Unwetter: 36 Passagiere saßen in Gondeln der Kreischbergbahn fest

29. Juli 2012, 16:02
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Umgestürzter Baum warf Seil von den Rollen - Fahrgäste nach fast zwei Stunden unverletzt geborgen

Graz - Schwere Unwetter haben am Sonntag im Bezirk Murau 36 Passagieren der Kreischbergbahn bange Minuten beschert: Ein Baum war auf die Anlage gestürzt und hatte ein Seil aus der Führung springen lassen. Erst nach etwa eindreiviertel Stunden, als das Unwetter nachgelassen hatte, konnte nach notdürftiger Reparatur die Tal- bzw. Mittelstation angefahren werden. Sämtliche Passagiere blieben unverletzt und wurden vom Roten Kreuz erstversorgt.

Um die Mittagszeit waren schwere Unwetter im gesamten Bezirk niedergegangen. Dabei war ein Baum umgeknickt und zwischen dritter und vierter Stütze auf die Seilbahnanlage gestürzt. Das Seil wurde von den Rollen gerissen, die Folge war ein Notstopp der gesamten Anlage. Sofort wurde ein Evakuierungsplan in Kraft gesetzt, Bergrettung, Rotes Kreuz, Feuerwehr und Hubschrauber angefordert. 

Reparatur erfolgreich

Die Betriebsleitung der Kreischbergbahn wartete das ärgste Gewitter ab und begann dann mit der Reparatur. Tatsächlich gelang es, das Seil wieder in die Führung zurückzubringen und die Gondeln mittels Notantrieb in die Tal- und in die Mittelstation zu fahren. Dort konnten dann kurz nach 14 Uhr alle Passagiere wieder aussteigen.

Das Unwetter mit Starkregen und Hagel führte im Bezirk zu Murenabgängen und Überflutungen. Mehrere Straßen wie die Murauer Straße (B97) und die Murtalstraße (B96) mussten gesperrt werden, die B97 war durch eine Mure verlegt. Rund 300 Feuerwehrleute waren zwischen St. Ruprecht und Steirisch-Laßnitz mit dem Auspumpen überschwemmter Keller beschäftigt. (APA, 29.7.2012)

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    Ein Baum war auf die Anlage der Kreischbergbahn gestürzt und hatte ein Seil aus der Führung springen lassen.

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