Wolfsberg hat schon die Routine

  • Nenad Bjelica ist von seiner Truppe überzeugt.
    foto: apa-foto: mario kuhnke /expa

    Nenad Bjelica ist von seiner Truppe überzeugt.

Der Aufsteiger zeigte beim Auswärtserfolg in Ried gewohnte Stärken - Trainer Bjelica war nicht überrascht

Ried - Aufsteiger WAC ist in der Fußball-Bundesliga angekommen, am Sonntagabend wurde in Ried 2:0 gewonnen. Das war ein historisches Ereignis, natürlich nicht für die Welt, aber schon für die Kärntner Stadt Wolfsberg: der erste Sieg im Oberhaus, die ersten Tore im Oberhaus. Trainer Nenad Bjelica sagte: "In Ried werden nicht sehr viele Teams drei Punkte holen."

Der Erfolg kam freilich nicht wirklich überraschend. Schon beim 0:1 zum Auftakt gegen die Wiener Austria waren die "Wölfe" zumindest ebenbürtig. Im zweiten Match präsentierte sich das Kollektiv um die spanischen Offensivkräfte Jacobo und Rivera "taktisch verbessert" (Bjelica), diszipliniert und konterstark. Die Führung resultierte aus einem abgefälschten Kopfball nach einem Freistoß, der Spanier Solano war der historische Schütze. "Dass wir nach einem Standard in Führung gegangen sind, überrascht mich nicht", sagte Bjelica. "Das ist unsere Stärke, schon beim Aufstieg in der Vorsaison haben wir sehr viele Tore so erzielt."

Michael Liendl, der einen mustergültig herausgespielten Konter nach gut einer Stunde zum Endstand abschloss, war ebenfalls hochzufrieden. "Es war eine tadellose Leistung", sagte der Mittelfeldspieler nach seinem 16. Bundesligatreffer in der 118. Partie. "Der Sieg geht voll in Ordnung, wir haben um jeden Zentimeter gekämpft und nie aufgegeben." Liendl, der nach drei mittelprächtigen Jahren bei der Austria im Sommer zum WAC wechselte, sieht der Saison voll Optimismus entgegen. "Der Sieg gibt uns Selbstvertrauen und hat gezeigt, dass wir in dieser Liga mit jedem Gegner mithalten können." Am Samstag kommt Meister Red Bull Salzburg in die Lavanttal-Arena: Liendl: "Wir halten mit." (red, DER STANDARD 30.7.2012)

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