AMS-Probleme treffen auch Jobsuchende

27. Juli 2012, 14:09
  • Die leidige IT-Umstellung sorgt wohl für zahlreiche Sorgenfalten.
    foto: apa/pessenhofer

    Die leidige IT-Umstellung sorgt wohl für zahlreiche Sorgenfalten.

Offiziell wird ein Daten­verlust bei der problembehafteten Computerumstellung bestritten, Betroffene berichten Gegenteiliges

Wien - Die problembehaftete IT-Umstellung beim Arbeitsmarktservice regt nicht nur das AMS zu Reaktionen an. Während AMS-Vorstand Herbert Buchinger einen entsprechenden STANDARD-Bericht (siehe auch: IT-Probleme "keine Gefahr für Arbeitslose") mit den Worten "Es sind keine Daten verlorengegangen, im Wesentlichen auch keine E-Mails" quittiert und eine Sprecherin des Sozialministeriums zu Protokoll gab, dass "zu keinem Zeitpunkt die Auszahlung der Arbeitslosenunterstützung gefährdet" war, sieht das ein Leser (Name der Redaktion bekannt) anders.

"Das entspricht nicht den Tatsachen", so seine Reaktion auf den jüngsten Bericht. Laut seinen Schilderungen sind die Auswirkungen zuweilen sogar recht unangenehm. Zwischen 7. und 10. Juli sei ihm der Login auf der Seite des AMS aufgrund der Umstellung nicht möglich gewesen. Noch unerfreulicher war laut seinen Aussagen das folgende Kapitel: "Ich habe am 11. Juli eine E-Mail auf einen Vermittlungsvorschlag geschrieben und am 16. Juli wurde mir die Unterstützung gestrichen, weil ich angeblich nicht reagiert habe." Die elektronische Nachricht war und ist verschwunden. Ob ihm ein finanzieller Schaden entstanden sei, wisse er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.

Überrascht sei man beim AMS nach seinem Telefonanruf nicht gewesen. Seit Mittwochabend funktioniere nun der Login für Arbeitssuchende ohne Einschränkungen wieder. Die Zuversicht des Lesers hinsichtlich der dauerhaften Problembeseitigung scheint allerdings begrenzt: "Die Frage ist, wie lange dies anhält, da schon zuvor der Login zeitweise funktionierte und dann wieder nicht." (rb, derStandard.at, 27.7.2012)

Kommentar posten
15 Postings
Typischer DAU (dümmster anzunehmender User)

Noch nie etwas von Lastenheften, Stufenplänen, Abnahmen, Leistungsvorgaben, Benchmarks und so weiter gehört ?

Wenn Daten verschwinden, diqualifiziert das den Dienstleister. Punkt.

Aber es ist wie immer, wenn beamtete "Verantwortungsträger" von Themen faseln, von denen sie ungefähr soviel verstehen, wie eine Kuh vom Klavierspielen.
In Bezug EDV in Österreich fatalerweise die Regel.

mit interesse lese ich

das ams hat 4500 mitarbeiter. da gehen schon einmal 200 mill. euro pro jahr minimum für gehälter drauf. das sind pro arbeitslosen 700 euro im schnitt.
für die auszahlung braucht es vielleicht 1000 mitarbeiter. könnte jeder arbeitslose im monat locker 100 euro mehr bekommen (arbeitsplatzkosten mit eingerechnet.)
ein moloch!
das geld, das wir in die arbeitslosenversicherung einzahlen wird mit vollen händen rausgeschmissen. da bleibt für die arbeitslosen halt sehr wenig über.

Schon seltsam, der Chef berichtet - nein, für die Arbeitsuchenden gibt es keine Probleme, das Problem würde nur in der Presse hochgespielt, und die Betroffenen berichten gegenteiliges. Typisch? Typisch!

Also dass das AMS nicht glaubt, dass Arbeitssuchende Probleme haben, ist so neu auch wieder nicht.

Selbst wenn die drohen, sich anzuzünden, und das dann auch vor der Filiale in die Realität umsetzen, wollen sie von Problemen des armen Verzweifelten ja nichts gewusst haben.

Zumindest kann eine mehrmalige Sperrung wegen Schikane jeweils über mehrere Wochen SICHER NICHT einem Familienvater das Genick brechen. Wir wissen ja, dass niemand Miete oder Heizung zahlen muss.

Und Hundsi hat doch selber gesagt, das sind Schmarotzer. In ihrer sozialen Hängematte haben die sicher nichts gemerkt von den Computerproblemen. Kein Wunder also, dass man dafür "keine Wahrnehmung" hat.

das ams braucht keine arbeitslosen

die stören nur den moloch bei seiner nabelschau.

dass die arbeitslosengelder einen tag spaeter als ueblich ausbezahlt werden sollen-hat das auch mit der ibm zu tun?

" Die elektronische Nachricht war und ist verschwunden."

Wie jetzt? Hat der Leser, dessen Name der Redaktion bekannt ist, die Mail gar nicht gespeichert als Beweis?
Scheen bled.

Das geht bei jedem Gratisanbieter...

den Artikel nicht gelesen? "die elektronische Nachricht" wird über das AMS System "abgeschickt" und ist keine Email

und Screenshots sind leicht manipulierbar ;) das lässt dir keiner gelten und ein PDF ist auch kein Beweis da ich den Inhalt der Webseite für dem "drucken" als PDF manipulieren kann

Den Artikel nicht gelesen?

Ich bin so frei, hier:

"Ich habe am 11. Juli eine E-Mail auf einen Vermittlungsvorschlag geschrieben und am 16. Juli wurde mir die Unterstützung gestrichen, weil ich angeblich nicht reagiert habe."

So viel zum Thema dass das keine Mail war...

fuer ALLE, die es vielleicht trifft:

Falls AL-Geld oder NH nicht bis spaetestens 9.8. auf dem Konto eingetroffen sein, sofort eine Bescheidausfertigung verlangen, dieses Begehren eingeschrieben an das zustaendige LAA schicken und darin ausdruecklich auf einer Begruendung beharren, warum nicht ausgezahlt wurde.
Sollten inzwischen Kosten (etwa durch Kontoueberziehung, zusaetzliche Spesen etc) entstehen, die Belege sammeln, das AMS hat die extra Spesen rueckzuvergueten, allenfalls kann man sich auf das Amtshaftungsgesetz berufen.

Solange wir alles ,..

in diesen Land den Günstlingen überlassen - die sich in allen Bereichen niedergelassen haben, haben wir nichts anderes zu erwarten - als wir gerade erleben -Ausser das es noch schlimmer kommt.

man sollte die vielen

Sinnlos-Wie-bewerbe-ich-mich-richtig-Schulungen ersatzlos streichen und durch eine Schulung ersetzen:

Wie wehre ich mich juridisch erfolgreich gegen AMS Repressalien ?

Inhalt: Basis-Rechtswissen
Verwaltungsrecht

ist gar nicht so schwer - und bringt einiges mehr.

wie bewerbe ich mich richtig?

anrufen - fragen ob der job wirklich zu haben ist - mit jemand kompetenten verbinden lassen - angebot prüfen und gehaltswunsch nennen - weißen ams-anfordersschrieb mailen und bestätigen lassen, dass man sich beworben hat - firma in liste eintragen.

Sind ja nur Sozialschmarotzer

Wichtig ist, dass das Gehalt des Hn. Buchinger ausbezahlt werden kann.
"Im wesentlichen auch keine E-Mails" - alleine diese Aussage zeigt seine Ignoranz und Arroganz.

Allerdings, und als sysadmin stellen sich mir ob so einer Aussage die Haare auf ...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.