Google arbeitet an Multi-User-Support für Android

Erste Hinweise darauf bereits im Source Code von Jelly Bean enthalten - Könnte gerade für Desktop-Einsatz interessant werden

Auch wenn über die reale Offenheit des Android-Entwicklungsprozesses durchaus diskutiert werden kann, so erlaubt die regelmäßige Freigabe des Codes doch in den Tiefen des Betriebssystems zu graben. Und dabei lässt sich manchmal durchaus der eine oder andere spannende Hinweis auf kommende Neuerungen aufspüren, wie nun ein aktueller Artikel von AndroidPolice deutlich macht.

Multi-User

So zeigt sich, dass Google derzeit ganz augenscheinlich an Multi-User-Support für Android arbeitet. So wurden seit April mehrere Code-Commits vorgenommen, die auf die Unterstützung mehrere NutzerInnen auf einem Gerät hinweisen. Einige dieser Dinge sind - versteckt - bereits im aktuellen Jelly Bean aktiv, so führt etwa der Lock-Screen bei der Eingabe eines Musters bereits einen Check auf mehrere NutzerInnen durch. Auch die Dateistruktur von Android wurde schon in diese Richtung angepasst, werden doch einige Einstellungen bereits in einem User-spezifischen Verzeichnis gespeichert.

Trennung

In Summe scheint bereits ein bedeutender Teil der für Multi-User-Support nötigen Infrastruktur zu stehen. So gibt es etwa eine Trennung von Anwendungsdaten, verwendeten Accounts, Spracheinstellungen oder Home-Screen-Konfigurationen, auch getrennte Listen von installierten Anwendungen sind vorgesehen. Was hingegen derzeit noch fehlt, sind all die User-Interface-Teile, die diese Funktionalität dann auch wirklich nutzbar machen.

Desktop?

Diese Entdeckung wirft natürlich die Frage auf, welche Pläne Google für die Zukunft von Android hat. Denn der Multi-User-Support würde sich natürlich nicht nur bei Smartphones und - vor allem - Tablets gut machen, sondern er wäre auch ein wichtiger Eckstein für den eventuellen Desktop-Einsatz von Android. (apo, derStandard.at, 31.07.12)

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