Brandserie in Wels: Mehrere Täter möglich

  • Mit einem Kellerbrand im Februar in einem Wohnhaus begann die Brandstiftungsserie, welche die Polizei von Wels gut beschäftigt.
    foto: apa/ff wels/matthias lauber

    Mit einem Kellerbrand im Februar in einem Wohnhaus begann die Brandstiftungsserie, welche die Polizei von Wels gut beschäftigt.

Für Polizei Trittbrettfahrer "nicht unwahrscheinlich" - Bisher sieben Feuer gelegt

Linz- Nach der mittlerweile siebenten Brandstiftung in Wels seit Jahresbeginn laufen die Ermittlungen der Polizei derzeit auf Hochtouren. Und die Exekutive scheint immer mehr von einer Einzeltätertheorie abzurücken. "Auch wenn die Brandorte alle in einem Umkreis von nicht einmal zwei Kilometern liegen, möchte ich nicht ausschließen, dass wir es möglicherweise mit mehreren Tätern zu tun haben. Trittbrettfahrer sind nicht unwahrscheinlich", erläutert der stellvertretende Polizeikommandant von Wels, Josef Hanl, im Gespräch mit dem Standard. Ob es nun schon konkrete Hinweise auf mögliche Täter gebe? Hanl: "Wir haben natürlich den einen oder anderen Ermittlungserfolg. Konkretes möchte ich aber aus ermittlungstaktischen Gründen dazu nicht sagen."

Rauchgasvergiftung

Zuletzt brannte es am Wochenende in einem Mehrparteienhaus im Stadtteil Lichtenegg. Ein Hund begann in der Nacht auf Sonntag gegen 3.30 Uhr zu bellen und weckte so seine Besitzerin. Die Frau bemerkte Brandgeruch und schlug Alarm. Die acht Wohnungen wurden von der Feuerwehr geräumt, zwei der 19 Bewohner mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.

Im Februar hatte es in einem Keller in der nahen Albrechtstraße gebrannt. Nicht alle Bewohner des Mehrparteienhauses konnten sich rechtzeitig ins Freie retten und mussten von der Feuerwehr mit Leitern gerettet werden. Im Mai und im Juni brannte es gleich viermal in einem Wohnhaus in der Porzellangasse. Bei einem dieser Brände wurden fünf Menschen verletzt. Bei einem weiteren mussten 100 Hausbewohner in Sicherheit gebracht werden.

Das nächste Mal schlug der "Feuerteufel" in der Otto-Loewi-Straße zu. Dort zündete er Mitte Juli in einem Mehrparteienhaus im Keller Zeitungspapier an. Das Feuer war schnell bemerkt und rasch gelöscht worden. (mro, DER STANDARD, 31.7.2012)

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3 Postings

Wels wird immer schlimmer. Als mein Türschloss defekt war hab ich mit dem Schlüsseldienstkerl ein wenig gequatscht.
Der meinte, dass es arg ist, wieviel eingebrochen wird, aber es gibt eine Informationssperre vom SPÖ Bürgermeister aus. Es darf nicht darüber berichtet werden außer es lässt sich nicht mehr vertuschen...

So viel zum Thema...

schlüsseldienstkerle sind aber auch nicht grade verläßliche quellen. in wien habe ich mich neulich mit einem pfarrer unterhalten, der meinte es sei nicht so arggestellt mit der heutigen menschheit.

In Goiseren ein Kavaliersdelikt

In Bad Goisern wird von der dortigen Polizei Brandstiften mit wenigen € Strafe abgestraft.Die Justiz in Wels ist da sogar auch auf ihrer Seite. Es kommt dabei ganz darauf an bei wem Brandstiftung ausgeübt oder versucht wird.

http://youtu.be/h4ANQtBTngo

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