Immer mehr Arbeitslose in Euroländern

31. Juli 2012, 11:24
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Die Erwerbslosenquote liegt im Juni bei 11,2 Prozent. Spanien und Griechenland darben, Österreich mit niedrigstem Wert

Brüssel/Luxemburg - Die Arbeitslosigkeit in den 17 Euro-Ländern bleibt weiter auf Rekordniveau. Nach Angaben des EU-Statistikamtes Eurostat waren im Juni 17,8 Millionen Menschen im Eurraum ohne Job. Die Arbeitslosenrate lag bei 11,2 Prozent. Dies ist die höchste Anzahl und die höchste Rate seit der Euro-Einführung. Österreich verzeichnete mit 4,5 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in der EU, musste aber gegenüber Mai (4,2 Prozent) einen Anstieg hinnehmen.

Wie Eurostat am Dienstag bekanntgab, erreichte die Arbeitslosenrate in der Eurozone bereits im Mai 11,2 Prozent. Die EU-Statistiker revidierten damit ihre Schätzung von Anfang Juli für Mai (11,1 Prozent) nach oben. In der gesamten EU lag die Arbeitslosenquote im Juni bei 10,4 Prozent, ebenfalls unverändert gegenüber Mai.

Eurostat schätzt, dass im Juni in der EU insgesamt 25,1 Millionen Menschen arbeitslos waren, davon 17,8 Millionen in der Eurozone. Gegenüber Mai stieg die Zahl der Arbeitslosen in der EU 127.000 und im Euroraum um 123.000 Personen.

5,5 Millionen Jugendliche ohne Perspektive

Die höchsten Raten meldeten Spanien (24,8 Prozent) und Griechenland (22,5 Prozent). Die niedrigsten Raten verzeichneten Österreich (4,5 Prozent), die Niederlande (5,1 Prozent) sowie Deutschland und Luxemburg (je 5,4 Prozent. Die höchsten Anstiege in den vergangenen zwölf Monaten verzeichneten Griechenland, Spanien und Zypern. Die höchsten Rückgänge wurden in Estland, Lettland und Litauen registriert.

Nach Schätzung von Eurostat waren im Juni 5,5 Millionen Jugendliche in der EU arbeitslos, davon 3,4 Millionen im Euroraum. Die niedrigsten Quoten in der Altersgruppe der unter 25-Jährigen verzeichneten Deutschland (7,9 Prozent), Österreich (8,8 Prozent) und die Niederlande (9,3 Prozent), die höchsten Quoten Griechenland (52,8 Prozent) und Spanien (52,7 Prozent). (APA, 31.7.2012)

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    Jugendliche in ganz Europa protestieren gegen die rigide Sparpolitik von Italien. Die schrumpfende Wirtschaft koste ihrer Jobs.

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