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Berlin - Angesichts von Spekulationen über eine Intervention der Europäischen Zentralbank zur Unterstützung Spaniens hat der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) betont, es werde keinen weiteren Hilfsantrag aus Madrid geben. "Nein, an diesen Spekulationen ist nichts dran", sagte Schäuble der "Welt am Sonntag". Mehrere Medien berichteten, die EZB und die Euro-Rettungsfonds wollten spanische Staatsanleihen kaufen, um die hohen Zinsen zu drücken.
Schäuble sagte, das Hilfspaket für Spanien im Umfang von 100 Milliarden Euro zur Rekapitalisierung der spanischen Banken schließe auch eine Soforthilfe von 30 Milliarden Euro ein. "Der Finanzbedarf Spaniens ist kurzfristig nicht so groß", sagte Schäuble. "Die hohen Zinsen sind schmerzlich, und sie schaffen eine Menge Beunruhigung - aber die Welt geht nicht unter, wenn man bei einigen Anleiheauktionen ein Paar Prozent mehr zahlen muss."
Zinsen über kritischer Schwelle
Die Zinsen für spanische Staatsanleihen hatten in den vergangenen Tagen die als kritisch geltende Schwelle von sieben Prozent überschritten. Mehrere Medien berichteten, die Euroländer wollten der Europäischen Zentralbank (EZB) daher erlauben, bei Banken und Investoren spanische Staatsanleihen aufzukaufen, um die Nachfrage nach den Schuldpapieren zu erhöhen und die Zinsen zu senken. Spanien steckt seit mehreren Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise.
Die französische Tageszeitung "Le Monde" berichtete in ihrer Samstagsausgabe, die EZB bereite ein Eingreifen an den Märkten zusammen mit den EU-Staaten vor. Dem Bericht zufolge sollen in einer ersten Phase über die Euro-Rettungsfonds Staatsanleihen von Spanien oder Italien auf dem Primärmarkt aufgekauft werden. Zugleich würde die EZB ihr Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt wieder starten.
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete ihrerseits am Samstag unter Berufung auf Quellen in Brüssel, die EZB wolle im Namen des bestehenden Euro-Rettungsfonds EFSF spanische Schuldpapiere aufkaufen. Sie könne sofort aktiv werden, sobald ein entsprechender Antrag Spaniens bei den Euroländern eintreffe, hieß es in dem Bericht.
Bundesbank sieht verbotene Staatsfinanzierung
EZB-Präsident Mario Draghi hatte am Donnerstag gesagt, die EZB sei bereit, "alles Notwendige zum Erhalt des Euro zu tun". Er hatte damit Erwartungen geweckt, dass die EZB erneut zu Gunsten bedrängter Euroländer wie Spanien Anleihen aufkaufen könnte. Die Bundesbank wertete dies als "problematisch". Sie und andere Kritiker sehen im Aufkauf von Staatsanleihen eine Art der Staatsfinanzierung, die der EZB verboten ist.
Spaniens Europaminister Inigo Mendez de Vigo forderte unterdessen Deutschland zu mehr Solidarität in der Eurokrise auf. "Deutschland hat wie kein anderes Land von den Exporten innerhalb der EU profitiert", sagte Mendez de Vigo der "Bild"-Zeitung. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei Deutschland "in einer weitaus schwierigeren Situation auch sehr geholfen" worden. Viele Länder hätten auf Geld "zugunsten Deutschlands verzichtet". (APA, 28.7.2012)
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Geht es um die Bevölkerung, fehlen in Spanien Geld und politischer Wille
Zeit nehmen, aufmerksam lesen, darüber nachdenken, lernen - dann (vielleicht) äussern.
http://uhupardo.wordpress.com/2012/07/1... der-krise/
Nur bei wem? Wer sind diejenigen die die Schulden kontrollieren?
"Kaum jemand weiß, dass die City of London - der größte Finanzhandelsplatz der Welt - exterritoriales Gebiet ist und nicht zu Großbritannien gehört. Wenn die Queen die City of London - im Volksmund „Square Mile" (Quadratmeile) genannt - betreten möchte, muss sie sich wie bei einem Staatsbesuch anmelden.
Britische Gesetze greifen in der City nicht, die City of London Corporation hat eine eigene Staatlichkeit, eigene Gesetze und überwacht sich selbst. Ihre Manager handeln mit Wertpapieren und Devisen über alle Grenzen hinweg, aber kein Gericht kann sie belangen und keine Regierung ihre Geschäfte kontrollieren...."
http://www.wissensmanufaktur.net/city-of-london
Egal was Schäuble sagt, der IWF hat das Patentrezept, Spanien endgültig zu versenken, längst gefunden.
http://uhupardo.wordpress.com/2012/07/2... g-in-2014/
Und so nebenbei, alle Zahlen belegen das die Deutschen die Profiteure des Euros sind und die nutzen das schamlos u. zum eigenen Vorteil aus.
die stolzen spanier, denen soeben ein erleichterter zugang zu den esm-mitteln auf dem silbernen tablett serviert wurde, fordern weiter mehr solidarität von den anderen. stolz wie sie sind, werden sie wohl weiter zögern, sich unter als demütigend empfundenen bedingungen helfen zu lassen.
woraus man ersehen kann, dass stolze politik, genauso wie beleidigte politik, blind und albern ist.
Da es eh alles macht was EU Komission und Deutschland fordert, warum da noch 7% Zinsen zahlen?
Vielleicht handelt D endlich wenn der Euro noch naeher am Abgrund steht und sich die Spekulationen gegen Italien verschaerfen.
wobei ich mir auch nicht mehr sicher bin, ob ein dermassen zugrundegespartes grosses Land nicht doch zu teuer zu retten ist.
Vorschlag: Rechnung zu gleichen Teilen nach Berlin und an den IWF. Zweitens: Partido Popular pfänden, bis kein Cent mehr da ist.
ganz genau, der Überbringer schlechter Nachrichten wird getötet.
Vor 2008 waren dies Ratingagenturen noch gut und recht um zu billigen Zinsen zu kommen, die man dann mit beiden Armen in den Konsum gesteckt hat anstatt mal die Pleiteländer konkurrenzfähig zu machen in Infrastrukur, Bildung und Haushaltsführung.
Der Stolz wird den Spaniern und Italienern bald vergehn, wenn die Troika auch in Madrid und Rom ein und ausgehen wird.....
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