Vier Soldaten im Süden Thailands von Aufständischen getötet

28. Juli 2012, 11:34
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Rebellen griffen Armeepatrouille in Unruheprovinz Pattani an

Bangkok - Im Süden Thailands sind bei einem Angriff auf eine Armeepatrouille vier Soldaten von Aufständischen getötet worden. Rund 20 Kämpfer auf Pickups hätten am Samstagmorgen die sechsköpfige Patrouille im Distrikt Mayo der Unruheprovinz Pattani angegriffen, erklärte ein Armeesprecher. Bei dem anschließenden Feuergefecht seien vier Soldaten getötet und zwei weitere verletzt worden. Erst am Mittwoch waren in dem Unruhegebiet fünf Polizisten bei einem Bombenanschlag getötet und ein weiterer schwer verletzt worden.

Mit Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan habe die Gewalt zugenommen, sagte ein Militärsprecher. 19 Menschen seien seither von Separatisten getötet worden, darunter neun Zivilisten. Die Attentate seien auch eine Antwort der Rebellen auf Razzien gegen die mit ihnen eng verwobenen Drogenbanden in der Region.

In den mehrheitlich von muslimischen Malaien bewohnten Provinzen Pattani, Narathiwat und Yala im Süden Thailands schwelt seit 2004 ein Aufstand gegen die Regierung in Bangkok. Bei der Rebellion wurden bereits rund 5300 Menschen getötet. Laut Menschenrechtsgruppen verüben die Regierungstruppen, die unter dem herrschenden Ausnahmezustand praktisch rechtliche Immunität besitzen, im Kampf gegen die Rebellen zahlreiche Menschenrechtsverletzungen.

Die islamischen Separatisten kämpfen für die Unabhängigkeit der drei Provinzen von dem überwiegend buddhistischen Land. Rund 80 Prozent der zwei Millionen Einwohner dieser Provinzen sind Muslime. Die Region war jahrhundertelang ein unabhängiges Sultanat und wird seit 1902 direkt von Bangkok aus regiert. Bei den Unruhen sind seit 2004 rund 5300 Menschen ums Leben gekommen. (APA,28.7.2012)

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