Mineralwasser beliebter als Leitungswasser

  • 60 Prozent der Österreicher halten Mineralwasser für qualitativ hochwertiger als Leitungswasser.
    foto: pixelio.de/j. bredehorn

    60 Prozent der Österreicher halten Mineralwasser für qualitativ hochwertiger als Leitungswasser.

Mineralwasser ist zwar Durstlöscher Nummer eins, aber die Österreicher wissen nur sehr wenig über ihr Lieblingsgetränk

Im vergangenen Jahr betrug der heimische Pro-Kopf-Verbrauch an Mineralwasser 89,2 Liter, was einem Gesamtvolumen von rund 714 Millionen Litern per anno entspricht. Damit zählt das aus rund 30 heimischen Quellen sprudelnde Nass zum Durstlöscher Nummer eins. Eine aktuelle Karmasin-Umfrage hat sich nun diesem Thema gewidmet und 1.000 Österreicher über "ihr" Lieblingsgetränk befragt.

Gegen den Durst und für die Gesundheit

Mineralwasser wird zwar primär als Durstlöscher gesehen, der Gesundheitsaspekt steht aber bei 42 Prozent der Befragten im Vordergrund. Unterschiede zeigten sich allerdings bei der differenzierten Betrachtung nach dem Alter der Interviewten: während die Gruppe der 14- bis 30-Jährigen vordergründig auf den Geschmack Wert legt, achten die 31- bis 50-Jährigen eher auf wertvolle Mineralien und Spurenelemente im Getränk.

Besseres Image als Leitungswasser

60 Prozent der Befragten halten Mineralwasser für qualitativ hochwertiger als Leitungswasser, nur 36 Prozent sehen keinen Unterschied. Das hauptsächliche Unterscheidungsmerkmal zwischen Mineral- und Leitungswasser liegt für sie in der inhaltlichen Zusammensetzung und dem Kohlesäuregehalt. "Insgesamt gesehen ist Mineralwasser vergleichsweise positiv besetzter als Leitungswasser. Es wird als hygienischer, erfrischender, länger frisch und qualitativ hochwertiger bewertet", erläutert Studienleiterin Sophie Karmasin. 

Große Wissenslücken

Was das Wissen über Mineralwasser und seine genaue Zusammensetzung betrifft, besteht hierzulande noch starker Aufklärungsbedarf. So weiß mehr als die Hälfte der Österreicher (55 Prozent) nicht, wie die Mineralstoffe ins Wasser gelangen und nur ein Drittel (34 Prozent) fühlt sich zum Thema Inhaltsstoffe und Zusammensetzung gut informiert.

Wissenswertes:

Um natürliches Mineralwasser handelt es sich nur dann, wenn es aus einem unterirdischen, vor jeglicher Verunreinigung geschützten Wasservorkommen stammt, am Quellort abgefüllt und von natürlicher Reinheit ist. Weiters muss es den in der gesamten Europäischen Union (EU) geltenden mikrobiologischen, chemischen und chemisch-physikalischen Richtlinien entsprechen. Falls das Wasser unter 1000 mg gelöste feste Stoffe (Mineralien) und/oder weniger als 250 mg freie Kohlensäure enthält, muss ein ernährungsphysiologisches Gutachten, das die positive Wirkung des Wassers auf den menschlichen Organismus bestätigt, einem sogenannten "Anerkennungsantrag" beigelegt werden. Die Prüfung sowie Anerkennung erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit.

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für die tonne

keine anderen probleme ?

1 l Leitungswasser = 1 l Leitungswasser

1 l Mineralwasser = 1 l Mineralwasser + 3 l Wasser zur Herstellung der Kunststoffflasche

Das wäre traurig, wenn es nicht so lustig wäre: Zuerst verschwendet man Unmengen von Wasser, dann von Energie, dann muss es verteilt mit LKW usw. werden und dann schleppen die Leute das nach Hause und jammern übers Gewicht.

Leitungswasser kommt an mind. 2 Stellen in der Wohnung aus der Mauer, wer will, kann es sich sogar ins Schlafzimmer legen lassen. Es wird ununterbrochen nachgeliefert, meines Wissens nach hat das noch niemand ausgetrunken. Kostet fast nichts und ist der gesündeste Durstlöscher, weil 100%-ig in Ordnung.
Was man bei vielen Mineralwässern nicht sagen kann: Schwermetalle, Mineralkolloide so groß, das sie nicht aufgenommen werden können, ...

nicht mal 90l pro Jahr? Damit kommt man aber nicht auf die mindestens 2l pro Tag die man trinken sollte. Entweder ist der Mineralwasserkonsum also doch sehr gering oder die Leute trinken einfach viel viel zu wenig.

ein österreicher trinkt im schnitt 107l bier und der rest ist dann halt leitungswasser...

Eine Frage an das derstandard.at Team:

Warum ist Mineralwasser mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 89,2 Liter im Jahr der Durstlöscher Nr. 1?! Schließlich liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier meines Wissens nach bei 108 Litern im vergangenen Jahr. Bitte um Stellungnahme.

Redaktion derStandard.at
00
30.7.2012, 11:25
Durstlöscher Nummer eins

Der beliebteste alkoholfreie Durstlöscher ist Mineralwasser. Kaffee erreicht insgesamt den größten Pro-Kopf-Verbrauch, gilt aber nicht als Durstlöscher.

Vielen Dank für die Info.
Habe Bier halt auch zu den Durstlöschern gezählt. ;)

Die Österreicher sollten froh sein, dass man das Wasser aus der Leitung drinken kann! In etwa 98% der Länder der Welt kann man das nicht und die Trinkwasserqualität nimmt weiter ab.
Aber so ist das in einem übersättigtem Land - man weiß oft gar nicht zu schätzen, was man hat.

Meine Stimme geht ans Leitungswasser

gut und kostengünstig

erstens das und 2tens, soll Mineralwasser ja auch den Körper übersäuern. Also Prost :)

Mineralwasser ja auch den Körper übersäuern

Stimmt nicht, Sie koennen Ihren Koerper gar nicht uebersaeurern, auch nicht wenn Sie viel Mineralwasser trinken.

..but it got electrolytes...

Ich weiss, dass es nur Einbildung ist - aber offensichtlich bin ich schon so in die Matrix integriert, dass ich auf bestimmte Mineralwaesser konditioniert bin und diese immer trinke (etwa in den US Poland Springs (von Nestle, wobei eine taeuschend aehnliche Marke auch in billigeren Supermaerkten angeboren wird) oder in A Gasteiner oder Voeslauer.
Natuerlich nehme ich im Zweifelsfall PET-Flaschen, um Umweltschuetzer zu aergern (und auhc weil sie bequemer zum tragen sind...).
Es mag einzelne Spezialwaesser mit besonderen Inhalten geben, aber wer sich sonst Illusionen macht: - etwa dass sie Elektrolyte enthalten: Willkommen zu Idiocracy: http://www.youtube.com/watch?v=e1fKzw05Q5A

geben Sie salz und Zucker ins Wasser....

Isotonische Sportlimonaden...

... haben nur mit natürlich mineralisiertem Wasser gar nichts zu tun...

(hinterläßt der Prozeß der schleichenden Massenverblödung etwa seine ersten Spuren auch hier im Forum?)

Dr. Heinz Anderle, im Rückzugsgefecht der Intelligenz zäh seine Stellung verteigender Freigeist

Leitungswasser hat halt kein Marketing

Bevor ich mir Mineralwasser in PLASTIKflaschen nach Hause schleppe, trinke ich lieber Leitungswasser. Bin davon überzeugt, dass es gesünder ist, als die Weichmacher von den Plastikflaschen!

Welche Weichmacher finden Sie denn in PET-Flaschen? Klären Sie uns auf!

Einfach weniger Schwachsinn behaupten...

keine Ahnung ob es Weichmacher sind, aber stellen sie mal eine PET-Mineralflasche für ein paar Tage ans Fenster (wo die Sonne scheint). Danach schmeckt das Wasser schon sehr nach Kunststoff.

Tja, aber ich weiß, dass es keine Weichmacher sind.

der coolste marketinggag ever

stilles mineralwasser

Die Aufregung war groß, als in Wien kürzlich der Wasserpreis angehoben wurde. 0,0017 Euro kostet der Liter aktuell. Die gleichen Leute die sich über diese "unverschämte" Preiserhöhung aufregen, tragen das Mineralwasser um den 500 fachen Preis nach Hause und finden das ganz normal.

Leitungswasser sprudelt halt nicht!

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