Nokia baut keine Handys mehr in Finnland

Das Unternehmen hat die Produktion in Salo eingestellt – 780 Mitarbeiter betroffen

Der angeschlagene Handykonzern Nokia zieht weitere Konsequenzen und stellt die Handy-Produktion in Finnland ein. Die letzte Fabrik des Herstellers in Salo soll im September geschlossen werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

780 Mitarbeiter betroffen

Die Produktion sei bereits vergangene Woche gestoppt worden. In der 1979 eröffneten Fabrik wurden unter anderem die ersten Windows-Phone-Smartphones sowie die Modelle N8, N9 und E7 produziert. Die Maßnahmen sind Teil einer massiven Kostenreduzierung, die das Unternehmen im Juni angekündigt hatte. Weltweit sollen 10.000 Stellen gestrichen werden. Alleine in Salo sind 780 Mitarbeiter betroffen.

Scharfer Sparkurs

Nachdem Nokia für das vergangene Quartal einen Verlust von 1,41 Milliarden Euro gemeldet hatte, war der Konzern von den Rating-Agenturen Fitch und Moody's herabgestuft worden. Mit den scharfen Spaßmaßnahmen will Konzernchef Steven Elop das Unternehmen wieder auf Kurs bringen.

Strategiewechsel

Auch mit dem Start der ersten Smartphones mit Windows Phone 8 im Herbst hofft Nokia auf eine Trendumkehr. Dafür ändert das Unternehmen auch seine bisherige Strategie, neue Modelle über möglichst viele Vertriebskanäle auf den Markt zu bringen. Stattdessen sollen wie berichtet Exklusivpartnerschaften mit wenigen Mobilfunkern samt Umsatzbeteiligung geschlossen werden. (br, derStandard.at, 29.7.2012)

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