Leimlehner bleibt nur das Ausbügeln 2016

28. Juli 2012, 19:40
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Auf fünf von sechs Geräten unter Niveau - Sturz vom Paradegerät Reck - In Rio soll es besser werden

London  - Hängenden Kopfes ging Fabian Leimlehner durch die Katakomben der North Greenwich Arena. "Was soll ich dazu sagen? Ein Scheiß. Jetzt muss ich noch einmal vier Jahre anhängen, um das auszubügeln." Der Vorarlberger hatte sich als erster Österreicher seit 52 Jahren für Olympische Spiele qualifiziert und peilte mit Abrufen seiner Bestleistungen ein gutes Ergebnis in der Mehrkampf-Qualifikation aus. Stattdessen ging er am Samstag mit mageren 81,398 Punkten unter.

"Ich war auf fünf von sechs Geräten unter meinem Niveau", schüttelte Leimlehner enttäuscht den Kopf. "Nur der Barren war zufriedenstellend." Dabe, wäre das Mehrkampffinale der besten 24 heute nicht schwer zu erreichen gewesen. Dass er ausgerechnet an seinem Spezialgerät Reck den größten Schnitzer hatte und sogar stürzte, passte ins trübe Wettkampfbild. "Dabei habe ich mich so super gefühlt. Bitter, wenn so etwas genau bei Olympia passiert. Ich bin jetzt einfach traurig."

Seinen Plan für die Zukunft kennt der 24-jährige Wahltiroler aber schon, denn so will er nicht in die Olympia-Geschichte eingehen. "Wegen der Qualifikation muss ich ja Mehrkampf machen. Aber ich werde mich dazu voll auf Reck fokussieren, um mir den Traum von einer Medaille noch zu erfüllen." Von Oktober bis Dezember 2011 hatte er sogar die Weltrangliste auf diesem Gerät angeführt.

Leimlehner hatte seinen Punkte-Ausgangswert für London erhöht. Das Finale wäre für ihn aber auch mit toller Performance kaum zu erreichen gewesen. "Aber ich wollte einen guten Mehrkampf zeigen. Es macht einen Riesenspaß in dieser Halle, bei diesem Publikum." Im Jänner hatte er ebendort die Olympia-Qualifikation fixiert. Die Platzierung von Leimlehner steht erst am (heutigen) späten Abend fest, da noch eine der drei Gruppen ihre Qualifikation absolvieren muss. (APA, 28.7.2012)

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