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London - Mit einer Hommage an Großbritannien, seine Geschichte und seine Kultur sind in der Nacht auf Samstag die XXX. Olympischen Sommerspiele in London eröffnet worden. Nach einer stimmungsvollen Show zwischen Tradition und Moderne wurde das olympische Feuer von sieben jungen britischen Athleten entzündet. Queen Elizabeth II. sprach um exakt 01.18 Uhr (MESZ) die traditionelle Formel zur Eröffnung der Spiele.
"Ich erkläre die Spiele von London, die die 30. Olympiade der modernen Ära feiern, für eröffnet", sagte die Königin. Die letzten Fackelläufer waren das am besten gehütete Geheimnis der vergangenen Tage gewesen. Ruder-Legende Steve Redgrave brachte die Flamme ins Stadion, danach gingen die sieben von britischen Olympiasiegern persönlich nominierten Zukunftshoffnungen auf eine gemeinsame Stadionrunde. Das Feuer entzündeten die Nachwuchssportler gemeinsam in einem Kreis inmitten der versammelten Olympia-Athleten.
"Ich war niemals zuvor so stolz, Brite zu sein", versicherte Organisationschef Sebastian Coe in seiner Eröffnungsrede. "In den nächsten zwei Wochen werden wir alles zeigen, was London zu einer der großartigsten Städte der Welt gemacht hat."
Österreich war angeführt von Fahnenträger Markus Rogan als 13. der 205 Delegationen einmarschiert. Die Abordnung umfasste etwas mehr als 40 Athleten und Betreuer. "Es war ein großes Fest. Die Anspannung, vor dem Stadion zu stehen und zu warten, ist ein Wahnsinn", erklärte Seglerin Eva-Maria Schimak. "Irgendwo im Stadion haben wir dann eine österreichische Fahne gesehen, das war schon etwas Besonderes", ergänzte Tischtennisspieler Robert Gardos.
London will nicht größer sein als Peking
Rogan schwenkte Rot-Weiß-Rot vor bis zu einer Milliarde TV-Zuschauern und 80.000 im Olympiastadion mit Enthusiasmus. Als Fahnenträger befand sich der Schwimmer in einem illustren Kreis. Die jamaikanische Flagge etwa trug Leichtathletik-Superstar Usain Bolt, die russische Tennis-Starlet Maria Scharapowa. Den krönenden Abschluss des Einmarsches bildeten die Gastgeber angeführt vom vierfachen Bahnrad-Olympiasieger Chris Hoy.
Die 27 Millionen Pfund (34,5 Mio. Euro) teure Show von Regisseur Danny Boyle wurde zu einer Reise durch die Geschichte - von der Landidylle früherer Jahrhunderte über die Schornsteine der industriellen Revolution bis hin zum Pop- und Internet-Zeitalter. 15.000 Freiwillige waren beteiligt, darunter auch viele Kinder. Einen besonders berührenden Teil der Zeremonie stellten Patienten eines Londoner Kinderspitals dar.
Dem Gigantismus von Peking 2008 wollte Boyle keine Konkurrenz machen: "Größer als Peking kann man nicht sein." Dafür warfen die Briten nicht nur ihren Humor, sondern auch ihre Prominenz in die Waagschale. Neben den von der Queen angeführten Royals auch Fußballstar David Beckham, der die Fackel Redgrave übergab, Musik-Ikone Paul McCartney, "Mr. Bean" Rowan Atkinson oder James-Bond-Darsteller Daniel Craig.
Letzterer hatte die Ehre, mit der Königin im Buckingham Palace einen Kurzfilm zu drehen, in dem er sie mit dem Helikopter abholt. Als sich zwei Stuntmen aus dem Helikopter stürzten, marschierte die Queen in einem rosafarbenem Kleid an der Seite ihres Ehemannes Prinz Philip und IOC-Präsident Rogge auf der Ehrentribüne ein. Zuvor hatte sie noch anwesende Spitzenpolitiker empfangen, darunter Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann. (APA, 28.7.2012)
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Eine Veranstaltung des Militärs und der Konzerne
auf Kosten der Steuerzahler :
http://alles-schallundrauch.blogspot.co.at/2012/07/p... zerne.html
weil ich so müde war, dass ich direkt nach dem Einmarschieren der Ungarn eingeschlafen bin... also habe die 2. Hälfte praktisch verpasst... aber ich finde es nirgendwo, weder auf youtube noch anderswo... schade, denn es war - für mich zumindest - der beste Eröffnungsfeier, den ich je gesehn habe. Respekt vor London!
Auf das Taxi verzichtete der chinesische Bauer Chen Guanming. Er reiste mit seiner Rikscha über 60.000 Kilometer und zwei Jahre lang, um bei den Olympischen Spielen vor Ort zu sein.
http://images.derstandard.at/2012/07/2... 914289.jpg
Ich schwank bei solchen Eröffnungsfeiern immer zwischen zwei Wahrnehmungsebenen, nämlich derartiges als monströs propagandistische, pathetische Selbstdarstellung zu sehen und Bewunderung für die Bemühungen in einem derartigen Format kreative Ansätze unter- und rüberzubringen. Die gestrige Show tendierte eindeutig zu letzerem, das machte sie sympathisch. Streckeweise gigantisch, kaum gigantomanisch. Wirklich bizarr war da nur die NHS-Geschichte. Das war irgendwie so, wie wenn die Beamtengewerkschaft in Ö die EM mit einem überdimensionalen Neugebauer eröffnet hätte ;)
Die imho beste Eröffnungszeremonie, die ich gesehen habe, war übrigens Albertville 1992.
der öst. kommentator war grauenhaft - hätte der nicht die gosche halten können? dann hätten wir nicht nur die engl. und franz. live-texte hören können und nicht irgendwelche ad-hoc-pseudo-übersetzungen, auch eine menge sexistischer bemerkungen wäre uns erspart geblieben. letztere werden sich, fürchte ich, in den nächsten 2 wochen noch häufen. standard-zitrone bei fuß!
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