Hamilton, der Souverän von Budapest

Der Brite und sein McLaren dominierten den GP von Budapest, nach dessen Ende Sebastian Vettel, der Rote Bulle, gar nicht hellauf begeistert gewesen ist. Denn: "Man kann ja nicht drüberfliegen!"

Budapest - Lewis Hamilton, der Weltmeister von 2008, und sein Auto, der McLaren, dominierten Ungarn wie sonst vielleicht nur Victor Orban. Von der Pole-Position an - die 150. in der McLaren-Geschichte - ließ der Brite keinen Zweifel daran, wer hier das Sagen hat. Am Ende hatte es dann den Anschein, es könnte eng werden, aber auch das war im Rahmen der Taktik. Kimi Räikkönen, Weltmeister von 2007, kam dem Dominator auf dem Hungaroring nur nahe. Mehr nicht.

Nicht einmal nahe kam ihm Sebastian Vettel, der Weltmeister von 2012 und 2011. Der Rote Bulle startete als Dritter, verlor gleich einmal einen Rang und beendete die Sache dann als Vierter, noch hinter Räikkönens Lotus-Kollegen, dem Franzosen Romain Grosjean. Hinter Vettel platzierten sich der WM-Führende Fernando Alonso und sein Ferrari, die zum 23. Mal en suite punkteten.

Der Rest der Saison - neun Rennen sind das noch - verspricht also finale Spannung. Alonso führt mit 164 Punkten vor Vettels Red-Bull-Kollegen Mark Webber (124/Achter in Budapest), Vettel (122), Hamilton (117) und Kimi Räikkönen (116).

Für Lewis Hamilton war der ungarische Sonntag "ein unglaublicher Tag". Und auch Kimi Räikkönen, der ja, was den verbalen Ausdruck betrifft, so wie jeder Finne als Hutschenschleuderer durchgehen könnte, brummelte: " Zweiter ist ausreichend." Sein Stallkollege Grosjean empfand den GP dagegen erwartungsgemäß als "ein fantastisches Rennen!".

Sebastian Vettel erklärte zwar tapfer, er wäre keineswegs "wirklich enttäuscht". Andererseits sei das alles irgendwie "einfach blöd". Und zwar dann vor allem, "wenn man sich anderthalb Stunden bei dieser Hitze abkämpft und dann die ganze Zeit im Verkehr feststeckt, man kann ja auch nicht drüber fliegen".

Werbetechnisch war das ein ausgesprochen kontraproduktiver, quasi firmenschädigender Sager, dem er aber eh eine bemerkenswerte Entschuldigung vorangeschickt hatte. "Ihr könnt nicht erwarten, dass ich hellauf begeistert bin." Das tat - Hand aufs Herz - eh niemand.

Michael Schumacher - ja, der - war auch nicht hellauf begeistert. Bei Start würgte er den Motor seines Mercedes ab, neun Runden vorm Ende bog er in die Box ab. "Da ist eben alles zusammengekommen."

Jetzt ist einmal vier Wochen Sommer. Dann geht es in Belgien weiter. Am 2. September beginnt in Spa das Saisonfinale. (wei, DER STANDARD, 30.7.2012)

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Der Souverän von Budapest.

Na, das hat Budapest aber nicht verdient, daß so ein überbezahlter Fratz sein Souverän sein soll.

Kimi,Zeit für den ersten

Sieg nach dem comeback.

alles andere als der comebacksieg in spa wäre eh irgendwie falsch gewesen.

Vettels Helmdesign beim nächsten Rennen:

Eine Prinzessin auf der Erbse. Vielleicht mit einer Marko-karikatur als Prinzessin?
Wenn er diese Art der Selbstironie beherrscht, kann er sich die zuletzt verscherzten Sympathien vielleicht wieder zurückholen. Alonso hat´s ja auch gelernt, Hamilton auch.
So nervt er nur. Und der Marko auch.

Kann ja sein, daß er dich nervt.

Mich nerven die, die den Vettel nerven. Gell.

Beeindruckend was lotus in so kurzer zeit geschaft hat hoffentlich hoken sie jetzt auch nal den sieg.

ok - ich bin nicht aus wien ...

was soll bitte in dem verwendeten zusammenhang "Hutschenschleuderer" bedeuten?

danke schonmal für die aufklärung...

Sinnloses Gebrabbel eines Thurisazes.

Hutschenschleuderer nannte man seinerzeit die Typen, die die Todesschaukeln im Prater angeschupft haben. Heute geht das alles viel elektrischer, höher, schneller, besser etceteraetceterablablabla...........

gar nichts, sinnfreies Gebrabbel.

Hutschenschleuderer soll Schmähführer bedeuten.

Abschliessender Kommentar

aus der ORF-Kabine:
Alonso und Vettel sind wohl momentan die besten Fahrer im Feld.

Vettel? Jener Vettel der die Box anfleht sich was einfallen zu lassen, weil er an Button nicht vorbeikam?

Eh, und der Sieger ist ein Mitläufer.

Manchesmal sind´s a bisser "waach in da Bian" unsere zwei. Aber sonst find´ich ihre Arbeit OK.

Jener Alonso der seinen Stallkollegen per Funk zum überholen lassen verpflichtet?

beide agieren, das ist was man sich erwarten kann. da ist es schon eher bedenklich wenn smedley massa erklären muss, wie er zu fahren hat.
dies nur mal, um auch die andere seite zu zeigen.

eigentlich wiedermal ein guter gp...

vorallem taktisch hat sich einiges getan.
für mich die männer des rennens:
kimi! (super manöver gegen grosjean, in den richtigen momenten gas geben, in den richtigen momenten reifen gespart, gute taktik) und
don alonso! (generelle schadensbegrenzung, geiles beinahe außen mit alten reifen überholt manöver gegen die vettelmaus mit frischem reifen)
ahja. und webber war eigentlich auch nicht schlecht für das verhaute q2...

GO Kimi......

man of the race:

Michael Schuhmacher!

mit diesem Lotus würde Kubica Weltmeister werden ...

nein eher nicht, er war zwar nie langsam aber konnte den heidfeld auch nicht immer in schach halten.
den HEIDFELD!!

Aus Ihm wär eher so ein guter B-fahrer geworden.
Als nummer 2 neben alonso perfekt.

oho

er konnte Heidfeld immerhin deutlich besser in Schach halten als der Raikkönen damals!

die guten alten sauberzeiten

schön wars...

ja, nur der vergleich ist ein bisschen wild. auf der einen seite mercedes-junior heidfeld der durch f3 und f3000 gezogen wurde, auf der anderen seite raikkonen nach gerade mal 23 formel renault rennen und daher mit superlizenz auf probe.

und von "deutlich besser in Schach halten" war trotzdem keine rede, darauf wollte ich hinaus.

man sieht die fahrerwertung

...und denkt sich: wie zur hölle baut einer einen wm-vorsprung von 40 punkten auf? in dieser durchgemischten saison? mit diesem auto? mit diesen unberechenbaren reifen?

die antwort muss im sinne des restlichen fahrerfeldes wohl lauten: der weltmeister von 2012!

mit diesem auto? das auto ist alles andere als schlecht. das noch immer als argument herzunehmen ist etwas naiv.

alonso kann gut fahren, keine frage. aber sein auto ist sicher nicht mehr schlecht.

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