Stöger und Ärztekammer setzen neue ELGA-Arbeitsgruppen ein

29. Juli 2012, 08:57

Wechselberger erwartet Ergebnis in sechs bis acht Wochen - Stöger: Start 2013 wichtig

Wien - In Sachen Elektronischer Gesundheitsakte (ELGA) gibt es Bewegung: Gesundheitsminister Alois Stöger (S) und die Spitzen der Ärztekammer haben bei einem Gespräch in der vergangenen Woche die Einsetzung neuer Arbeitsgruppen vereinbart. Wie Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger der APA erklärte, sollen sie nächste Woche mit ihrer Arbeit beginnen und in sechs bis acht Wochen zu einem Ergebnis kommen.

Damit wird sich das von Stöger zuletzt genannte Ziel, im Sommer einen Regierungsbeschluss zu erreichen, nicht ganz ausgehen. Er würde demnach frühestens im September mit seinem Gesetzesvorschlag in den Ministerrat gehen können. In seinem Büro wird diese neuerliche Verschiebung indirekt bestätigt: Wichtig sei, dass ELGA 2013 starten könne, hieß es auf Anfrage der APA. Beide Seiten verweisen jedoch darauf, dass es vor allem auf ein gutes Ergebnis ankomme und ein paar Wochen jetzt nicht entscheidend seien.

Eingesetzt wurden Arbeitsgruppen zu den Themen "Usability" und "Kosten-Nutzen". Bei ersterer geht es nach Angaben Wechselbergers darum, dass ELGA die Arbeit der Ärzte nicht erschweren dürfe, sondern im Gegenteil erleichtern solle. Bei zweiterer darum, dass die Kosten für das neue System nicht bei den Ärzten hängen bleiben dürften. Und schließlich sei die schon bestehende Arbeitsgruppe "Legistik" wiederbelegt worden, in der die Ergebnisse der inhaltlichen Beratungen in Gesetzestexte gegossen werden sollen.

"Aus unserer Sicht rührt sich etwas", zeigte sich der Ärztekammer-Päsident zufrieden. Es sei der Versuch erkennbar, einen pragmatischen Ansatz zu finden. Im Gesundheitsministerium zeigte man sich erfreut über diese positive Einschätzung der neuen Ärztekammerführung. Bisher hatte die Standesvertretung dieses Projekt ja massiv bekämpft. (APA, 29.7.2012)

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ch glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe (Teil 1)

Also lassen wir mal Zahlen sprechen!

Die gesamten öffentlichen Ausgaben für das Gesundheitswesen im Jahr 2010 betrugen 23.957 Mio €

Quelle (http://www.statistik.at/web_de/st... ndex.html)

Es wird erhofft mit ELGA 129 Mio. € einzusparen (im Jahr 2017 wobei diese Berechnung von vielen Seiten als zu hoch angesehen wird, aber lassen wir es mal dabei) Quelle (http://derstandard.at/131918196... inspielen)

Das bedeutet mit ELGA erhofft man sich bestenfalls Einsparungen von 0,5384% der gesamten öffentlichen Ausgaben im Gesundheitswesen!

ach 129 Millionen ist ihnen nichts wert?

na dann wird mir die Verschreibepraxis der Ärzte umso klarer.

"Zahlt eh die Krankenkasse" - nicht wahr?

Realtiv und Absolut

129 Millionen ist toll (absolut gesehen wenn Sie direkt in meiner Geldtasche aufzufinden wäre).

Realtiv gesehen kann man diese Summe leider vernachlässigen (wobei ein + nur erhofft wird)

Warum kann man es vernachlässigen?

Diese erhofften 129 Millionen sind nur ein Bruchteil allein der Steigerung der Gesundheitsausgaben eines Jahres (2009 - 29.055 Mio € / 2010 - 29.773 Mio € = 723 Mio €!!!)

Diese Einsparung ist daher im Verhälnis zur möglichen Auswirkung auf die Gesellschaft zu Vernachlässigen. Meine Forderung ist übrigens nicht einen elektronischen Gesundheitsakt zu verbieten. Ich fordere die wirklich freiwillige Teilnahme eines jeden Patienten

Welcher Grund spricht gegen ein OPT-IN? (Beispiel Norwegen - einfach Modell übernehmen)

ch glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe (Teil 2)

Oder anders ausgedrückt: Der Österreicher gibt pro Jahr 2857 € für seine Gesundheit aus (Private Ausgaben noch nicht berücksichtigt).
Mit ELGA „erhofft“ man sich einem Österreicher 15,4 € zu ersparen!

Und dafür wollen die einen Totalzugriff auf alle Krankenakten???? Auch hier stellt sich für mich die Frage warum man einen Zwang zu ELGA aufbaut? Warum nicht jeden Österreicher selbst entscheiden lassen indem er sich selbst zu ELGA anmeldet (also OPT-In)?

Da diese Berechnungen selbst durchgeführt wurden, bitte ich um Korrekturen im Falle eines Fehlers.

Muss denn jede Reform an den Ärzten scheitern?

Ich befürchte es wird wo schon so lange alles beim Alten bleiben.

Die Regierung wird genauso an der Mauer scheitern, die regelmäßig Ärzte für Eigeninteressen aufbauen, wie der letzte große Reformentwurf der Sozialpartner.

Am Ende werden Betragserhöhungen für alle stehen.
Oder anders ausgedrückt: Alle - von den Mindestrentnern angefangen - werden höhere Beiträge zahlen.

Die niedergelassenen Ärzte aber werden weiter Behandlungen doppelt und dreifach durchführen, weil sie ja nicht zentral aufscheinen und damit auch weiterhin doppelt und dreifach kassieren.

Die niedergelassenen Ärzte

machen nur einen bruchteil der gesundheitsausgaben aus. und dass sie sich nicht davon abbringen lassen, dass es unnötigen doppel"behandlungen" (was immer sie darunter verstehen) gäbe, spricht nicht für ihr urteilsvermögen. mein lieber, wenn sie mir mein einkommen neidig sind, dann setzen sie sich einen tag an meine stelle. danach können sie nachdenken, ob ich mein einkommen zurecht erhalte (ich sage: ja). oder sie satteln auf arzt um, wenn sie der meinung sind, uns fliegen die gebratenen tauben in den mund.

ach die Ausgaben für niedergelassenen Ärzte sind nicht zu vernachlässigen

vor allem wenn man die Folgekosten durch die Verschreibepraxis bedenkt.

PS: so viel schlechter als sie verdiene ich wahrscheinlich gar nicht; mit Neid hat das daher nichts zu tun.

dann ist es gier, was sie treibt, wenn sie meinen, dass sie zuviel krankenversicherung zahlen.

an sich will ich mich ja nicht auf ihr Niveau begeben

aber wenn sie schon persönlich werden und von Gier reden, sollten sie mit ein wenig Distanz ihre eigenen Postings betrachten.

Da es sie aber offensichtlich brennendes Interesse an meiner Motivation haben, mich hier zu Wort zu melden, will ich auch dazu gerne Stellung nehmen:

Es ärgert mich wenn es einer einzelnen - ohnehin nicht bevorteilten Gruppe - wie den niedergelassenen Fachärzten gelingt, stets nicht nur alle Reformen zu verhindern, sondern der Öffentlichkeit auch ein "Gschichterl" nach dem anderen hineinzudrücken.

Die "Reform" geht vor allem auf unsere Kosten

mit uns meine ich wir, die Nichtärzte, die Patienten.

Wir alle müssen millionenteure Investitionen in ein elektronisches System tragen, dessen Wirkung in Sicht auf Kostenersparnis überhaupt nicht belegt, sondern nur behauptet werden.

Eine lückenlose Einführung ist nicht möglich, weil ungesetzlich (Gott sein Dank!), daher völlig ineffektiv und ineffizient.

Und wenn dann unsere = auch Ihre Daten, einst an die Pharmaindustrie verkauft wurden, möchte ich nicht Ihr Wehklagen hören.
Beispiel siehe: http://orf.at/stories/2132885/ Noch so sichere Technik wird durch die Gier derer, die darauf zugreifen können, locker ausgehebelt.

wenn sei mein niveau nicht erreichen, lassen sie es doch einfach.

ihre dauernden beleidigungen, unterstellungen und falsche behauptungen hab ich einfach satt.
abgesehen davon, dass sie die zahlen, mit denen sie kommen, gar nicht verstehen, sie mittelwertstatistikmeister.

so wenig Selbstreflektion bei einem Akademiker

traurig.

Wenn sie nämlich nur ein wenig davon hätten, wüssten sie in welchen Postings " beleidigungen und unterstellungen" vorkommen.

Also nochmals durchlesen! Sie schaffen es und kommen drauf!

PS: Wenn ich ihnen durch Statistiken beweise, dass
sie keine Ahnung von der Materie haben, über die sie schreiben, sollten sie mir dankbar sein.

am ende werden beitragserhöhungen für alle stehen.

so wirds sein.
weil ein gesundheitssystem, welches bessere leistungen erbringen kann, auch mehr kostet. sie können auch nicht zum autohändler gehen, und sagen, ich hätt gerne einen audi a8, aber ich zahle ihnen nur den preis eines vw polo. und schon gar nicht können sie von ihm erwarten, dass er seine autos so billig hergibt, dass er am ende nichts mehr dran verdient.
a propos auto: eine gesellschaft, in der so viele teure schlitten herumfahren wie bei uns, sollte eigentlich keine diskussion über sozial verträgliche steigerungen der sv-beiträge führen müssen.

zahlen soll also die Mindestpensionistin

damit der "Gott in Weis" auch weiterhin die 180.000 brutto im Jahr an Geldern aus der Kasse verdienen kann (=statistischer Durchschnitt des offiziellen Einkommens der männlichen niedergelassenen Fachärzte).

genau das habe ich nicht gemeint.

zahlen sollen sie als gutverdiener. sie drehen mir das wort im mund um. und dann wundern sie sich und spielen beleidigt, wenn ich ärgerlich werde?

für die Oberlehrer

weis ist hier bewusst nicht weiß.

Ich "freu" mich schon auf ELGA

Beispiele gefällig:

Der Verkauf von Daten aus Exekutionsverfahren durch heimische Justizbeamte ist laut ARGE Daten der bisher größte Fall von Datenmissbrauch im öffentlichen Bereich in Österreich. Hinweise gab es schon länger, doch erst nach einigen Jahren flog der Fall auf. 13 Justizbedienstete werden nun wegen Amtsmissbrauchs und Verletzung des Amtsgeheimnisses angeklagt. Rund 700.000 Österreicher sollen von dem unrechtmäßigen Weiterverkauf betroffen sein...

Gelesen auf: http://orf.at/stories/2132885/

geldverschendung! und nur, damit der stöger sagen kann, er hätt was gearbeitet...

Kontrolle der Ärzte

Meiner Meinung nach ist ELGA ein sinnvolles Unterfangen da es zur Kontrolle der Ärzte beiträgt. Aus meiner persönlichen Erlebnissen weis ich das viele Ärzte nur Geld aus ihren Patienten machen wollen. Daher ist ELGA eine gute Sache.
Man sollte Neuerungen eher offen gegenüber stehen und dem Vortschritt eine Chance geben.

Trotzdem bin ich der Meinung das sich jeder Patient selbst aussuchen können sollte ob er bei ELGA dabei ist oder nicht. Ein zwang ist kontraproduktiv.

Kontrolle der Ärzte ist Sache der Versicherungen

In meiner ELGA sind aber MEINE Daten und ich denke nicht im Traum daran, diese Leuten anzuvertrauen, die mir nicht 100%-ige Sicherheit bieten können, diese aber - das Gegenteil wohl wissend - vollmundig und ohne je Konsequenzen befürchten zu müssen versprechen.

Ich weiß, auch jetzt gibt es diese Sicherheit nicht, aber sie beschränkt sich jene Ärzte, die zu dumm sind, Datenschutz richtig zu leben. Gefährlich wird's in der Kombination und die ist mit ELGA gegeben.

Wenn ein künftiger Arbeitgeber dann abfragen kann, warum Sie wie oft bei welchem Facharzt waren, werden die Befürworter vielleicht aufwachen. Es wird zu spät sein. OK, die Dümmeren posten das und vieles andere, was ihrer Karriere schädlich ist, jetzt schon in ihr Facebook...

die Versicherungen können die Ärzte heute nicht kontrollieren!

sie haben viel zu wenig Mittel dafür.

Ein untragbarer Zustand wenn man die stark wachsenden Kosten des Gesundheitssystems bedenkt.

Das sind heute schon 16% der Gesamtausgaben. Mehr als die allgemeine öffentliche Verwaltung (13%).

Also ich finde es beruhigend

wenn für das Gesundheitssystem Österreichs mehr ausgegeben wird, als für Beamtengehälter

wie kann ein künftiger Arbeitgeber ohne meine e-card etwas abfragen?
wieviele Ärzte/Arztinnen gibt es noch, bei denen man seine leiden nicht eh schon im vorzimmer ausbreiten muß , um überhaupt hinein zu dürfen?

und ja, Sie haben in einem Punkt Recht

Es ist unwürdig und ein Skandal, in wievielen Praxen man seine Leiden vor versammeltem Wartezimmer ausbreiten muss - das sind nicht die Ärzte meiner Wahl, aber oft hat man keine Wahl.

unwürdig?

geteiltet leid ist halbes leid!

wenn die menschen nicht so blokieren würden, wenns um menschliches wie krankheiten geht oder anderen problemen, wäre die gesellschaft nicht so damit beschäftigt, diese mit immer mehr geldern institutionen zu beheben!

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