Südsteirisches Römermuseum Flavia Solva wiedereröffnet

30. Juli 2012, 11:46
  • Eine Amphore mit Abdrücken von Oliven - das Römermuseum Flavia Solva bei Leibnitz zeigt "6.000 Jahre steirische Keramik".
    foto: umj/ n. lackner

    Eine Amphore mit Abdrücken von Oliven - das Römermuseum Flavia Solva bei Leibnitz zeigt "6.000 Jahre steirische Keramik".

Nach Umbau nun Sonderausstellung "6.000 Jahre steirische Keramik" zu sehen

Leibnitz - Die südsteirische Römersiedlung Flavia Solva bei Leibnitz, ein Teil des Universalmuseums Joanneum, ist der Öffentlichkeit am Wochenende in neuer Form präsentiert worden. Die Umgestaltung erlaubt nun eine kostengünstigere Präsentation, da aus dem Museumspavillon eine begehbare Vitrine wurde, die kein Personal braucht.

Nachdem die Schließung, die aus finanziellen Gründen im Raum stand, abgewendet werden konnte, wurde nun die Neugestaltung des Römermuseums eröffnet. Die Vitrinen sind von außen jederzeit zugänglich, im Inneren des Gebäudes befindet sich ein Cafe. Ein Teil der freigelegten römerzeitlichen Grundmauern wurde restauriert, die stark in Mitleidenschaft gezogenen Bereiche zugeschüttet und dadurch geschützt. 

Mauerverlauf verdeutlicht

Der Verlauf der Mauern in diesem Bereich wurde durch Metallbänder erkennbar gemacht. Frei sichtbar blieben die Grundmauern von Raum 7, einem kleinen Einzelgebäude mit einer Fußbodenheizung, und die unter dem Museumspavillon liegenden Räumlichkeiten, die entlang einer der Hauptstraßen der Stadt ausgerichtet waren und vielleicht als Verkaufsläden gedeutet werden können.

Ein Teil des Museums soll Sonderausstellungen vorbehalten bleiben. Derzeit ist ein Überblick über "6.000 Jahre steirische Keramik" zu sehen. Der Umbau kostete 400.000 Euro, 360.000 Euro kommen vom Kulturressort unter Landesrat Christian Buchmann und stammen aus einem EU-Förderprogramm. Die restlichen 40.000 Euro stammen vom Universalmuseum Joanneum und dem Bundesdenkmalamt.

Keramiken

In der Steiermark gibt es zahlreiche Lagerstätten von Tonen unterschiedlicher Beschaffenheit. Über Jahrtausende wurden daraus Hafnerwaren hergestellt, die in Haushalten aller Gesellschaftsschichten verwendet wurden. Die Verwendung bestimmter Gefäße ist ein wichtiger Datierungshinweis für alle nicht-schriftlichen Kulturen. Die Sonderausstellung "6.000 Jahre steirische Keramik" zeigt die Entwicklung der steirischen Keramik von der Steinzeit bis in die Gegenwart im Überblick. (APA/red, derStandard.at, 30.7.2012)


Link
Römermuseum Flavia Solva
(Ausstellung "6.000 Jahre steirische Keramik" bis 3. Februar 2013)

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2 Postings

nett.
noch ein grund mehr, dort wieder mal urlaub zu machen.
danke für den hinweis!!!

und die konditorei koppitz aus strass, die das cafe betreibt, hat dazu wirklich gute mehlspeisen

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