Kärnten: 30 Liter Regen in der Stunde gemessen

31. Juli 2012, 12:33
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Feuerwehren standen ganze Nacht im Einsatz - Bad Kleinkirchheim, Ossiacher See, Villach und Klagenfurt betroffen - Trinkwasser in Spittal getrübt

Klagenfurt - Unwetter mit enormen Niederschlagsmengen - 30 Liter in einer Stunde wurden gemessen - haben in der Nacht auf Dienstag in Kärnten für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Der bereits durch Regenfälle der vergangenen Tage gesättigte Boden, konnte das Wasser zum Teil nicht mehr aufnehmen. Die Folge waren überflutete Keller, Unterführungen und ein Campingplatz, ein Brand, verklauste Bäche und vermurte Straßen. Betroffen waren laut Polizei vor allem die Gebiete Bad Kleinkirchheim (Bezirk Spittal), Ossiacher See (Bezirke Villach-Land und Feldkirchen), Feldkirchen sowie Villach und Klagenfurt.

In Spittal entfachte ein Blitz einen Brand am Dachstuhl eines Mehrfamilienwohnhauses. 70 Feuerwehrleute standen im Löscheinsatz. Ein Totalverlust wurde verhindert, der Schaden ist dennoch enorm. In der Bezirksstadt Feldkirchen trat der Tiebel bei einem Kleinkraftwerk über die Ufer. Keller, Erdgeschoße und Gartenanlagen von vier Wohnhäusern wurden überschwemmt. In der Gemeinde Mörtschach (Bezirk Spittal) trat der Gösselbach über die Ufer. Die Wasser- und Schlammmassen rissen das Auto eines holländischen Urlaubers einige Meter mit und verschütteten es bis zur Höhe der Türgriffe. Die Gewitter klangen gegen Mitternacht ab, die Feuerwehrleute waren teilweise aber bis zum Morgen mit den Aufräum- und Pumparbeiten beschäftigt.

Trinkwasser getrübt

Durch Unwetter ist die Trinkwasserversorgung der Kärntner Bezirksstadt Spittal an der Drau in Mitleidenschaft gezogen worden. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, gab es im Quellgebiet Einspülungen in das Versorgungssystem. Das Wasser war dadurch leicht getrübt. Die betroffenen Hochbehälter wurden vom Netz genommen, ein Tiefbrunnen aktiviert. Die Anlagen müssen nun gereinigt und durchgespült werden.

Den BürgerInnen wurde zunächst empfohlen, das Trinkwasser mindestens drei Minuten abzukochen. "Gravierende gesundheitliche Auswirkungen" seien laut Aussendung noch nicht feststellbar. Es handle sich lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme. Die Wasserversorgung des Krankenhauses Spittal wurde über Trinkwasserpakete aus Villach sichergestellt. (APA, 31.7.2012)

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