Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Ende Juli ist es, hoch an der Zeit also, über die Berge zu schreiben. Der Sommer ist Bergsaison. Im Sommer stößt man in den Bergen nicht nur auf das übliche Alpinpersonal (Forcher-Sepp, Hinterseer-Hansi, Heidi, Helmi, Hirni, Öhi, Ötzi und Yeti), sondern auf Ossis und Niederländer, denen es gefällt, wenn sie einmal nicht auf ihre grauen Grachten gaffen müssen, sondern zur Abwechslung in unsere schönen Schluchten schauen können.
Höchster "Berg" der Niederlande (mit Ausnahme des Mount Scenery in den Antillen, aber der gilt nicht wirklich)? Der Vaalser Berg mit heißen 322 Metern! Tut leid, aber zu so etwas sagen wir nicht einmal Hügel, liebe Freunde aus Amster- und Rotterdam!
Der Franzose Flaubert hat sich einst in einem Brief an den Russen Turgenjew despektierlich über die Alpen geäußert: "Die Alpen stehen in einem Missverhältnis zu unserem Individuum. Zu groß, um uns nützlich zu sein. Nun haben sie zum dritten Mal eine unangenehme Wirkung auf mich. Ich hoffe, es ist das letzte Mal." Hier irrt Flaubert fatal. Denn natürlich sind uns die Berge nützlich.
Man kann sie besteigen, Tunnels durch sie bohren, ihnen seltsame Namen geben (Großer Geiger, Schwarzes Hörndl, Böses Weibl usf.), man kann (Ulrichsberg) Nazitreffen auf ihnen zelebrieren oder Hütten auf ihnen bauen und sich dann in den Hütten eine derartige Schnapsrakete andüdeln, dass man bei der Talfahrt mit dem Mountainbike locker vier bis sechs Murmeltiere über den Haufen brettert.
Ja, man kann Berge sogar mit Figuren verzieren wie die Amis, die kurzerhand ihre liebsten Staatsmänner in den Mount Rushmore gemeißelt haben! Das war nicht nur eine starke politische Ansage, sondern auch ein Coup im Dienste des lokalen Tourismus, den wir ihnen nachmachen sollten. Statt Washington, Jefferson, Lincoln und Teddy Roosevelt nehmen wir einfach unsre Besten.
Ist nur die Frage, wen. Es soll sich keiner zurückgesetzt fühlen. Elegant wäre das Kärntner Quartett Dobernig, Dörfler, Martinz und Scheuch, pittoresk von Studenten der Montan-Uni Leoben in den Großvenediger gestanzt. Auch die Schwarz-Blau-Gedächtnisvariante mit den in den Kahlenberg gesprengten Konterfeis von Haider, Schüssel, Strasser und Grasser hätte Charme. Eine große Epoche österreichischer Politik, in Stein verewigt. Und fast zu schön, um wahr zu sein. (Christoph Winder, Album, DER STANDARD, 28./29.7.2012)
Die männliche Unterhaltungskultur
Wider das Gröscherlwerk in der EU
Was wir über Narzissten wissen
Wie das ALBUM einen Habsburg adelte
Der Sexus meldet sich zurück
Zusteller an der Spitze
Gute Zeiten für Promi-Spechtler
Milliarden im Vergleich
Warum muss ich beim lesen des letzten Absatzes an das denken?
http://www.steinwelt.de/Versteine... _1442.html
Mir ist es ein Rätsel.
Ich muß Ihnen widersprechen, Herr Winders: Der BisamBERG in Wien ist 361m hoch. Da die Donau - als tiefster Punkt von Wien (dass die U-Bahn und das geistige Niveau mancher Wiener noch tiefer ist, lasse ich mal unberücksichtigt *lol*) - hier 161m über dem Meeresspiegel liegt, ist dieser "Berg" nur 200m hoch - und ist trotzdem ein Berg (die höchste Erhebung in Wien heißt nicht Berg, sonder Kogel (mit "Vornamen" Hermanns)
Mir würde schon eine 40 m hohe Grasser-Statue aus Swarovski-Steinen am Kitzbüheler Horn genügen,
eventuell zwei kleinere von Hochegger und Meischi (Papiermaché aus eingezogenen 500-EUR-Scheinen) links und rechts davon!
Alles ist jetzt möglich in Kärnten. Dort kann ich mir die Ehrung von Oberkorruptionisten vorstellen. Selbst den Haider hatten sie vergöttert. Passende Antwort wäre der Rauswurf aus der Republik und die Rückkehr zur Währungsform der Kaurimuschel.9
Hat man auch in Italien gemacht. Um Mussolini zu schmeicheln, wurde von der Forstwache direkt über der Gola del Furlo das Profil des "Duce" in den Berg Pietralata gesprengt.
1944 haben die Partisanen dem unförmigen Ding mit Kanonen die Nase runter geballert.
Addio megalomania!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.