Ein Todesopfer bei Mittelalterfest in Pöchlarn

  • Mittelalterlich gekleidete Festbesucher auf der Flucht.
    foto: apa/plutsch

    Mittelalterlich gekleidete Festbesucher auf der Flucht.

  • Chaos nach dem Sturm.
    foto: apa/plutsch

    Chaos nach dem Sturm.

Von Sturm abgerissene Äste stürzten im Schlosspark auf Zelte und Menschen

Pöchlarn -  Das durch Sturm ausgelöste Unglück bei einem Mittelalterfest in Pöchlarn (Bezirk Melk) von Samstagabend hat ein Todesopfer gefordert. Ein 51-Jähriger aus der Nibelungenstadt ist in der Nacht auf Sonntag im Landesklinikum St. Pölten seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte die NÖ Sicherheitsdirektion mit.

Ein heftiger Sturm hat am Samstag zu einem Unglück bei einem Mittelalterfest in Pöchlarn (Bezirk Melk) geführt. Dem niederösterreichischen Landesfeuerwehrkommando zufolge stürzten gegen 17.45 Uhr vom Wind abgerissene Äste eines mächtigen Ahornbaums im Schlosspark auf Zelte und Menschen. Die traurige Bilanz laut "144 - Notruf NÖ" nach mehr als dreistündigen Bergungsarbeiten: 13 Verletzte, davon fünf Personen (drei Männer und zwei Frauen) Schwerverletzte. Ein siebenjähriger Bub erlitt eine Gehirnerschütterung.

Gelände evakuiert

Einige Personen wurden unter den Ästen eingeklemmt, sie mussten von der Feuerwehr mit Kettensägen befreit werden. Ein Großaufgebot an Helfern von Rotem Kreuz und Arbeitersamariterbund sowie Ärzten aus der Umgebung stand im Einsatz. Neben mehreren Rettungsfahrzeugen wurden zwei Notarzthubschrauber und zwei Notarztwagen entsandt. Das Gelände wurde in der Folge evakuiert und gesperrt, die Menschen wurden vorübergehend in einer Turnhalle untergebracht.

Es habe zuerst nach einem "normalen" Gewitter ausgesehen, weshalb einige Besucher das Gelände verließen, schilderte Johann Ertl, Obmann der Wieselburger "Sturmfalken", die bei dem Mittelalterfest als Darsteller mitwirkten. Sie selbst zurrten noch die Zelte fest, als eine Bö bereits diverse Stände umwarf. Als dann große Äste eines riesigen alten Ahornbaums vom Sturm abgerissen wurden, "sind die Menschen um ihr Leben gerannt", so Ertl. Von seiner Gruppe kamen alle - "bis auf ein paar blaue Flecken" - unverletzt davon. (APA, 28.7.2012)

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Wer dabei war...

Also i muss an dieser Stelle meinen Senf dazugeben!

Wer von den Herrschaften, die hier so laut "Der Veranstalter is schuld!!!" "Die Gewitterfront war schon lang abzusehen!!!" und mein prsönlicher Vrarvorit:" Das Fest hätte viel früher evakuiert werden müssen!!!" war denn dort?!?
Lasst euch gesagt sein das es hir um Minuten ging!
und innerhalb von minuten eine Etscheidung zu treffen ist um einniges schwerer als hinterher den Schlauberger raushängen zu lassen...

ICH WAR DABEI!!! Und wenn ich nicht arbeiten müsste würde ich morgen dem zweiten Verstorbenen, übrigens einer der Veranstalter, auf seinem letzten irdischen Weg die Ehre geben! und das obwohl i ch ihn nicht persönlich gekannt hab

Wer ned dabei war sollte nicht groß reden...

Es is zwar gut und schön das so viele von euch so gute Ratschläge patat haben...

meine Frage: Wo wart ihr denn als es passiert ist?!?
Ich war dabei... und es war alles andere als schön!!!
wir wollten gerade wieder in den Park als es binnen Minuten von strahlendem Sonnenschein zu kohlschwarzem Himmel und von Windstärke 0 auf bis zu 120 umschwänkte...
Also sein wir uns ehrlich... Hinterher kann jeder gscheit reden.. aber vorher die richtigen Entscheidungen zu treffen... da schaut die Welt IMMEr anders aus...

eins noch: Betet für die Verstorbenen und ihre Hinterbliebenen und hofft das alle verletzten durch kommen werden!!!

Unwetter

Ich bin auch sehr viel draussen (vor allem in den Bergen) unterwegs und habe es mir zur Angewohnheit gemacht, jedes Mar VOR Abmarsch die Wetterkarten relativ genau zu studieren. Bisher ist nie was passiert, da ich eben ein vorsichtiger Mensch bin. Natürlich gehört auch immer eine Portion Glück dazu, aber man darf m.E. von den Menschen ein gewisses Maß an Eigenverantwortung einfordern. Mein Mitgefühl gilt natürlich allen dort verletzten Personen und mein Beileid den Hinterbliebenen.

Geh nimm dir deinen Nick zu Herzen und befolge den Rat

Dein verklausuliertes "SSKM" kannst dir hin stecken wo die Sonne nicht scheint

No wenn ich in die Berg geh, dann studier ich auch das Wetter vorher, ob es vielleicht gefährlich werden könnte.

Wenn ich an der Donau auf 150m Seehöhe ein Familienevent besuche, studier ich das Wetter allenfalls auf Regen oder Nicht-Regen.

Im Allgemeinen stürzen nämlich bei Kinderveranstaltungen nicht regelmäßig dicke Bäume um.

Mir tun die Opfer echt leid und wünsche baldige Besserung

ABER - ich hab bereits um 13 Uhr gelesen das es ab 18 Uhr zu heftigen Gewittern kommen wird. Unwetterwarnungen incl. In Zeiten des Internet und des Mobile phones incl. labiler Luftmassen sollte es nicht zu schwer sein das zu behirnen. Wenn jetzt grad in NÖ Heute ein Polizist sagt das es nicht vorhersehbar war dann frag ich mich schon was die eigentlich den lieben langen Tag so machen - sogar meine Versicherung hat mir bereits um 3 eine Unwetterwarnung für den ganzen Nö Raum geschickt ...

Nachdem ich unlängst einmal in den Morgennachrichten auf Radio Wien (!) eingeredet bekam, dass das Wetter in der Stadt großartig sein und noch superduper traumhafter werden sollte, während es zur selben Zeit noch verhältnismäßig frisch war und man über 8./9./19./21. Bezirk schwarzgraue Wolken sehen konnte, weiß ich, dass die Wetterprognosen und die Realität oft so viel miteinander zu tun haben, wie das Kronehoroskop mit meinem Leben.

Und erst letzten Mittwoch wurde ich bereits vormittags von den "vereinzelten Regenschauern am Nachmittag" bis auf die Unterflak nass.

Fazit: Wer der Hohen Warte und Konsorten blind vertraut, der verlässt wohl das halbe Jahr seine Wohnung nicht und rennt dafür die restliche Zeit mit Sonnenbrillen herum.

Ich kenne jemanden (zum Glück aber nicht persönlich), der vertraut der Hohen Warte nicht mehr:
http://www.youtube.com/watch?v=zBTmBjjKmxo

habe am handy 2 wetterberichte. beide sagen stets etwas anderes. und wenn ich auf zamg nachsehe (und mal nicht was nebuloses wie "sonnenschein bis regen" steht), habe ich hier eine dritte meinung und mitsamt dem standard habe ich dann die verwirrung endlich komplett. ach nein, da gibt es ja noch die radiostationen. so. auf welche dieser vielen wettervarianten soll man hören?

Tja

mich hat mein Opa gelehrt wie man das Wetter am Besten interpretiert - ich weiß zwar nicht was man da so lent an der Met. Uni. aber mit den Ratschlägen meines Opas bin ich immer gut "gefahren" Oft haben die Grosselten angerufen (als ich noch Kind war) und gesagt - "Du - da kommt was - bleib ja daheim" - ich hab gelacht weil es noch so schön war - a halbe Stunde später hab ich das Erste mal den FI wieder reindrücken müssen ...

Aufschreiben, hergeben.

... für den ganzen Raum Niederösterreich ...

DAS ist das Problem! Ich bekomme in der Firma seit 2 Jahren (seit sie das eingeführt haben) fast täglich eine Unwetterwarnung, weil die zentral für ganz NÖ rausgegeben werden!

Irgendwo in NÖ wirds schon ein Gewitter, Sturm, ... geben, nur was hat das mit mir hier zu tun? Und vor allem immer Unwetter! Nie Gewitter oder so.

Und nach ein 300 Fehlalarmen ignoriert man den 301. Alarm dann auch - obwohl ausgerechnet DER die eigene Region betroffen hätte (nur stand das wie immer nicht dabei).

Wer immer ALRAM! ALARM! schreit, auch wenn nichts ist, hat zwar recht, wenn dann mal was passiert - schließlich hat er wie immer ALARM! geschrien - nur es hilft nichts mehr und wird auch in Zukunft nichts helfen, weil die Leute nicht mehr auf ihn hören.

Naja genau auf den km kann man den Einzugsbereich des Unwetters nicht festlegen.

Oft genug bei uns im Weinviertel passiert dass 10 km westlich das schlimmste Unwetter tobt während bei uns die Sonne jegliche Wolken sofort in kleine Wölkchen zerfetzt und wir in der Hitze schmoren.

Trotzdem ignoriere ich solche Warnungen nicht und verstaue vom Garten was nicht niet und nagelfest ist sicher im Keller.

Wenn Weinviertel und nicht NÖ steht ist es ja schon eingegrenzt.

Unwetterwarnungen bekomme ich auch

und zwar im Sommer gleich mehrmals die Woche.

...

Ich war auch dort, bin aber zu Mittag gefahren, weil ich weiter musste..

2 Freundinnen von mir waren dort.

Wenn die eine einen Meter weiter rechts gestanden wäre, hätte sie der Riesenast genau erwischt.

Der Stiefpapa von ihr, wollte im Zelt mit einer anderen Freundin von mir Platz tauschen, was sie aber nicht machte. Sie hat gar nichts, er hat einen zertrümerten Vorfuß, das andere Bein ist gebrochen und eine kleine Blutung hat er auch.

Den Trafikant kannte ich auch, war ein paar Mal Zigaretten kaufen. Er hat erst vor einem Jahr seine Frau verloren. Das jüngste Kind ist 6. Und jetzt?

Macht ihr euch noch immer lustig?

Ein Mittelalterfest ist ein nettes, kulturelles Beisammensein...

Finde es so manche Kommentare teilweise geschmacklos..

Meine beiden Freundinnen waren dort!
Wenn die eine nur einen Meter weiter rechts gestanden wäre, hätte es sie voll erwischt.

Ihr Stiefpapa wollte mit meiner anderen Freundin zuvor Plätze tauschen, haben sie dann doch nicht gemacht.
Ihr ist nichts passiert, er liegt im Spital mit einer Blutung, zertrümmerten Vorfuß und der andere Fuß ist auch gebrochen.

Bei dem verstorbenen Trafikanten hab ich auch ab und an mal Zigaretten gekauft.

Also macht euch, verdammte Schei**, nicht lustig über ein ruhiges Beisammensein- in diesem Fall ein Mittelalterfest!

DANKE

Traurig aber war

Mein Bruder ist unter den Schwerverletzten und liegt im Spital. Linker Fuß bei Knie Zertrümmerung. Ich wohne ca. 17 Km Luftlinie von Pöchlarn westlich. Bei uns war es ein normales Gewitter wie es zig mal im Sommer passiert. Windgeschwindigkeit ca. 80 bis 90 Kmh. Es gab keinen Feuerwehreinsatz in Ybbs oder Neumarkt. In Melk waren es lt. ORF.at 114 Kmh und in Pöchlarn sollen es 120 Kmh gewesen sein. Alle Obergescheiten sollen bitte schweigen.

alles Gute Ihrem Bruder!

Und ärgern Sie sich nicht über die paar persönlichkeitsgestörten Soziopathen, die haben kaum andere Möglichkeiten als anonym im Netz ihren Schmarrn von sich zu geben.

man sollte sich nicht ärgern wenn ein paar stubenhocker vor dem pc ihre häme in die tastatur wi*en

Eine Tragödie wird auch nicht lustig weils ein mittelalterfest war

Da könnte man sich die wuchteln und die Häme sparen

die letzten paar Postings hier

beweisen wieder einmal nur, dass das Forum bei Todesfällen geschlossen werden sollte, da einige Poster hier immer wieder nicht anders können als die Grenzen des guten Geschmacks und der Pietät zu überschreiten (und sich dann vielleicht auch noch witzig vorkommen).

Schwierig...

Ein "Gewitter" ist kein Unwetter, und wenn die Zamg oder andere Dienste eine Warnung rausgeben, dann warnen sie lieber zu streng als zu schwach, auch wenn man beim Wetter wenig auf "Verantwortung" plädieren kann.

Denke, das tragische Unglück bei dem Festl fällt - so makaber es klingt - unter Zufall und Pech, denn 100% Sicherheit gibt es nur, wenn alle beim Aufziehen eines Gewitters sofort flüchten.

naja ich hab jetzt nicht mehr im kopf, wie die unwetterwarnungssituation für den raum melk war.
jedenfalls in unserer gemeinde gabs stufe 1 (gelb) (laut zamgkarte), und es ist eigentlich so eingetreten. ein gewitter, jetzt nicht weiß gott wie ein starkes aber doch.

ad "es gab ja Unwetterwarnungen" und der Gewöhnungseffekt

Ich bekomme seit 2 Jahren per Firmen e-mail zentral gesteuert Unwetterwarnungen. Seit Mai praktisch täglich, außer an den Tagen, an denen es durchregnet, so dass sich keine Gewitter aufbauen können.
IMMER Unwetter - nie Gewitter, Sturm, ...
Raten sie mal wie ernst ich die noch nehme?

An einem früheren Arbeitsplatz hatten wir Probleme mit den Brandmeldern. Alle 2-3 Tage löste einer aus - jahrelang.
Toni, der Brandschutzbeauftragte, hat dann immer den akkustischen Alarm quitiert und alles war wieder OK.
Eines Tages war es wieder so weit.
5 Minuten später wieder Alarm
5 Minuten später wieder Alarm.
Anruf der Betriebsfeuerwehr: "Bei euch löst immer der Melder 15 aus - schauts mal nach was der hat."
Lagerraum in Vollbrand - mit Alu! Schön!

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