Biopionier: Lebensmittel werden massiv teurer

  • Biopionier Lampert: "Österreichs Bauern erhalten anständige
Preise, auch die Biobauernzuschläge sind sehr anständig."
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    Biopionier Lampert: "Österreichs Bauern erhalten anständige Preise, auch die Biobauernzuschläge sind sehr anständig."

Die Preise in Österreich waren laut "Ja! Natürlich"- und "Zurück zum Ursprung"-Macher Werner Lampert immer "bauernfreundlich"

Wien - Nahrungsmittel werden sich in Europa in den kommenden Jahrzehnten massiv verteuern, warnt der "Biopionier" Werner Lampert. In 20 bis 30 Jahren werde es große Probleme bei der Versorgung mit Lebensmitteln geben, deshalb müsse man trachten, "damit uns die österreichische Landwirtschaft in 20, 30 Jahren noch ernähren kann", sagte Lampert in einem Interview mit den "Salzburger Nachrichten". Lebensmittel würden einen "ernsthaften Echtpreis" bekommen, bei Fleisch werde dies das Drei- bis Vierfache im Vergleich zu heute sein, so Lampert. Teils würden heute schon vierfache Preise gezahlt, nicht hierzulande, sondern von den "Menschen in Südamerika".

Preise gerechtfertigt

Die Preise in Österreich seien immer "bauernfreundlich" gewesen, so Lampert zur Zeitung: "Österreichs Bauern erhalten anständige Preise, auch die Biobauernzuschläge sind sehr anständig." Aber eine Debatte, dass Lebensmittel bei uns "zu teuer" seien, sei "absurd".

Vergleichbare Biomarken-Erfolgsstorys wie in Österreich - Lampert hat zwei Marken selbst mit aufgebaut -, gebe es anderswo nicht, hatte der Biopionier am Donnerstag in den "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) erklärt: "Das ist grundsätzlich schon ein österreichisches Phänomen. Im Verhältnis zu anderen Ländern ist der Wunsch nach qualitätsvollen Lebensmitteln bei uns sehr ausgeprägt."

In Österreich hat Lampert die Biomarken "Ja! Natürlich" (für Rewe) und "Zurück zum Ursprung" (für Hofer) aufgebaut. (APA, 29.7.2012)

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