sein. Als Wiedergutmachung mache ich jetzt in Kärnten Urlaub. Vielleicht hilft es, mir und den Kärntnern. ;-)
Wenn Du Dir die (Un)glücksstelle ansiehst, wo sich der Herr Haider, in für die Kärtner Jugend vorbildlicher Weise, vorsätzlich seiner Verantwortung entledigt hat.
Dort läuft ein hinterwäldlerischer Personenkult ab, bei dem man das 11. Jhdt. heraufdämmern sehen kann. Dagegen lässt einem jede Satire erleichtert aufatmen.
Die Kärtner sind weltweit das einzige Volk, das einen Toten zum Landeshauptmann gewählt hat. Keine Satire kann das überbieten.
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