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AMS-Chef Buchinger befürchtet teure Umschulungen.

Sozialminister Hundstorfer plant keine Änderungen.
Wien - Hohe Kosten für den Staat, weil berufsunfähigen Akademikern ein neues Studium finanziert werden muss: Dies befürchtet Herbert Buchinger, Chef des Arbeitsmarktservice (AMS), als Folge der Reform der Invaliditätspension. In der Kritik steht eine zentrale Neuerung: Der Regierungsentwurf sieht vor, dass gesundheitlich beeinträchtigte Arbeitnehmer nicht in Pension geschickt, sondern medizinisch rehabilitiert oder für einen neuen Beruf umgeschult werden sollen. Ein Qualifikationsschutz soll gelernte Arbeitnehmer dabei vor einem beruflichen Abstieg bewahren - so soll sich zum Beispiel ein Tischler nicht als Portier wiederfinden.
Dieser Schutz sei zwar bei Lehrberufen sinnvoll, sagt Buchinger, bei Studien müsste der Staat aber eine zweite lange und teure Ausbildung finanzieren. Der AMS-Chef schlägt deshalb eine Altersgrenze vor, "damit es für unter 50-Jährige, oder auch für unter 40-Jährige möglich ist, auch eine Stufe unter das erreichte Qualifikationsniveau zu gehen, wenn ansonsten Berufsunfähigkeit droht". Das solle aber nur bei langdauernden höheren Qualifikationen und nicht etwa bei Lehrberufen gelten.
Sozialminister Rudolf Hundstorfer sieht für eine solche Änderung aber keinen Grund. Buchingers Befürchtung treffe zwar "theoretisch, aber nicht praktisch" zu, argumentierte der SPÖ-Politiker im Ö1- Mittagsjournal: Dass Akademikern ein zweites Studium finanziert werden müsse, sei nur "ein kleines Randproblem". Hundstorfer geht davon aus, dass es sich bei den Betroffenen nicht vorrangig um Akademiker handeln werde.
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) will hingegen lieber auf Nummer sicher gehen und einen Rechtsanspruch auf ein zweites bezahltes Studium ausschließen. Man müsse prüfen, ob die von Buchinger skizzierte Gefahr wirklich bestehe, sagte der Ressortchef.
Kritik am Qualifikationsschutz übt aber auch die Wirtschaftskammer: " Eine flexiblere Gestaltung der Rehabilitationsmöglichkeiten mit einem System, das Anreize schafft" wäre besser, sagt Martina Rosenmayr-Khoshideh, Referentin von der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit im Standard-Gespräch.
In eine andere Richtung gehen die Forderungen der Arbeiterkammer, die einen umfassenden Schutz für ältere Arbeitnehmer verlangt. Etwa sollen Firmen, die einen unterdurchschnittlichen Anteil an älteren Beschäftigten vorweisen, einen höheren Pensionsversicherungsbeitrag zahlen. Helmut Ivansits, Leiter der Sozialversicherungsabteilung, kann sich sogar Strafzahlungen in der Höhe von bis zu einem Jahresgehalt vorstellen, wenn ein Mitarbeiter nach 25 Jahren im Betrieb plötzlich gekündigt wird.
Überdies solle die Prävention stärker überwacht werden, sagt Ivansits, etwa mit verpflichtenden Evaluierungen durch Arbeitspsychologen. Wirtschaftsvertreterin Rosenmayr-Khoshideh winkt ab: Diese Aufgabe könnten die ohnehin schon vorhandenen Arbeitsmediziner erfüllen. Von Strafen für Betrieben hält sie nichts, denkbar seien lediglich " steuerliche Anreize" - außerdem "muss man auch der Jugend eine Chance geben". In den letzten zwölf Monaten habe sich zudem gezeigt, dass von 51.000 zusätzlichen Beschäftigten 42.000 über 50 Jahre alt seien. Dieser Trend, so glaubt sie, werde anhalten.
Dass die befristete Invaliditätspension bis 2029 langsam auslaufen soll, findet die Referentin zu großzügig: "Die Institutionen brauchen Zeit, um sich umstellen zu können - man hätte aber bei der Frist wahrscheinlich schon etwas mutiger oder schneller sein können." (lum, APA, 30.7.2012)
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ich hatte zwar auch vor, die invalidenpension in anspruch zu nehmen. kann sie jahrgang 65 dann leider nicht mehr. nehme es aber in kauf, wenn alle im gleichen boot sitzen. mit 55 jahren ist bei mir arbeitsmässig sowie schluss. die 10 jahre als arbeitsloser kann ich auch leben. kein problem.
Natürlich können Sie nach wie vor die Invalidenpension in Anspruch nehmen, lediglich die BEFRISTETE wird abgeschafft.Wird wohl so rennen: 2 Jahre herumrehabilitiert werden, wenns nix bringt kann auch net umgeschult werden..und dann gibts halt ne UNBEFRISTETE Pension. Frag mich nur wer da wo Einsparungspotentiale sieht.....?
Natürlich kann man einem (schwer)kranken Akademiker weder ein (anderes) Studium noch einen weit unter seiner Qualifikation liegenden Job zumuten, ein Studium wird er in diesem Zustand in fortgeschrittenem Alter wohl auch nicht mehr schaffen. Der wird sich mit dem Bettel, den er als Berufsunfähigkeitspension bekommt nolens volens abfinden müssen und das wird er nur tun, wenn er wirklich keine Perspektiven mehr hat. Und der Stat wird sich damit abfinden müssen, die paar Euro zu zahlen. Keine Angst; teuer wird das nicht, denn Invaliditätspensionisten sterben im Schnitt um mehr als 10 Jahre früher als " normale" Alterspensionisten. Man sollte besser wo anders sparen: Vorschläge: Banken, Rettungsschirme, Politikergagen, Beamtenpensionen etcetcet
man durfte doch schon bisher in der invaliditätspension studieren? auch darf man unbegrenzt dazuverdienen. es gibt keine zuverdienstgrenze mehr. ich kenne da einen absurden fall wo jemand in dieser pensionsform studiert und gearbeitet hat.
die akademiker, die keinen job bekommen, werden ja eh schon umgeschult, speziell die unter 30, die läßt man ja eh nicht bei mc doof&co hackeln.......
es geht ja um die leute die durch ihre arbeit körperlich probleme bekommen haben, auf die wird weiter geschissen, ......
diese politiker sollten mal am hochofen, oder im pflegeheim hackeln,.......
Das AMS sollte sich besonders zurzeit mit den aktuellen Problemen der IT-Umstellung auseinandersetzen und sich Gedanken machen, warum man Millionen an Steuergeldern verschwendet und sogar Arbeitsplatzverluste selbst verursacht. Dieser Artikel wirkt auf mich wie ein Negativ-Ablenkungsmanöver der tatsächlichen Probleme, die den gesamten Österreichischen Staat und damit vor allem das Volk betreffen.
merkt man dass gar nichts richtig durchdacht oder durchgerechnet wurde. Auch ein teures Studium ändert nichts an der Tatsache dass man ohne Praxis in einem gewissen Alter keine Arbeit bekommt. Ich frage mich wieviel Geld zum Raushauen scheinbar doch zur Verfügung steht. Das gilt auch für jede andere Berufsausbildung.
.. Etwa sollen Firmen, die einen unterdurchschnittlichen Anteil an älteren Beschäftigten vorweisen, einen höheren Pensionsversicherungsbeitrag zahlen..... Wirtschaftsvertreterin Rosenmayr-Khoshideh winkt ab: .... außerdem "muss man auch der Jugend eine Chance geben"
Es gibt eben nur 1000 Einheiten Arbeit aber 1100 Einheiten Personal - Alt oder Jung bleibt über ..
Das Bildungssystem gehört umgestellt. Warum soll jemand, die eine Lehre hat, nicht vom AMS über ein Studium umgeschult werden und jemand, die ein Studium hat, auf einen Lehrberuf? Das Klassendenken ist in Zeiten lebenslanger Bildungsnotwendigkeit einfach veraltet. Altersgrenzen bei Bildungszugang ebenso. Matura sollte gratis nachholbar werden; Studien etc. viel mehr auf Module umgestellt werden, sodass man sich über Kurse auf höchstem Niveau weiterbilden kann, Zusatzqualifikationen erwerben, umbilden kann, etc.
Zumeist hat Bildung es an sich, sich damit zu verbessern, nicht aber sich verschlechtern zu müssen, um eine Chance auf einem kompetitiven Arbeitsmarkt zu haben.
Ja, es ist wahr, warum soll jemand NICHT etwas unter dem Niveau der eigentlichen Ausbildung lernen, oder in eine mögliche andere Branche wechseln? Meist scheitert es ja schon an den Arbeitgebern, behindert, eingeschränkt, hoher Bildungsgrad? Kostet zuviel, geht nicht.
Im Zuge der Diskussion um Invalidität eigentlich eher nebensächlich. Die Probleme sind für alle gleich, Job, Ausbildung - und, wenn man auf das AMS in der Hinsicht der Finanzierung angewiesen ist, gibt es noch mehr Hürden. Siehe das Projekt - Frauen ein technisches Studium absolvieren zu lassen, eine Verpopoung.
Ok, das bedeutet, wenn ich keine Lust mehr zum Hackeln hab, kündige ich einfach meinen Job und lass mich dann für die nächsten 7 Jahre von der Allgemeinheit mittels Mindestsicherung/ Arbeitslosengeld/ etc. aushalten und mach ein 2. Studium. Würd mich eh interessieren, nur, wenn das viele machen, wer soll das dann bezahlen?
präpotente AkademikerInnen irgend eines Orchideenfaches, mitte 35 und haben noch nie auch nur einen Cent in den Sozialtopf einbezahlt.
Genau die sind es, die externe Kurse (ja, auch die werden bezahlt, falls Amp vertretbar), selbst ausgesucht, für viele tausende Euro von der Allgemeinheit bezahlt bekommen.
AL Geld ist eine max. einjährige Versicherungsleistung
NH Geld ist eine Sozialleistung bezahlt von der Allgemeinheit.
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