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Gelungenes Olympia-Debüt für Stephanie Obermoser.
London - Schützin Stephanie Obermoser hat am Samstag in der ersten Entscheidung der Sommerspiele in London ein gelungenes Olympia-Debüt gegeben. Die Tirolerin belegte mit dem Luftgewehr Rang 19. Das Stechen um den Einzug ins Finale verpasste Obermoser um zwei Ringe. Nächsten Samstag steht für die 23-Jährige noch das Kleinkaliber-Dreistellungsmatch an. Dort ist Obermoser auch der Finaleinzug zuzutrauen.
Aus ihrem ersten Auftritt bei den Spielen nahm Obermoser vor allem das Positive mit. "Ich bin jetzt einmal 100 kg leichter", erklärte das Schießtalent. "Die Anspannung war natürlich ein Stück größer als gewohnt." Sie erzielte 395 Ringe. Fünf von 40 Schüssen aus zehn Metern landeten nicht im Zentrum, einige davon verfehlten es aber nur sehr knapp. "Ich kann mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein", meinte Obermoser. "Ich habe das umgesetzt, was ich mir vorgenommen habe."
Wichtig sei vor allem die gewonnene Erfahrung. "Ich bin erleichtert, dass ich nicht weit weg war", sagte Obermoser. "Die Top 20 sind gut bei Olympia." Nach Neuner-Treffern beim 17. und 20. Schuss legte die Stiefschwester von Athen-Bronzemedaillengewinner Christian Planer noch zwei 99er-Serien hin. "Sie ist eine Kämpferin", betonte ÖSB-Sportkoordinatorin Margit Melmer. "Und im Dreistellungsmatch 3 x 20 (Samstag) ist sie ganz stark."
Gold für China
Die erste Goldmedaille der Olympischen Spiele 2012 in London geht an China. Die Weltranglisten-Erste Yi Siling setzte sich vor der Polin Sylwia Bogacka und ihrer Landsfrau Yu Dan durch. Die Tschechin Katerina Emmons, die 2008 in Peking Gold gewonnen hatte, kam nicht über Rang vier hinaus.
Die Chinesen dominieren das Schießen seit Athen 2004. Vor vier Jahren holten Chinas Schützen im eigenen Land fünf von zehn möglichen Goldmedaillen. In den Royal Artillery Barracks im Südosten von London schoss Yi insgesamt 502,9 Ringe. Damit fing die 23-Jährige die lange Zeit führende Bogacka im Finish noch ab. Schon im Vorkampf war das Duo mit jeweils 399 von 400 möglichen Ringen am stärksten gewesen.
Die Österreicherin Stephanie Obermoser verpasste bei ihrem Olympia-Debüt zwar den Finaleinzug, die 23-Jährige war mit Platz 19 und 395 Ringen aber zufrieden. Knapp vor der Tirolerin landete Bahia Al Hamad aus Katar auf Rang 17. Die 20-Jährige, die am Vortag bei der Eröffnung auch die Fahne ihres Landes getragen hatte, trat als erste Frau aus dem Golf-Emirat bei Olympischen Spielen an.
Farniks Start gefährdet
Österreichs Top-Schütze Thomas Farnik ist in der Vorbereitung auf seinen ersten Wettkampf bei den Olympischen Spielen in London von einer Verletzung zurückgeworfen worden. Der 45-jährige Wiener, der seine sechsten Spiele bestreitet, laboriert an einem Muskelfasereinriss an der Oberschenkelrückseite. Die Blessur zog sich der Routinier beim Lauftraining im Olympischen Dorf zu.
"Wir hoffen, dass er bis Montag ganz fit wird", erklärte Österreichs Gewehrkoordinatorin Margit Melmer. Dann steht in den Royal Artillery Barracks der Luftgewehr-Bewerb der Herren auf dem Programm. "Wir müssen erst schauen, wie sehr es ihn beim Schießen beeinträchtigt", sagte Melmer am Samstag. Erst dann könne über ein eventuelles Nichtantreten entschieden werden. (APA, 28.7.2012)
Ergebnisse Schießen Luftgewehr 10 m Damen, Finale: 1. Yi Siling (CHN) 502,9 (399/103,9) Ringe - 2. Sylwia Bogacka (POL) 502,2 (399/103,2) - 3. Yu Dan (CHN) 501,5 (398/103,5) - 4. Katerina Emmons (CZE) 500,3 (397/103,3) - 5. Jamie Lynn Gray (USA) 499,7 (397/102,7) - 6. Elaheh Ahmadi (IRA) 499,1 (397/102,1) - 7. Sarah Scherer (USA) 499,0 (397/102,0) - 8. Darija Wdowina (RUS) 498,5 (398/100,5). Weiter (in der Qualifikation out): 19. Stephanie Obermoser (AUT) 395
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