US-Abgeordnete setzen sich für schärfere Waffengesetze ein

30. Juli 2012, 23:07
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Demokraten legen Gesetzentwurf vor - Verkaufsverbot für große Mengen Munition im Internet - Vorstoß hat kaum Erfolgschancen

Washington - Als Reaktion auf das Massaker in einem Kino im US-Bundesstaat Colorado haben Vertreter der Demokraten im Kongress eine Verschärfung der Waffengesetze eingeleitet. Der am Montag von Senator Frank Lautenberg und der Abgeordneten Carolyn McCarthy in Washington vorgestellte Gesetzesentwurf sieht ein Verkaufsverbot für große Mengen Munition über das Internet vor. Dem Vorstoß werden aber kaum Chancen eingeräumt, da eine Mehrheit im Kongress strengeren Waffengesetzen ablehnend gegenübersteht.

"Es ist eine Sache, ein Paar Schuhe online zu kaufen", erklärte Lautenberg. "Aber es sollte mehr als nur einen Mausklick bedürfen, um tausende Schuss Munition anzuhäufen." Das Gesetz würde den Verkauf von Munition auf zugelassene Waffengeschäfte beschränken und Bestellungen im Umfang von mehr als 1000 Schuss meldepflichtig machen.

Der mutmaßliche Todesschütze von Colorado soll in den zwei Monaten vor der Bluttat mehr als 6000 Schuss Munition im Internet erworben haben. Der 24-jährige James Holmes soll am 20. Juli kurz nach Mitternacht während der Premierenvorstellung des neuen "Batman"-Films in einem Kino in Aurora nahe Denver zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt haben. Am Montag wurde er wegen Mordes, versuchten Mordes und Sprengstoffbesitzes angeklagt. (APA, 30.7.2012)

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