Birnbacher: Martinz bestätigte Gespräch mit Dobernig und Scheuch

28. Juli 2012, 21:44
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FPK-Politiker verlangten 500.000 euro aus dem Millionenhonorar

Klagenfurt - Josef Martinz, Ex-Chef der ÖVP Kärnten und Angeklagter im Untreueprozess zur "Causa Birnbacher", habe bestätigt, dass es ein Gespräch zwischen Steuerberater Dietrich Birnbacher und den FPK-Landesräten Uwe Scheuch und Harald Dobernig gegeben habe. Das sagte Birnbacher in einem Interview, das in der  Sonntagsausgabe der "Kleinen Zeitung" erscheint. Birnbacher hatte vor Gericht von einem Gespräch mit Scheuch und Dobernig berichtet, in dem die beiden 500.000 Euro aus seinem Millionenhonorar zur illegalen Parteienfinanzierung verlangt hätten. Scheuch und Dobernig bestreiten diese Forderung.

Weiters sagte Birnbacher gegenüber dem Blatt, dass er inzwischen sein "ganzes Wissen" um die Causa mit den Zuständigen geteilt habe. Gegen die "Anwürfe und Anfeindungen" von Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) verwahre er sich. Der Steuerberater über den Landeschef: "Er demaskiert sich selbst, nachdem ich ihn schon vor einigen Monaten (...) drauf hingewiesen habe, dass es zu seinem Pflichtenkreis gehört, auch das Verhalten anderer Personen in der Kärntner Landesholding und in der Regierung kritisch zu hinterfragen. Mit Erstaunen habe ich seine Untätigkeit registriert."

Dörfler hatte Martinz und Birnbacher als "Lügenbarone" bezeichnet. Birnbacher überlegt mit seinem Anwalt deshalb eine Klage wegen übler Nachrede. In die "Causa Birnbacher" sei er nicht involviert, sagte Dörfler schon mehrfach gegenüber Journalisten - zuletzt im "Ö1"-Mittagsjournal am Samstag.

Landesrat Dobernig bestritt indes via Aussendung, dass es bei ihm zu Hausdurchsuchungen gekommen sein soll. Anderslautende Vermutungen seien falsch und würden geklagt. (APA, 28.7.2012)

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