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Wien - Die Arbeiterkammer (AK) hat sich die Strompreise nach der Änderung bei der Ökostrom-Förderung angesehen und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: "Viele Stromhändler machen sich ein Körberlgeld. Die Lieferanten geben die günstigeren Großhandelspreise nicht weiter. Und etliche haben aufgrund der neuen Ökostrom-Förderung auch die reinen Energiepreise nicht oder unzureichend verbilligt."
Obendrein zahlten die Konsumenten oft doppelt - den neuen Ökostrom-Förderbeitrag bei den Netztarifen und weiterhin den höheren Energiepreis ihrer Lieferanten. "Dadurch zahlen Konsumenten mitunter bis zu 30 Euro im Jahr drauf. (...) Die Energie Klagenfurt hat auf die Änderung bei der Ökostromförderung überhaupt nicht reagiert", so die Kammer am Montag in einer Aussendung. Die Regulierungsbehörde E-Control müsse die bereits angekündigte Preisüberprüfung nun rasch starten. (APA, 30.7.2012)
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Ökostromkosten werden erst durch die Stromindustrie-PR zu unrecht zum Preistreiber hochstilisiert. Tatsächlich sind in erster Linie steigende Rohstoffpreise von Kohle, Gas und Öl dafür verantwortlich.
"Die Lieferanten geben gesunkene Großhandelspreise nicht weiter" stimmt nur zur Hälfte: Stromintensive Industriekunden, profitieren sehr wohl, weil sie zu Tagespreisen einkaufen; schon vergessen?
Nur Mut und Mu(h)mm, liebe AK: die Stromindustrie-Praktiken gehört massiv an den Medien-Pranger, nicht der Ökostrom!
und kauft die ak auch immer bei günstigsten anbieter oder wird doch lieber beim örtlichen e-werk gekauft? Da viele akler in den aufsichtsräten der stromfirmen sitzen, können sie ja preissenkungen fordern.
Das ein klagenfurter anbieter keine senkungen weiterrgegeben hat, wundert aber nicht . Schliesslich muss ein gaskraftwerksfehlplanung und diverse fussballunterstützungen finanziert werden.
Es hilt nur wechsel, dann kommt auch mehr wettbewerb zu stande anstatt immer nur zu jammern!
ineffizienz, trägheit, mangelnde kundenorientierung, kaum wettbewerb, wenige echte alternativen für konsumenten usw. sind das thema.
ein anderes thema ist der politeinfluss bei stadtwerken und landesversorgern. fehlgeleitetes sponsoring ist da noch das kleinste thema. da gehts eher um postenbesetzung mit treuen parteifreunden, schaffung von geschützten bereichen für privilegierte und das wird dann zulasten der verbraucher verechnet.
siehe aktuelles beispiel begas. das ist aber wohl in wahrheit nur die sprichwörtliche spitze des eisberges, ähnlioches ist sicher auch bei anderen unternehmen der branche zu finden..
Die großen Versorgungsfirmen (Strom & Gas) stehen entweder direkt oder indirekt fast durchgängig im unmittelbaren Einflussbereich von Gebietskörperschaften. Dementsprechend gering ist zumeist einerseits der Wettbewerbsdruck und andererseits die Kundennähe.
Ich denke jeder Konsument sollte sich selbst informieren wo er die besten Angebote kriegt - und dann auch wechseln. Das sollte sich nach der Theorie positiv auf die Leistungen der etablierten Anbieter auswirken und den Wettbewerb, auch bei Transparenz, ankurbeln. Siehe z.B. die Seite der E-Control:
http://www.e-control.at/de/home
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