U6-Station Josefstädter Straße: Renovierung der Außenfassade beginnt

  • Die renovierte Halle der U6-Station Josefstädter Straße ist seit Anfang Juni wieder begehbar.
    foto: wiener linien/zinner

    Die renovierte Halle der U6-Station Josefstädter Straße ist seit Anfang Juni wieder begehbar.

Unter anderem werden die Bahnsteigdächer erneuert und die Fenster ausgetauscht

Wien - Die Sanierung und Renovierung im inneren Bereich der U6-Station Josefstädter Straße sind vollständig abgeschlossen, berichten die Wiener Linien in einer Aussendung. Nun soll bis zum Jahresende auch die Außenfassade des Stationsgebäudes umfangreich saniert werden. Im Zuge dessen werden etwa die Bahnsteigdächer modernisiert und die Fenster ausgetauscht.

Begonnen hatten die umfassenden Sanierungsarbeiten vor rund einem Jahr, nachdem die von Otto Wagner gestaltete Station wegen massiver Einsturzgefahr vorübergehend gesperrt worden war. Mittlerweile wurden die Stiegen-Aufgänge und die Bodenfliesen neu gestaltet sowie die Stationshalle saniert. Nach mehreren Monaten, in denen die U6-Haltestelle nur über einen provisorischen Außenzugang errreichbar war, ist die 110 Jahre alte Station seit Anfang Juni wieder über die gewohnte Halle zugänglich.

Der Abschluss der Renovierungsarbeiten, die in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt erfolgen, wird für den Sommer 2013 erwartet. Da die klassische Otto-Wagner-Station unter Denkmalschutz steht, seien die Vorgaben hinsichtlich Bauweise und Materialwahl groß, so die Wiener Linien. (red, 30.7.2012)

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25 Postings

Das Gebäude mag ja von Otto Wagner gebaut sein und unter Denkmalschutz stehen.
Für mich Fakt ist aber, dass sämtliche alte Stationsgebäude, heutigen Anforderungen nicht genügen.
So ist es nicht möglich Rolltreppen einzubauen, bzw. die Stationen auch wirklich behindertengerecht zu gestalten.
Um das Geld hätte man wohl ein feines neues Stationsgebäude errichten können, optisch an das alte angepasst, aber dafür auch moderner und funktioneller.

Rolltreppen sind ebenfalls nicht behindertengerecht.
Daher wurden in die neuesten auch gar keine eingebaut.
Daüfr gibts Lifte, die aber auch in sämtlichen Otto-Wagner Stationen Platz gefunden haben.

Die Lifte sind aber für Personen mit Behinderung viel zu klein dimensioniert, da ja auch normale Zweibeiner mit einsteigen.
Ein Kinderwagen und ein Rollstuhl gehen sich jedenfalls fast nicht aus. Absolutes Fail.
Und Rolltreppen für Personen die vielleicht nicht behindert aber schwer mit Koffern od. Einkaufstaschen bepackt sind, wären auch kein Fehler gewesen.

Rolltreppen werden auch in neuen Stationen nicht mehr unbedingt eingebaut (da sie hohe Betriebskosten verursachen), und Aufzüge gibts ja. Was ist sonst nicht behindertengerecht?

Aus meiner Sicht ist es falsch keine Rolltreppen einzubauen.
Wenn der Lift nicht funktioniert, ist es für Personen, die nicht gehen können, Kinderwägen etc. schwierig die Ebene zu wechseln.
Die Stufen in den U-Bahn Stationen sind eher "Vogelspriesserl".
Erst vor kurzem hab ich mir auch meinen Fuss verletzt an diesen Miststufen.

was hat ein rollstuhlfahrer von einer rolltreppe?

Kinderwägen dürfen nicht auf Rolltreppen transportiert werden!

hoffentlich wird auch der vorplatz überarbeitet. der asphaltplatz mit steinplattenmuster schaut hässlich aus und er wurde durch die gerüste zudem noch in mitleidenschaft gezogen.

Man kann gespannt sein, ob die historische Mörtelzusammensetzung wieder zur Ausführung gelangt oder "nachempfunden" wird.

Gerade die Wahl der Zuschlagstoffe der historischen Putzmörtel war mit verantwortlich für das besondere finale Aussehen der Stationen und nicht zuletzt auch für die durchaus lange Standzeit der Originalsubstanz, was bei diversen Plomben nicht mehr so ist.

Erneuerte Stiegenanlage entspricht nicht mehr der ÖNORM für behindertengerechte Gestaltung öffentlicher Gebäude!

Eines muss man den Wiener Linien lassen: Sie haben es geschafft, trotz millionenteurer Renovierungsarbeiten, eine an sich großzügige Stiegenanlage mit "Stolperfallen" zu versehen: Denn die vorgezogenen "Nasen" dieser Stiegen stellen eindeutig eine vermeidbare Beeinträchtigung dar, wie aus zahlreichen Publikationen der Behindertenverbände klar hervorgeht.
Dabei müssten die Wiener Linien selbst es besser wissen, denn zahlreiche andere Otto-Wagner-Stationen sind bereits seit Jahren mit verbesserten, ÖNORM-gerechten, geraden Stiegen ohne störende historisierende "Nasen" umgerüstet worden. Schade um die teure Verschlechterung für die betroffenen Fahrgäste!

Ist das wirklich so ein Problem? Es sind doch ohnehin alle Stationen mit Liften ausgestattet. Wer mit diesen "Nasen" nicht zurecht kommt, kann praktisch ohne Zeitverlust per Lift zum Bahnsteig hinauf.

Man vergleiche das einmal mit vielen anderen großen öffentlichen Netzwerken in Europa.

Klar ist das ein Problem, wenn öffentliche Geldern nicht sparsam und zweckmäßig eingesetzt werden.

Der Tipp "ohne Zeitverlust" den Lift zu nehmen ist wohl ironisch gemeint. Die Hauptlast der Verkehrsströme muss auf jeden Fall über die Stiegenanlagen abgewickelt werden. Und diese Stiege entspricht trotz jahrelangen Umbaus und hoher Kosten nicht einmal der ÖNORM B1600, deren Anwendung keine Mehrkosten verursacht hätte.

Die Wagner-Stationen

stehen unter Denkmalschutz. Vielleicht hat das was damit zu tun?

Otto Wagner war durch eine Behinderung leicht gehbehindert und legte daher bei seinen Bauwerken besonderes Augenmerk auf komfortabelste Treppenanlagen.

Ob jetzt die ÖNORM gerade Setzstufenverläufe vorschreibt oder nicht ist im Fall des Denkmalschutzes gleichgültig.
So nebenbei die zusätzlich errichteten Treppen bei diversen Stationen (z.B. denen in Tieflage) sind weit nicht so angenehm zu begehen wie die historischen.

Weiss wer, was mit dem Cafe Carina ist/wird?

War eine nette Location für Musik und Gürtelstreuner der netten Art.

Laut Presse soll das in ein paar Monaten wieder dort aufsperren

Cafe Carina

sollte im November wieder aufsperren können.

es wird nicht lange dauern

bis wieder massenhaft umweltferkelnde mitmenschen ihre schuhsolenabdrücke an der fassade hinterlassen werden. es ist ja auch usus sich nicht auf die sitzflächen von wartebänken zu setzen, sondern auf deren lehnen, damit die dreckigen treter auf der sitzfläche abgestellt werden können. offenbar machen das die menschen heutzutage auch zu hause? schade um jede restaurierung...

"Bodenfliesen neu gestaltet"

die wurden überhaupt nicht neu gestaltet. die hat man einfach herausgerissen und mit diesem grauslichen teerboden ersetzt. das ist eine schande.

Finde den Bodenbelag auch mies, gehe aber davon aus, dass der Belag nur temporär gelegt wurde und wieder durch Fliesen ersetzt wird - so ist zumindest die heutige ORFon-Meldung zu interpretieren...

ich fordere: Bodenfliesen für alle U-Bahn-Stationen!

Das würde den Alltag gleich viel weniger Grau machen

Ich hoffe, da werden auch gut gedämmte

dreifach isolierte Fenster verwendet! Wegen dem Energieausweis fürs Gebäude. ;-)

..

damit es die Wartenden im Winter schoen warm haben und vom Autolaerm geschuetzt sind.. :DDD

So dumm es klingt ..

es wäre schön wenn die gebrochene fensterscheiben schnell ausgetauscht werden ... der wind zieht durch die offenen stellen wie nur was ... ist mir letztes jahr im winter extrem aufgefallen.

Und ja mir ist klar das da in der mitte gleise durchgehen. Liegt wahrscheinlich an der Lage am Gürtel oder so.

für sibirische Großwetterlagen und Polarlufteinbrüche, vor allem spürbar in den offenen Stationen der Linie U6, empfehle ich:

http://tinyurl.com/c8kpppu

robust und bewährt seit sicher mehr als 100 Jahren! :DD

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