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"Aufpassen, herhören!", mag die Geste von Dinko Jukic bedeuten. Sie gilt nach dem Sieg im Vorlauf über 200 m Delfin Gegnern wie Michael Phelps. Und sie gilt auch dem Verband.
Markus Rogan in seinem Element.
London/Wien - Dinko Jukic nimmt sich kein Blatt vor den Mund. So viel Genugtuung kann ihm ein sportlicher Erfolg gar nicht geben, dass dem 23-jährigen Wiener nicht der Mund übergeht - vorzugsweise dann, wenn Journalisten in der Nähe sind. Am Montag erneuerte Jukic nach seinem Vorlaufsieg über 200 m Delfin seine Kritik daran, dass der österreichische Verband (OSV) gegen ihn ermitteln lässt.
Jukic hatte sich im Mai bei der EM in Debrecen wortgewaltig mit einem OSV-Funktionär gestritten. Daraufhin kündigte er an, auf die Olympia-Kraulstaffel zu verzichten, die am Dienstag auf dem Programm steht. "Mein Disziplinarverfahren nehme ich erst ernst, wenn ich ein Protokoll vom Verfahren gegen Markus Rogan 2009 in Rom sehe", sagte Jukic. "Aber anscheinend habe ich den falschen Nachnamen." Jukic nahm mit dieser Aussage Bezug auf Rogans Disco-Affäre. Rogan hatte damals nach seinem enttäuschenden WM-Abschneiden angegeben, von vier Türstehern im Hinterzimmer einer Disco in Ostia verprügelt worden zu sein.
Sportliche Schlagzeilen
Dabei hätte Jukic sportlich für genug Schlagzeilen gesorgt. In 1:54,79 Minuten blieb der Vorlaufsieger am Montag nur 0,37 Sekunden über seinem österreichischen Rekord, er ließ zunächst sogar Michael Phelps hinter sich. Im Semifinale belegte er in seinem Lauf Platz zwei hinter Phelps und qualifizierte sich als Gesamt-Sechster für das Finale am Dienstag (20.47 Uhr). "Das war ein gutes Rennen, es hat sich gut angefühlt", sagte Jukic nach dem Vorlauf. Nach 150 Metern war er in seinem Heat noch auf Rang vier gelegen. "Da war es nicht nötig, schon vorne zu sein. Ich konnte auf meine Kraft und meine Erfahrung vertrauen." Jukic hatte, auch um Kraft zu sparen, auf sein Antreten über 400 m Lagen verzichtet.
Nach dem Vorlauf war aber noch einiges an Energie über. "Ich schwimme keinen einzigen Wettkampf in Verbandsorganisationen mehr, solange diese Leute in der Verbandsspitze sind", sagte er. Explizit klammerte er bei seiner Rücktrittsaufforderung nur Präsident Paul Schauer und Generalsekretär Thomas Gangel aus.
Schon vor Olympia hatte Jukic, der sich im kroatischen Rijeka vorbereitet hat, die mangelnde Infrastruktur für Spitzenschwimmer in Österreich kritisiert. "Von uns Schwimmern werden in London ein professionelles Auftreten und Ergebnisse gefordert. Professionelle Rahmenbedingungen dafür finde ich aber leider nicht in Wien, sondern in Rijeka", sagte er dem Standard.
Jukic, Rogan, Lochte, Maier
Präsident Schauer verteidigte die von Jukic angegriffenen Funktionäre. Ein Verbandsgericht würde die Vorfälle in Debrecen prüfen, eine Strafe ist möglich. "Es gibt Tonaufnahmen, das ist nicht so einfach." Das Selbstbewusstsein von Jukic mindert das nicht. "Es wird vergessen, wenn Markus nach den Spielen nicht mehr schwimmt und mit mir ein Problem da ist, dann ist niemand mehr da." Noch sorgen beide im und abseits des Beckens für Aufsehen. Auf Ryan Lochte angesprochen, sagte Rogan im Interview mit der US-Website The Daily Beast: "Ich bin zehnmal so clever." Die wichtigste Fähigkeit eines Sportlers ist, "das Gehirn abzuschalten. Das ist ziemlich einfach, wenn du nicht so clever bist". Ähnlich hatte er sich in einem Ö3-Interview über Hermann Maier geäußert. (krud, DER STANDARD, 31.7.2012)
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Rogan soll erst schwimmen und dann werde er nach Olympia mit ihm auf einem Tisch sitzen und über die Aussagen "genauer sprechen".
Rogan, bitte, sag im nächsten Interview:
"Was brauch ich mich mit dem Bauernschädel auf einen Tisch setzen?"
wenn überhaupt, dann positiv.
Sich gut ausdrücken zu können, wie etwa Markus Rogan, hat übrigens nicht zwingend etwas mit Intelligenz zu tun. Ich empfehle dazu die Lektüre des Buches Alphabet des Lebens, Matt Ridley.
Ich finde nicht, daß er sich besonders gut ausdrücken kann. Er redet halt Hochdeutsch, was manche - vor allem unsere Journalistenkapazunder - schon mit Intelligenz verwechseln, doch es handelt sich nur um eine Folge der Sozialisation.
Er überschätzt seine vermeintliche Intelligenz maßlos.
Läßt er sich nun auch beschneiden?
ist, sich im entscheidenden Moment auf die entscheidende Sache zu konzentrieren. Aber wenn man behauptet, man hätte deshalb mittelmäßig abgeschnitten, weil man nebenbei die Probleme in der dritten Welt zu lösen versuchte, dann klingt das halt besser als "Ich war ned ganz bei der Sache. Mea Culpa".
bräuchten wir keine Sportler, die für uns schwimmen, Fußball spielen, kraulen, Tischtennis spielen, sich gegenseitig mobben, uns im Fernsehen vorsagen, welchen Bausparvertrag wir unbedingt benötigen oder welche Rasierklinge die einzig wahre ist, ........
Wir würden selbst schwimmen, Basketball spielen, das Bier trinken, das uns schmeckt,......
Hätte eigentlich hier d'runter sollen: http://derstandard.at/plink/134... id27252109
Schade das die durchaus angebrachte Kritik am österreichischen Schwimmverband in dem Rogan-Shitstorm untergeht. So sackeln sich die Funktionäre auch in die Zukunft die Scheine ein, es gibt weiterhin nur Ausnahmetalente, die sich trotz des Systems an die Weltspitzen kämpfen und keine breite Nachwuchsförderung. So ist dann wohl Österreich, statt konstruktiv zu diskutieren, patzt man sich lieber gegenseitig an und merkt gar nicht wie einem manche nach Strich und Faden ver****en.
Auch wenn ich mir damit einige Rotstriche einfange, kann da den Rogan schon verstehen, wieso er lieber in die USA geht, statt sich mit den leistungsfeindlichen Grabenkämpfen hierzulande herumzuschlagen.
Man braucht sich nur mal die Organisation anschauen:
* 1 Präsident
* 5 Vizepräsidenten
* Fachwarte
* Referenten
9 Landesverbände, in jedem Landesverband wieder
* Präsidenten
* Vizepräsidenten
* Fachwarte
* Referenten
* Ehrenpräsidenten
Würde mich nicht wundern, wenn es mehr Funktionäre gäbe als Schwimmer.
Würde mich aber sehr wundern, wenn es bei der Bestellung der Funktionäre keinen politischen Einfluss gäbe.
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