Schlecker Neu soll Nahversorger werden

30. Juli 2012, 15:36

Eine mögliche Rettung von Schlecker Österreich nimmt konkrete Züge an, die Rede ist von neuen Eigentümern mit neuen Ideen

Wien - Eine mögliche Rettung von Schlecker Österreich nimmt konkrete Züge an: "Neue Eigentümer planen die Anton Schlecker GmbH in den nächsten Tagen zu übernehmen und mit allen 1.350 Standorten in den Ländern Österreich, Italien, Polen, Belgien und Luxemburg weiter zu führen", heißt es in einem Brief an die Vermieter der Schlecker-Filialen. Die Drogeriemarktkette soll demnach unter neuem Namen zu einem Nahversorger ausgebaut werden.

Schlecker Österreich betreibt derzeit 900 Filialen mit 3.000 Mitarbeitern. "Sie werden das bestehende Drogeriekonzept, welches die Basis bleibt, in eine spezielle 'Nahversorgungskette' entwickeln, die außer Drogeriewaren Impuls-Sortimente anbietet, welche die Kundenfrequenz und so auch die Flächenprofitabilität wesentlich verbessern", heißt es in dem Schreiben datiert mit 27. Juli. Schlecker Österreich werde "in naher Zukunft unter einem neuen Handelsnamen auftreten".

Zugeständnisse erbeten

Die Vermieter der Schlecker-Filialen bittet der potenzielle neue Eigentümer um Zugeständnisse: Entweder die Mietzahlungen für 6 Monate auszusetzen oder eine Absenkung der Miete um 20 Prozent zu akzeptieren. Bis Ende Juli sollen die Eigentümer ihre Entscheidung Schlecker mitteilen.

Das neue Nahversorgungskonzept von Schlecker soll die Konsumenten motivieren, ihre Güter des täglichen Bedarfs direkt an am Wohnort zu kaufen. "Wir befinden uns in einer Phase der Neuorientierung und wir arbeiten mit Hochdruck daran, ein positives Umfeld für einen Neustart zu schaffen", appelliert das Unternehmen an die Vermieter. Mit der Kostenoptimierung werde ein wesentlicher Beitrag zur Absicherung des Standortes geleistet. (APA, 30.7.2012)

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2 Postings
wenn das jede handelskette so macht ...

rabatt oder nachlaß ohne sicherheit und garantie. komisches verständnis von marktwirtschaft.

warten wir, wer sich als "investor" solche geschenke wünscht.

generelle Mietabschläge sind äußerst unseriös und verleugnet die tatsache, dass es wahrscheinlich nicht an den hohen mieten liegt.

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