Was uns wirklich fett macht

27. Juli 2012, 18:36
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Lebensweise ist nicht so schlimm wie die Fehlernährung

San Francisco - So mancher gesundheitsbewusste Zeitgenosse schwört auf Paläo-Diät, eine der jüngsten Ernährungsmoden. Auf den Tisch kommen nur Nahrungsmittel, die schon in der Steinzeit verfügbar waren wie Wildfleisch, Fisch, Gemüse, Nüsse. Aber auch Süßes wie Honig darf sein.

Womöglich liegt man damit gar nicht zu falsch. Das legt zumindest eine neue Studie über den Energieverbrauch von Angehörigen heutiger Jäger- und Sammlergesellschaften nahe. Forscher um Herman Pontzer vom Hunter College in New York untersuchten dafür 30 freiwillige Probanden vom Volk der Hadza, das im Norden Tansanias noch heute so lebt, wie es unsere Vorfahren vor Jahrtausenden getan haben.

Das überraschende Ergebnis, das im Fachblatt "PLoS One" veröffentlicht wurde: Die Nahrungssuche und die Lebensweise der Hadza braucht nicht mehr Energie als unser Lebensstil, der Energieumsatz ist mithin annähernd gleich. Das wiederum deutet darauf hin, dass unsere Übergewichtsprobleme weniger dem Lebensstil als der viel zu energiereichen Ernährung geschuldet sind. (tasch/DER STANDARD, 28./29. 7. 2012)

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