Mutmaßlicher Einbrecher in Slowenien verhaftet

30. Juli 2012, 19:56
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Er hatte jahrelang im Wald gelebt - Frau gebar vor drei Monaten im steirischen Wald ein Kind

Klagenfurt - Ein 27 Jahre alter mutmaßlicher Einbrecher, der mit seiner Familie vergangene Woche im Kärntner Lavanttal (Bezirk Wolfsberg) aufgestöbert worden war, ist am Montag in Slowenien verhaftet worden. Der gebürtige Deutsche steht im Verdacht, in Kärnten und der Steiermark Einbrüche in Almhütten verübt zu haben. Weil der Mann mit seiner Partnerin vorwiegend in Wäldern lebte, wurde er in den Medien als "Waldmensch" bezeichnet.

Geburt im Wald

Mit seiner 25-jährigen Frau soll der Mann seit Herbst 2011 zu Fuß quer durch Österreich unterwegs gewesen sein und mehrere Einbrüche in Almhäuser und Hütten begangen haben. Als seine Begleitern gefasst wurde, flüchtete der 27-Jährige. Die Frau hatte ein drei Monate altes Baby bei sich, das sie am 11. April in einem Wald im weststeirischen Bezirk Deutschlandsberg zur Welt gebracht haben soll. Mutter und Kind wurden zunächst in einem Frauenhaus untergebracht.

Besondere Aufmerksamkeit erregte der Fall, weil es sich bei dem Mann um einen zum Islam übergetretenen Konvertiten handelt. Medien berichteten von einem "europaweitem Haftbefehl wegen des Verdachts der terroristischen Umtriebe". Der Kärntner Sicherheitsdirektor Albert Slamanig sagte: "Eine internationale Fahndung wegen Terrorismus ist aber nicht aufrecht." (APA, 30.7.2012)

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