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Blonder, blauäugiger Held "rettet" Neugeborene.
Die USA, Land der unbegrenzten Möglichkeiten und der Beschneidungen: Die Weltgesundheitsorgansiation (WHO) schätzt, dass weltweit etwa 30 Prozent aller Männer beschnitten sind - in Nordamerika sind es etwa doppelt so viele.
Doch zumindest der Anteil der registrierten Beschneidungen in Spitälern sinkt kontinuierlich. Wurden nach Angaben der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde im Jahr 1980 noch 65 Prozent aller neugeborenen Buben beschnitten, sind es heute nur mehr 32 Prozent.
Gründe dafür sind nicht nur der wachsenden Anteil der Hispanics, die ihre Söhne traditionell nicht beschneiden lassen, sondern auch warnende Kampagnen und Studien. 1999 sprach sich der Verband amerikanischer Kinderärzte gegen routinemäßige Beschneidung aus: Weil die Prozedur trotz hygienischer Vorteile auch Risiken birgt, aber nichts zum Wohle des Kindes beiträgt, sollen Eltern die Entscheidung gut abwägen.
Im gleichen Jahr wurde im British Journal of Urology eine Studie veröffentlicht, nach der 17 Prozent der Beschnittenen später über Schmerzen klagten - rund die Hälfte leide unter einem geringen Selbstbewusstsein.
Debatte mit antisemitischen Tendenzen
2010 forderten Aktivisten erstmals ein Verbot und lösten eine landesweite Debatte aus, die auch antisemitische Tendenzen nicht ausließ. So entstand etwa der Web-Comic Foreskin Man, in dem ein blonder, blauäugiger Held Neugeborene vor der Beschneidung rettet, die von bärtigen, hakennasigen Rabbinern entführt werden. Der Herausgeber Matthew Hess ist einer der führenden Figuren im US-amerikanischen Kampf gegen Beschneidung. Nach eigenen Angaben versucht er, seine entfernte Vorhaut mit Klammern nachwachsen zu lassen.
In San Francisco sammelten im Vorjahr 12.000 Aktivisten Unterschriften für einen Volksentscheidung, um den Eingriff unter Strafe stellen zu lassen - auch aus religiösen Gründen. Die Initiative wurde vorerst gestoppt, eine Entscheidung des Staates Kalifornien ist noch ausständig.
Auch in anderen Ländern wird seit Jahren zum Teil heftig über ein Beschneidungsverbot diskutiert. So ist etwa in Kanada die Beschneidungsrate stark gesunken, seit die Krankenkassen den Eingriff nicht mehr zahlen. In Schweden, wo 2001 festgelegt wurde, dass die Zirkumzision nur mehr unter Betäubung und in Anwesenheit eines Arztes stattzufinden hat, protestierten Muslime und Juden gemeinsam gegen den Beschluss: Das sei die erste Einschränkung jüdischer Praxis seit der Nazizeit. Der Großteil der Beschneidungen erfolgt seitdem illegal, räumte das schwedische Gesundheitsministerium ein.
Schutz vor HIV
In vielen Ländern Afrikas empfehlen die WHO und Hilfsorganisationen hingegen die freiwillige Beschneidung im Rahmen der HIV-Prävention. Studien hätten gezeigt, dass das Übertragungsrisiko für Männer um mehr als 60 Prozent gesenkt werden könne, da sich die Viren oft an der Innenseite der Vorhaut befinden.
Im arabischen Raum und in Südkorea sind etwa 80 Prozent der Männer beschnitten. (juh, DER STANDARD, 28./29.7.2012)
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Ich würde das nie bei meinem Sohn zulassen, weil ich es selber auch nicht machen würde !
Der wird auch nicht getauft, kann sich wenn er volljährig ist noch immer vertraglich an irgendwelche Heilsversprechen binden, wenn er glaubt dass er es braucht...
Die Studie ist eh zum schmeißen, wurde vorzeitig abgebrochen, als die Durchführenden ein 'Ergebnis' erzielt haben, das ihnen gefällt.
D.h. die Studie wurde nicht mal ordentlich beendet, sondern in der Tat abgebrochen, das beschneidungsfreudige CDC hat's geschluckt und die WHO gleich übernommen.
Die anderen 2 Studien leiden unter ähnlicher Problematik, zudem sind die Rekonvaleszenzzeiten zwischen Beschneidung und erstem Sex danach überhaupt nicht mit eingerechnet worden.
Da handelt es sich immerhin um bis zu 2 Monate, wobei noch 3 Monate nach Beschneidung ein Kondom benutzt werden soll um die dünne Haut vor Beschädigung zu schützen.
Also kann man sich schon denken wie die 'Daten' zustande gekommen sind.
Wieviele Erwachsene, die ihre Sexualität inzwischen in dieser und anderen Dimensionen erleben konnten, werden sich wohl freiwillig verstümmeln lassen, wenn sie über diese Konsequenzen aufgeklärt werden? Die Praxis der Beschneidung außerhalb der jüdisch/ muslimischen Tradition wurde von christlichen Puritanern eingeführt, die sich über die Masturbation von Jünglingen Sorgen machten und diese mit dieser brachialen Methode verhindern wollten. Dass Beschneidung grundsätzlich medizinisch sinnvoll sei, ist nicht erwiesen. Es gibt ganz wenige wirklich gesicherte Indikationen, wie Phimose oder chronische Balanitis bei Altersdiabetes. AIDS-Prophylaxe ist ein Sonderthema, dass nicht unbedingt durch Massenbeschneidung lösbar ist.
Leugnen ist so einfach.
Ist doch schön, wenn man ein sexuelles Trauma einfach ignoriert, wer möchte schon zugeben von den eigenen Eltern eine Genitalverstümmlung erhalten zu haben.
Scheuklappen auf, alles ist gut und holen wir den nächsten Säugling um das Trauma weiterzugeben, schließlich war man lange genug selbst das Opfer, da muss man jetzt auch mal endlich der Täter sein. Und wie kommen die kleinen Kinder dazu die Vorhaut behalten zu dürfen wenns einem selbst genommen wurde, nicht wahr?
Wenns dir gefällt - wunderbar, freu dich.
Aber kein Grund es wehrlosen Kleinkindern anzutun.
Sie sagen also, dass alle beschnittenen Maenner traumatisiert sind, ohne es zu wissen.
Die beschnittenen Maenner glauben, dass sie gluecklich sind, aber in Wirklichkeit schleppen sie sich seelisch und koerperlich verstuemmelt durchs Leben.
Kommt Ihnen das nicht selber ein bisschen albern vor?
ihr Niveau der Argumentation find ich nicht angebracht.
Immer
Alle
Nein!
Aber warum glauben sie darüber Auskunft geben zu können, dass "keiner" oder nur eine "vernachlässigbare(!) Minderheit" solche "Flausen" hat oder ihr Leid erfindet, um sich wichtig zu machen, oder Religionsanhänger zu trietzen?
Ich freue mich ehrlich für sie, dass ihr Mann keinen Schaden empfindet und sie mit ihm ein erfülltes Sexualleben zu führen scheinen.
Aber was daran soll für die Allgemeinheit gelten, wenn es genügend Stimmen dagegen gibt.
Bitte hören sie auf Absolutheitsanspruch zu unterstellen, um diesen dann zu entkräften! Niemand will ihnen ihr persönliches Glück streitig machen! Sie aber verleugnen mehrfach geäußertes Leid
Kim and Pang found that 20% reported that their sex life was worse after circumcision and 6% reported that it had improved. They concluded that "there was a decrease ... sexual enjoyment after circumcision, indicating that adult circumcision adversely affects sexual function in many men, possibly because of complications of the surgery and a loss of nerve endings."[35]
Natürlich picke ich jetzt Gegenbeispiele heraus. Doch eines zieht sich durch ihre Quelle - die Ergebnisse sind höchst gemischt.
Fast immer findet sich ein e r h e b l i c h e r Prozentsatz von Männern die von Verschlechterung sprechen; der liegt meist 2-4x höher, als die, die von Verbesserung sprechen.
Und sie behaupten ja, dass n i e m a n (n) d leide o Nachteile hätte
In a study by Korean researchers of 255 men circumcised after the age of 20 and 18 who were not circumcised, Kim and Pang reported that masturbatory pleasure decreased in 48% of the respondents and increased in 8%. Masturbatory difficulty increased in 63% but was easier in 37%.
They concluded that there was a decrease in masturbatory pleasure after circumcision.
Ich sage es aufgrund empirischer Studien.
http://www.noharmm.org/bju.htm
Koennten Sie bitte eine Dokumentation liefern, die nicht von der National Organization to Halt the Abuse and Routine Mutilation of Males in Auftrag durchgefuehrt wurde?
Hier ist aber ein ziemlich umfassender Artikel ueber das Thema in Wikipedia:
http://tinyurl.com/cavaom
http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/psyc... idung.html
Da finden Sie eine lange Liste von 56 Quellen.
Viel Spass.
Okay, sorry, ich kann dem nicht mehr folgen. Maenner sind gezwungen, um den Verlust ihrer Vorhaut zu trauern, weil sie als Babies beschnitten wurden? Sie verleugnen den Verlust der Vorhaut und sind deshalb traumatisiert?
Das geht schon in zutieftst Freud'sche Bereiche.
Ich hatte keine Ahnung, dass ich in so ein Hornissennest steche. Maenner haben eine Beziehung zu ihrem Penis, der fuer Frauen offensichtlich wirklich nicht leicht nachvollziehbar ist.
Das zeigt auch schon die Anzahl der Antworten, die ich hier bekommen habe.
Versuchen Sie es nachzuvollziehen - wie würden Sie sich verhalten, wenn man Ihnen ohne Ihr Einverständnis Ihre Schamlippen abschneiden würde.
Sie sind zu dem Zeitpunkt nicht betäubt und völlig wehrlos, festgebunden - und die Personen, die dafür verantwortlich sind sind Ihre eigenen Eltern.
Da ist es eher unwahrscheinlich, dass KEIN psychischer Schade zurückbleibt.
Frauen unterliegen konstant der schlimmsten genitalen Mutilation, ohne sich wehren zu koennen, und auf eine Weise, die ihr Leben wirklich negativ beeinflusst. Da braucht man sich nicht viel vorzustellen, man braucht bloss die Nachrichten zu lesen.
Ja, weils in einer patriachalischen Gesellschaft ein "tolles" Mittel (bitte den Sarkasmus beachten, ich persönlich finde es grausam und furchtbar) zur Kontrolle der Frauen - ebenso wie es ein Mittel zur Kontrolle der Männer ist.
Aber wenn wir von Männlicher Beschneidung sprechen müssen wir hierbei diese die Beschneidung der Schamlippen der Frau gleichsetzen, das ist anatomisch äquivalent.
Insofern können Sie bestimmt nachvollziehen, weshalb es viele auch als pervers und krank empfinden wenn man die männliche Beschneidung bagatellisiert.
1 - stimmt: Vorhaut = Klitorisvorhaut
2 - nein, denn die Frage kommt angesichts des Verbots der Beschneidung der weiblichen Vorhaut garnicht in der Form auf. Es sei denn, sie möchten in Kauf nehmen, dass nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz die weibliche Vorhaut wieder beschnitten werden darf. Und dann gehen sie mal davon aus, dass alle gesetzestreuen FGMler nun zumindest die weibliche Vorhaut beschneiden, um wenigstens einen Teil ihrer geliebten Tradition zu erhalten.
Möchten sie dieses Risiko eingehen?
Das Verbot ist vollkommen egal, weil die Maedchen und jungen Frauen alle in ihre Urprungslaender verschifft werden, wo das erledigt wird, und dann kommen sie wieder zurueck. Das ist so eine Augenauswischerei.
Obwohl Sie schon recht haben, dass nach dem Gleichheitsgrundsatz entweder beides verboten oder beides erlaubt sein sollte.
Ich glaube, der wirkliche Grund fuer das Verbot ist, dass die Beschneidung der weiblichen Vorhaut nur so etwas wie eine "Einstiegstat" ist.
Wie gesagt, die maennliche Beschneidung ist nicht dazu da, den Maennern den Genuss der sexuellen Lust fuer den Rest ihres Lebens zu verderben. Die weibliche Beschneidung schon.
Und was die Masturbationsverhinderung angeht: das klappt bei der Beschneidung nicht.
wenn die klare symbolische & für künftige Generationen Norm-formede Wirkunge eines offiziellen, staatlichen Verbots der FGM (ihnen) tatsächlich ZA"vollkommen egal" ist, weil das Verbot andernorts umgangen wird... wie stehen sie dann zu einer sofortigen Aufhebung jeglichen FGM-Verbots (weil's ja eh nix nützt)?
Oder fänden sie nicht eine der "Sex-Tourismus"-Regelung ähnliche Vorgehensweise (FGM in Österreich zu strafen, auch falls (ö. Staatsbürger) sie in anderen Ländern vornehmen lassen)
Again - bitte nicht den Fehler, der "Praxis-Risignation" zulassen; eine solche Regelung durchzusetzen/zu überprüfen wäre schwierig;
genauso wäre die Symbolwirkung & Formungskraft ENORM.
Kämpfen sie mit mir für die Verlagerung der MGM ins Erwachsenenalter!
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