Europas höchste Eisenbahn wird 100

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Mit Zahnrädern auf den höchsten Bahnhof der Welt - ein ambitioniertes Bauprojekt feiert sein Jubiläum

Jungfraujoch - Am 1. August 1912, also vor genau 100 Jahren, fuhr die Jungfraubahn zum ersten Mal. Die zahnradbetriebene Hochgebirgsbahn in der Schweiz feiert am Nationalfeiertag des Landes am Mittwoch ihr Jubliäum. Die Endstation, der Bahnhof Jungfraujoch, liegt auf 3454 Metern Höhe. die Bahn ist damit die höchste Eisenbahn Europas.

1393 Meter Höhenunterschied

Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom Schweizer "Eisenbahnkönig" Adolf Gyer-Zeller. Schon damals kostete der Bau 16 Millionen Franken. Auf den knapp zehn Kilometern von der Kleinen Scheidegg am Fuße des gigantischen Eiger überwindet die elektrisch getriebene Zahnradbahn in 52 Minuten - mit Zwischenhalts an den Stationen Eigergletscher, Eigerwand und Eismeer - einen Höhenunterschied von 1393 Metern bis zum "Top of Europe". Ein Großteil der Strecke geht mit einem sieben Kilometer langen steilen Anstieg durch einen Tunnel hinter dem Eiger. 2011 beförderte die Bahn etwa 765.000 Touristen im Jahr. Vom Kleinen Scheidegg bis zum Jungfraujoch kostet ein Ticket stolze 116 Schweizer Franken, also rund 96 Euro.

Jubiläumsgeld an Eigner

Ein Detail am Rande: Zum Jubiläum hat die Generalversammlung der Jungfraubahn Holding AG außerdem, neben einer bereits ausbezahlten ordentlichen Dividende von 1,80 Schweizer Franken pro Namenaktie zusätzlich eine Jubiläumsausschüttung in Form einer Nennwertreduktion von 0,50 Franken pro Namenaktie vorzunehmen. (red, 31.7.2012)

  • Die Station "Kleine Scheidegg" auf 2061 Metern Höhe.
    foto: reuters/arnd wiegmann

    Die Station "Kleine Scheidegg" auf 2061 Metern Höhe.

  • Mit Zahnrädern arbeitet sich das Prestigeprojekt seit 100 Jahren nach oben.
    foto: reuters/arnd wiegmann

    Mit Zahnrädern arbeitet sich das Prestigeprojekt seit 100 Jahren nach oben.

  • Dieser Ausblick auf den Gletscher war früher nur Extrembergsteigern vorbehalten.
    foto: reuters/arnd wiegmann

    Dieser Ausblick auf den Gletscher war früher nur Extrembergsteigern vorbehalten.

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