Zeit Online stellt anonymen Briefkasten für heikles Material ins Netz

  • Zeit Online startet neue Plattform für Whistleblower.
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    Zeit Online startet neue Plattform für Whistleblower.

Chefredakteur Blau erwartet sich Datenspenden aus DAX-Unternehmen, Stiftungen oder Sportvereinen

Zeit Online hat einen digitalen Briefkasten ins Netz gestellt und erhofft sich dadurch Datenspenden von "Menschen, die in einem DAX-Unternehmen arbeiten, in einer bekannten gemeinnützigen Stiftung, in einem Sportverein", erklärt Chefredakteur Wolfgang Blau in einem Video zum Start der Plattform. Militärgeheimnisse wie bei Wikileaks erwarte er sich hingegen nicht. Heikles Material könne man hier hochladen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, sagt Blau.

Verschlüsselte Datenübergabe

Eine verschlüsselte Verbindung soll dies beim Hochladen der Dokumente garantieren, die Informationen werden anschließend PGP-verschlüsselt an die Redaktion weitergeschickt, die die Informationen journalistisch prüft. Ausgeschlossen ist eine automatische Veröffentlichung, wie man sie von Leaks-Plattformen kennt.

Open Source

Die Plattform ist Open Source, das heißt, der Code wird veröffentlicht. Bei Zeit Online erhofft man sich dadurch auch eine Weiterentwicklung und -verbreitung der Software. "Fachbloggern und Konkurrenten von uns, allen steht dieses Tool zur Nutzung frei", sagt Blau. (sb, derStandard.at, 31.7.2012)

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