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Wertvolles Gut im Mund.
Wien - Jahr für Jahr stehen tausende Patienten vor der Qual der Wahl: Sollen sie die natürlichen Zähne retten und eine Wurzelkanalbehandlung durchführen lassen oder soll der Zahn entfernt und durch einen künstlichen Zahn ersetzt werden? Die European Society of Endodontology (ESE) rät jetzt: Nicht vorschnell handeln und auch die Langzeitauswirkungen bedenken. Oft werden Zähne, die durch eine Wurzelkanalbehandlung gerettet werden könnten, einfach durch ein Implantat ersetzt. Zwar hätten beide Behandlungsmethoden ihre Vorteile, im Zweifel sei es jedoch immer ratsam, die Rettung des natürlichen Zahns dem künstlichen Ersatz vorzuziehen.
Rettung häufig möglich
Noch immer werden in Europa Millionen Zähne gezogen. Unnötig, denn in sehr vielen Fällen könnten Wurzelkanalbehandlungen diese Zähne retten. In erster Linie sollten Implantate als Ersatz für bereits fehlende Zähne und nicht als Alternative zum natürlichen Zahn gesehen werden. Daher sollte die Frage nicht "natürlicher versus künstlicher Zahn" lauten, sondern viel mehr "zahnlos versus Implantat".
Eine qualitativ hochwertige Wurzelkanalbehandlung kann den Zahn bei guter Mundhygiene und anschließend adäquater Versorgung ein Leben lang erhalten. Auch wenn Implantate zweifellos eine gute Lösung für fehlende Zähne darstellen, ist diese Methode nicht unbedingt erfolgreicher als Wurzelkanalfüllungen in natürlichen Zähnen. Allerdings stehen bei Implantaten kontinuierliche Nachsorge und Folgekosten, um deren Erhalt zu gewährleisten, an der Tagesordnung. Es liegt auf der Hand, dass Patienten den Erhalt ihres natürlichen Zahns einer künstlichen Alternative stets vorziehen sollten. (APA, 30.7.2012)
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Mir ist mein wurzelbehandelter Zahn gestern gebrochen, war in der Zahnklinik und hab einen Termin für nächste Woche, wo mir der Zahn endgültig entfernt werden soll. Als Resultat steht mir wohl entweder ein Implantat - und das wohl mit Kieferknochenrekonstruktion - oder eine Brücke bevor. Was ich beides nicht so spitze finde, die Kosten jetzt mal außer Acht gelassen. Abgesehen davon, mir eine zweite und dritte Meinung einzuholen, gib es sonst noch Möglichkeiten was ich machen kann?
Vielen Dank!
ps: dienliche Zahnarztempfehlung sind herzlichst willkommen...
Die weitere Alternative wäre ein prothetischer Zahnersatz mittels Teilprothese. Ist die kostengünstgste Variante, allerdings muss man eben bereit sein, einen abnehmbaren Zahnersatz zu tragen. Wenn die Kosten tatsächlich außer Acht gelassen werden können ist das Implantat dann ideal, wenn die Nachbarzähne völlig gesund sind. Sind diese aber auch schon mit Füllungen versorgt ist die Brücke eine echt Alternative, weil dann die bedürftigen Nachbarn gleichzeitig mit Pfeilerkronen versorgt werden. Ist also letzten Endes ökonomischer. Falls ein Zahnengstand besteht wäre sogar noch eine kieferorthopädische Lösung denkbar.
Was wird da verglichen? Das ist eine Aufzählung der Möglichkeiten. Wasletztlich gemacht wird muss jeder für sich entscheiden. Kann man aber nur, wenn man diese auch kennt. Außerdem ist die Therapiewahl nicht unwesentlich vom parodontalen Zustand des Restgebisses abhängig, somit nur in zusammen mit dem Behandler.
Ja, stimmt natürlich.
Aber vom Tragekomfort, von der Reinigung und vom Biss sind meiner Ansicht nach Brücke / Implantat nicht mit Einsteck-Gebissen vergleichbar.
Vom Preis her aber leider auch nicht.
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Der Zustand der anderen Zähne sagt ja nur, ob man mehr oder weniger zu sanieren hat. ;-)
Auch nicht so lustig sind künstliche Zahnkronen. Bei meiner entzündet sich ständig das Zahnfleisch.
Ob ich brav Zahnseide benutze? Auf jeden Fall! Und zwar genauso, wies mir der Zahnarzt gezeigt hat. Nützen tuts nichts. /:
Total blöd. Denn so kann ich jetzt wieder nur auf einer Seite kauen - eh so wie vorher, als der Zahn noch nicht behandelt war.
Wenn's wirklich so ist, dass die Mundhygiene stimmt und das Zahnfleisch daneben sich immer wieder entzündet liegt's an der Krone. Entweder passt sie nicht wirklich bündig oder Sie vertragen das Material, aus dem sie besteht, nicht. Beides müssen Sie mit Ihrem Zahnarzt abklären, in beiden Fällen brauchen Sie eine Neue.
aber das Blödsinn.
Amalgamplomben halten bei guter Verarbeitung viele Jahre ohne Probleme.
Früher oder später wird jede Füllung undicht.
Außerdem hat Amalgam den Vorteil, dass das Zeug antibakteriell wrkt und somit Fehlern des ZA etwas vorbeugt.
Gut, dass auch der Zahnarzt immer etwas vom Quecksilberdampf beim Rausbohren der Plomben abbekommt. Gehirnschaden=Berufskrankheit.
Man muss schon auch Verantwortung fuer sein Handeln uebernehmen, nicht nur Geld!
Habe Statistiken/Studien wieviele Wurkelkanalbehandlungen in Oesterreich 'sauber' durchgefuehrt sind, gelesen. Das Ergebnis ist ernuechternd. Entzuendungen, Zysten und Zahnverlust sind die Regel und dauerhafter Zahnerhalt die absolute Ausnahme. Das gleiche gilt fuer Zahnimplantate.
Eine unabhaengige, oeffentlich einsichtige Liste von Zahnaerzten und deren Erfolgsstatistiken bei diesen Behandungen ist ein Patienten(Konsumenten)recht, und ist zu fordern.
das hauptproblem sehe ich in der mangelnden bereitschaft der ärzte zur aufklärung. alles muss nur schnell, schnell gehen, und man muss schon immens drängen um gscheite auskünfte zu bekommen.
bin schon des öfteren bei behandlungen und auch spitalsaufenthalten eingfahrn, das beste ist immer sich auf alles vorzubereiten. im internet kriegt man eh schon viele infos, die man für fragen zusammenstellen kann.
tja.. wenns nur so einfach wäre.. hatte einen wurzelkanalbehandelten zahn, sprich tot. dann ist er ohne dass ich sagen könnte wodurch, frakturiert und musste gezogen werden... natürlich können die dinger lange halten.. aber sie sind leider auch spröde.. besser gewissenhaft putzen :D
...entzündung eines wurzelbehandelten zahn, 2 monate quälende dauerschmerzen - 3 wochen mit "offenem" (also aufgebohrt mit gifteinlage) zahn herum gelaufen - in dieser zeit nur flüssignahrung möglich gewesen. erst der dritte zahnarzt erbarmte sich endlich und hat ihn gerissen - die anderen meinten nur "nein, den reiße ich nicht, den kann man noch retten" - völlig egal, ob man aufgrund der schmerzen bereits völlig am sand war...seither implantat und gut ist´s.
denke also nicht, dass man da pauschale aussagen treffen kann, kommt denk ich eher auf den einzelnen fall an.
hab grad eine entzündung eines wurzelbehandelten zahns, da baut sich der knochen drunter ab. hab diesbzgl nun zu hören bekommen: "der sollte gerissen werden weil der fällt sowieso bald raus, danach sollte man ein implantat reinmachen".
s**t denk ich mir, aber der herr dr. wirds schon wissen, und in der uni zahnklinik wird er mir das wohl nicht aus reiner profitgier raten.
Nun bin ich danach aber in eine andere abteilung spaziert, weil ich mal wissen wollte was laserbehandlungen so kosten.
und was sagt mir da ein herr dr. nach einem kurzen blick auf mein röntgenbild? "das schaut ja eh recht gut aus für eine wurzelrevision". und auf die 1. diagnose vom kollegen angesprochen:
"das war sicher ein kieferchirurg, die wollen immer gleich reißen"
Wurzelkanalbehandlung/Wurzelbehandlung... zwar fällt mir jetzt auf die Schnelle kein griffigerer Begriff ein, trotzdem finde ich den aktuellen etwas irreführend, ich musste zweimal fragen, als ich fast davon betroffen war: 'Der Zahn ist dann schon tot, oder?'
...aber dadurch ist der Zahn dann hohl und bricht relativ leicht, nicht nach ein paar Wochen oder nach ein paar Monaten, aber nach ein paar Jahren, und dann steht man da mit einem (meist diagonal) abgebrochenen Zahn und muss ihn erst recht ziehen lassen.
Ist mir mittlerweile bei 2 Zähnen passiert.
Trotzdem würde ich auf keinen Fall sofort ein Implantat machen lassen, sondern darauf warten, bis der wurzelbehandelte Zahn tatsächlich bricht.
Vielleicht hab' ich ja irgendwann einmal Glück und er bricht nie...
Ich hatte einen wurzelresezierten Zahn 15 Jahre lang bis er durch massive Gewalteinwirkung (Unfall mit Schlag gegen den Zahn) an der Krone abgebrochen ist - wie der gesunde Zahn daneben auch :)
Also, wurzelbehandelte oder gar -resezierte Zähne *können* durchaus lebenslang halten!
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