Ratsvorsitzende: Fusionspläne für Uni und Med-Uni Innsbruck "naiv"

Interview | Lisa Nimmervoll
30. Juli 2012, 21:10
  • "Die Ausgliederung der Med-Unis war aus heutiger Sicht ein richtiger Schritt", sagt Uni-Rats-Vorsitzende Gabriele Fischer.
    foto: standard/fischer

    "Die Ausgliederung der Med-Unis war aus heutiger Sicht ein richtiger Schritt", sagt Uni-Rats-Vorsitzende Gabriele Fischer.

Uniratsvorsitzende Gabriele Fischer über ein politisches Hü in Wien und ein Hott in Tirol

STANDARD: Sie sind Uni-Rats-Vorsitzende einer Universität, an deren Abschaffung quasi von höchster Stelle heftig gearbeitet wird: Die Medizin-Uni Innsbruck soll, wenn es nach dem Tiroler Landeshauptmann, dem Tiroler Landtag, aber auch Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, der das schon als Rektor der Uni Innsbruck wollte, geht, wieder fusioniert werden mit der Uni Innsbruck. Eine gute Idee?

Fischer: Evolution lässt sich nicht zurückdrehen. Diese Vorstellung ist naiv. Auch dass Landeshauptmann Günter Platter einen Landtagsbeschluss zur Fusionierung veranlasst, obwohl er als Innenminister in der Ära Gehrer, die als Wissenschaftsministerin die Ausgliederung der Medizin-Unis umgesetzt hat, für die Trennung mitgestimmt hat, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Dass er jetzt als Landeshauptmann glaubt, er kann Bundesgesetze mit Landtagsbeschlüssen overrulen, kann ich nur so erklären, dass die Betroffenen in Tirol nicht das Gesamtbild der Unis im Blickfeld haben und die Unterfinanzierung im Hochschulbereich insgesamt nicht sehen.

STANDARD: Ein Argument der Fusionsbefürworter: Es wäre billiger.

Fischer: Die Uni Innsbruck hat 15 Fakultäten. Soll die Medizin als 16. Fakultät andere Orchideenfakultäten ergänzen? Die Kosten, die man sich ersparen soll, sind nicht nachvollziehbar, bislang habe ich trotz Aufforderung keine entsprechenden Zahlen belegt bekommen. Es ist eher vom Gegenteil auszugehen, nämlich mit deutlichen Zusatzkosten - schon durch die unterschiedlichen Kollektivverträge. Zudem haben sich alle Gremien der Medizin-Uni Innsbruck gegen eine Eingliederung ausgesprochen. Was man machen muss und woran ja auch an allen Unis Österreichs gearbeitet wird, ist ein Universitätenverbund, um zu sparen und Synergien wirtschaftlich und wissenschaftlich besser zu nützen. Es ist einsichtig, dass ich nicht an beiden Unis Fächer wie Biologie benötige, genauso wenig Architektur an drei Standorten in Wien.

STANDARD: In Tirol ist die Landespolitik recht umtriebig, was die Unis angeht. Landeshauptmann Platter möchte gern neue Uni-Räte mit örtlichem Bezug zu Innsbruck.

Fischer: Das erinnert eher an die Erbhofvergabe. Auch da muss ich daran erinnern, dass Herr Platter seinerzeit ein Uni-Gesetz mitverabschiedet hat, in dem Internationalität gewünscht wurde. Abgesehen davon haben wir ohnedies drei Tiroler im Uni-Rat. Ich musste lachen, ich habe zudem einen Südtiroler Großvater. Die Zusammensetzung der Uni-Räte muss man sich wirklich ansehen, aber nicht nach regionalen Aspekten. Es scheint mir unverzichtbar, dass in Uni-Räten ein Jurist ist und eine Persönlichkeit mit Wirtschaftskompetenz. Ein Problem, um das sich die Tiroler Politik besser kümmern sollte, haben die drei internationalen Experten zum Hochschulbericht benannt: die Privat-Unis, die ja mehr oder weniger landesfinanzierte Länder-Unis sind. Da gibt es in Tirol die " UMIT" für Gesundheitswissenschaften, die immer wiederkehrende Probleme hat, was Akkreditierung und Qualitätssicherung anlangt.

STANDARD: War die Ausgliederung der Medizin-Unis ein Fehler?

Fischer: Die Ausgliederung war aus heutiger Sicht ein richtiger Schritt. Neben Lehre und Forschung haben die Medizin-Unis die Aufgabe der Patientenversorgung, zudem ist die Eigenverantwortlichkeit des Budgets wesentlich, da nicht vergleichbar mit den anderen, u. a. auch durch die Position des klinischen Mehraufwands, der vor dem Uni-Gesetz 2002 mehr oder weniger ein Durchgangsposten war. Das Land bekam vom Bund Geld dafür, dass Patienten auch für Forschung und Lehre zur Verfügung stehen, was für Studierendenausbildung wichtig ist. Mit der Autonomie sind wir zur korrekten Kostenwahrheit verpflichtet.

STANDARD: Im Juni einigten sich Bund und Land, kurz bevor sich der Verfassungsgerichtshof (VfGH) dem klinischen Mehraufwand widmen wollte. Tirol bekommt für die Jahre 2007 bis 2012 380 Millionen Euro. Wie lässt sich das Problem zwischen Med-Uni und Land lösen? Patientenversorgung ist nicht primär Aufgabe der Medizin-Uni.

Fischer: Innsbruck hat eine spezielle Situation, weil das Landeskrankenhaus fast ein Stand-alone-Spital ist, anders als in Wien und Graz. Die Ärzte der Med-Uni Innsbruck sind überproportional in die Patientenversorgung eingebunden, was vom Land abgegolten werden muss und von uns auch in Rechnung gestellt wird. Darum haben wir bislang auch einen Teil des klinischen Mehraufwands, rund 70 Millionen Euro, einbehalten. Das Verhandlungsergebnis vom klinischen Mehraufwand müssen Platter und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle schriftlich korrekt vorlegen, das VfGH-Verfahren ruht solange.

STANDARD: Zu Jahresbeginn wurde an der Med-Uni Innsbruck sogar mit dem Aussetzen der Nacht- und Wochenenddienste gedroht. Schließlich wurde ein Großteil des 5,5-Millionen-Euro-Lochs kurzfristig gestopft durch rückgestellte Gelder, deren Auflösung vom Ministerium genehmigt wurde. Wie ist diese prekäre Finanzlage zu erklären?

Fischer: Ein Problem ist, dass der Kollektivvertrag für Uni-Bedienstete vom Bund nie finanziell abgegolten wurde, das betrifft aber alle Unis. Es gibt aber auch andere Altlasten, z. B. geltende Verträge, die von den früheren Rektoren - Clemens Sorg, der ja vom Uni-Rat abberufen werden musste, und Töchterle - geschlossen wurden. Etwa das Biozentrum, ein theoretisches Forschungsinstitut, wo exzellente Forschung stattfindet, das aber wesentliche Kosten verursacht, vor allem Betriebskosten in atemberaubender Höhe. Diese Mehrkosten machen uns nach wie vor zu schaffen - auch der Stamm-Uni. Da darf man schon kritisch sagen, dass es vermeintliche Interessenkonflikte gibt, wenn der Wissenschaftsminister etwas öffentlich kritisiert, bei dem er Vertragspartner seitens der Uni Innsbruck war. Abgesehen davon hat die Medizin-Uni Innsbruck positiv bilanziert - durch zeitgerechte vom Universitätsrat beschlossene, von Senat und Betriebsrat mitgetragene Sparmaßnahmen. (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, 30.7.2012)

GABRIELE FISCHER (52), Leiterin der Drogenambulanz, Suchtforschung und -therapie der Medizin-Uni Wien, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2003 im Uni-Rat der Med-Uni Innsbruck.

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Kann mir einer verraten was die ihn ihrer Ambulanz so rauchen?

Warum ist das naiv wenn Platter eine Verdopplung der Bürokratie (Rektoren, Vizerektoren, Uniräte....) teuer findet? Und wenn die mit einem Professor einen "Vergleich" um 200.000 Euro machen, obwohl der Rechnungshof von 2 Millionen pro Jahr redet, die vergleichbare Institute abführen. Den früheren Rektor der diese Zustände in den Medien beklagt hat haben sie (unrechtmäßig) entlassen und den inkriminierten Vorstand zum geschäftsführenden Vizerektor gemacht. Und natürlich sämtliche Institutsakten shreddern lassen, obwohl sie ihn auf Bekanntgabe der Einnahmen seines Insitutes verklagt hatten. Das Rektorenteam hat sich dann gleich auch noch einen Bonus genehmigt, und der Unirat sich selbst die Bezüge erhöht, weils eh unter einem Abbrennen geht.

Die Gründe für die Vorbehalte

Die Med-Uni IBK ist eine der führenden Med-Unis in ganz Europa mit ausgeprägtem Forschungs- und Leistungsprofil. Da überlegt man sich es eben schon genau, mit wem man zusammengehen will.
Dies gilt umso mehr, als an der Uni IBK akademische Verstöße bekannt geworden sind, die noch nicht aufgearbeitet worden sind.

Da es in Europa praktisch nur in Ö

Medizinunis gibt, ist Innsbruck sicherlich führend: Als einzige im engen Inntal seiend und Schweine für Tierversuche in der Höhenmedizin schlachten wollend.

Aber nur die für die Höhenmedizin!

Ist schon süffissant, wenn G.F. meint das der Unirat den früheren Rektor Sorg hätte kündigen "müssen" (nachdem er öffentlich beklagt hatte keinen Einblick in die Privatgeschäfte eines Vizerektors zu haben?) Nicht vergessen - Sorg hat inzwischen die Uni beim Arbeitsgericht verklagt und Recht bekommen. Und sein Interimsnachfolger (der inkriminierte Vizerektor!) wurde von der Uni wegen privat einbehaltener Instutseinnahmen verklagt, durfte aber noch lustig vor seiner Pensionierung die Institutsakten shreddern und die Frau von seinem Anwalt zu seiner Nachfolgerin machen. Da geht es um viele Millionen und es grenzt schon an ein Ablenkungsmanöver wenn da irgendwelche unwichtigen abgeschriebene Arbeiten medial zelebriert werden.

Die MedUni IBK steht im Vergleich zu anderen MedUnis und anderen medizinischen Fakultät hervorragend da, und zwar sowohl was die wissenschaftlichen Leistungen anbelangt als auch in Hinblick auf die Patientenbetreuung. Die MedUni ist weltweit ein Begriff - ein positiv besetzter. Billige Polemik wird daran nichts ändern.
Bevor die MedUni IBK mit der Hauptuni zusammengeht (und das ist noch gar nicht fix), muss die Hauptuni an sich noch gehörig arbeiten.

In Nature erwähnt werden != in Nature publizieren ;-)

http://www.nature.com/nature/jo... 4917b.html

Und was ist mit dem Fall Schaumburg-Lippe?

http://diepresse.com/home/bild... ern.portal

Und was mit dem Fall Obwexer?

http://diepresse.com/home/rech... ern.portal

Den Fall Strasser schon verdrängt?

Ansonsten glaube ich irgendwie nicht, dass die MUI einen besseren Ruf als die LFU hat. Eher glaube ich, dass die meisten keine der beiden kennen.

Ironie, Sarkasmus?

Gerade die MedUni hat sich in den letzten Jahren mit wissenschaftlichen Fehlverhalten international einen Namen gemacht.

Insgesamt hat der Ruf der Innsbrucker Medizin in den Jahren der Selbstständigkeit mit all den Streitereien und Skandälchen stark gelitten.

Nachdem es das sonderbare Konstrukt "Med-Unis" außerhalb Ö kaum gibt, ist man natürlich vorne dabei bei den "Med-Unis" ;-)

Aber klar ist sie immer noch eine gute Einrichtung- auch wenn sie in internationalen Rankings weit hinter der Uni Ibk ist, die zumeinst als zweitbeste, in manchen sogar als beste Uni Österreichs gereiht ist.

Bei einer Fusion würden aber Forscher beider Einrichtungen dann an einer Uni forschen, die bekannter und angesehener wären als die bisherigen zwei.

Die Med-Uni Ibk hatte unter schwierigsten Bedingungen außergewöhnliche Herausforderungen zu bewältigen. Die Fehler, die geschehen sind, sind in den Medien völlig übertrieben dargestellt worden.
Die Uni IBK hat stets von den Forschungsleistungen der medizinischen Fakultät enorm profitiert. Ihr jetziger Ruf ist noch wesentlich auf diese Leistungen zurückzuführen. Die Med-Uni Ibk bräuchte in erster Linie eine bessere Außendarstellung. An der Med-Uni wurden alle Probleme - die es in jedem Betrieb dann und wann gibt - konsequent aufgearbeitet. An der Uni IBK nicht.

Welche "schwierigsten Bedingungen" sollen

denn das sein außer offenbar schlecht gecoachten NLP-PR-Postern ?

das sind wohl schwierige Bedingungen, wenn ein Prof. mehr abzweigt als alle Studenten zusammen an Studiengebühren zahlen würden

wenn sie es auch alle täten.
Und wenn der Unirat den Typen dann als geschäftsführender Vizerektor auch noch die Uni leiten lässt, nachdem sie den Rektor hinausgemobbt hatten.
Dabei hat der Vize dereinst sogar die (damals noch gemeinsame) Uni erfolglos beim VWGH verklagt weil er sich durch wild forschende Kollegenin in seinem "Recht" auf Erwerbsfreiheit beeinträchtigt sah (die von ihm privat beanspruchten Diagnstikeinnahmen des Institutes betreffend; siehe VWGH 1999).
Das sind wohl aussergewöhnliche Herausforderungen wenn einer bei seiner Pensionierung ohne aufzufallen nicht nur die (teuren) Messgeräte sondern auch noch das Institutsmobiliar mitnehmen kann. Kein Witz.

Eine Verselbstständigung ist nie eine einfache Sache - insbesondere wenn der Großteil der Ressourcen bei der HauptUni bleibt. Diese Herausforderung ist nun bewältigt. Es gibt eigentlich keinen konkreten Grund für eine Rückabwicklung des Ganzen - außer, man will bestimmte Begehrlichkeiten befriedigen.

Anscheinend haben die MedUnis in Graz und Wien eine sehr ähnliche Aufgabe besser hinbekommen.

Für Rankings usw sind die Leistungen der Medizin bei der LFU natürlich schon längst nicht mehr enthalten.

Natürlich profitiert/profitierte die LFU von der Forschung ihrer Fakultäten (v.a. Physik, Chemie...)!! Z.B. eine Abspaltung der Natwi würde sehr weh tun, wie ihr auch die Abspaltung der Medizin geschadet hat.
Aber ist jetzt die MedUni gegen eine Fusion WEIL der andere auch profitieren würde???

Bezüglich Außendarstellung: Wie wärs mit einer Aufstockung der PR-Abteilung? - wieder ein bisschen mehr Geld in die Verwaltung geht ja immer!

P.S.: Antworten sie etwa auf Postings die sie als "nicht lesenswert" bewerten?

Was die Med-Uni im Falle einer Fusionierung erwarten würde, zeigt der Ton Ihrer Ausführungen sehr deutlich.

Woher nehmen Sie Ihre Überzeugung, dass die MedUnis Wien und Graz ihre Aufgaben besser bewältigt hätten als die MedUni IBK? Aus den Internet-Foren, die Sie selber beackern?

Postings bitte etwas genauer lesen, bevor losmarschiert wird: Ich habe von "Ruf" gesprochen und nicht vom Ranking, wobei im Übrigen auch die Rankings z.T. subjektive Wertungen einfließen lassen, die wiederum vom vergangenen Ruf (hier der Gesamtuni) bestimmt werden.

Die Wahl Ihres nicks sagt übrigens schon viel über Ihre Eigenwahrnemung und die Durchdringung der Philosophie des historischen Vorbild aus.

Woher? Ich weiß es nicht genau, aber der Rektorenverschleiß und sonstige Zeitungsberichte (oberhalb der Postings) sind zumindest einmal Hinweise.

In Rankings wo der Ruf einer Uni stärker gewichtet ist sind die Innsbrucker Unis erst gar nicht vertreten (weil unbedeutend) - man findet sie nur dort wo Publikationen und Zitationen stärker zählen.

Auf Ihre persönlichen Angriffe auf mich gehe ich jetzt gar nicht weiter ein - ich glaube wir lassen die Diskussion lieber.

Toll - die Fortschritte der plastischen Chirurgie!

Haha! Köstlich! Die Dame kritisiert "Interessenskonflikte"...

... und ist selbst nur Assistentin (NICHT Professorin) an der Uni Wien, deren Rektor der massivste Befürworter der Abtrennung der med. Fakultäten war.

Als kleine untergeordnete und weisungsgebundene Beamtin der Uni Wien spielt sie sich auf einer anderen Uni auf und sieht keinen Interessenskonflikt? Alleine der Verteilungskampf der Unis um den Finanzkuchen des Ministers ist hier Interessenskonflikt genug.

Über die höchst ärgerliche Verunglimpfung der Fakultäten der Uni Innsbruck haben sich ohnehin schon andere Poster zu Recht mokiert. Und dass sie es damit en passant geschafft hat, Minister Töchterle (ein klassischer Philologe, horribile dictu!) zu beleidigen, ist auch nicht gerade einen Ehrenpreis der Diplomatie wert.

Erratum: Angehörige der Med Uni Wien natürlich.

Assistenten sind keine Professoren!

Dass die Dame keine Ordinaria ist, ist natürlich ein ganz gewichtiges Argument. Nur Ordinari sind wirklich mündige Bürger und vollwertige Akademiker.
Leider bezeichnen sich mittlerweile viele dahergelaufene (habilitierte) Assistenten als Professoren. Das ist Zeichen eines allgemeinen Werteverfalls und maßgeblich verantwortlich für den Niedergang der österreichischen Universitäten.

Sorry!

Ich wollte keinesfalls die Professoren verherrlichen, immerhin bin ich selbst "nur" Mittelbauangehöriger. Hier habe ich wohl den völlig falschen Eindruck vermittelt. Wie unten schon erwähnt: Die Kollegin lässt gerne das "ao." unter den Tisch fallen (auf der Uni Wien gerne als "Morbus Liessmann" bezeichnet, der namensgebende Patient litt etwa 15 Jahre darunter und wurde erst letztes Jahr durch seine "echte" Ernennung geheilt).

Nochmals meine zentrale Kritik: ich halte es für völlig verfehlt, wenn Uni-Angehörige der österr. Uni X zu Uni-Ratsvorsitzenden der österr. Uni Y ernannt werden (in Innsbruck gleich 2x der Fall). Hier vermengen sich durchaus divergierende Interessen zu Lasten aller beteiligten Universitäten.

Naja man muss ja nicht gleich übertreiben, aber dass die Dame keine Professorin ist, sich aber überall so bezeichnet ist schon ein nettes Detail und sagt zumindest was über ihre Persönlichkeit aus

Also ich verstehe bei solchen Interviews auf jeden Fall die Vorbehalte von Teilen der Uni Innsbruck diese Chaotenhaufen von der Med-Uni wieder aufzunehmen.

Es haben sich übrigens nicht "alle Gremien gegen eine Eingliederung" ausgesprochen
http://www.i-med.ac.at/pr/presse... 12/28.html

Und wenns der Med-Uni finanziell so gut könnt, könnt sie ja mal anfangen ihre Schulden zu bezahlen

Wer profitiert mehr?

Die Universität Innsbruck würde durch die Fusion zweifellos enorm profitieren. Die wissenschaftlichen Leistungen der Med-Uni IBK würden die Uni IBK in den Rankings nach oben katapultieren. Dementsprechend wird auch die Fusion gerade von der Uni IBK massiv betrieben.
Also bitte keine billige Polemik. Von wegen "Vorbehalte der Uni IBK"...

was die rankings angeht (aber auch die mittelvergabe durch die leistungsvereinbarung) würden zweifelslos beide profitieren (wobei die uni innsbruck derzeit deutlich vor der med-uni liegt)

die vorbehalte begründen sich vor allem in z.T. völlig katastrophalen finanziellen und organisatorischen verhältnissen der med-uni (was aber für platter und töchterle widerum ein hauptgrund für deren wunsch auf fusion ist).

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