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Die Aktie fällt und fällt. Schlechte Nachrichten für Facebook. Der Millionenverlust, den die Kalifornier am Donnerstag vermeldeten, beunruhigt die Anleger dabei weniger als die Frage, wie Facebook überhaupt Geld verdienen wird. Nicht, dass man bis dato keine Umsätze generiert hätte. Man hat es nur noch nicht mit den für Facebook wichtigsten Nutzern getan: Den Smartphone-Usern. Obwohl jeder zweite der einen Milliarde aktiven Nutzer über iPhone und Co. auf Facebook zugreift, schaltet das Unternehmen erst seit Juni Werbung über die kleinen Alleskönner.
Facebook tut sich schwer damit, Werbung auf das Smartphone zu bringen. Denn im kompakten Display fällt die Werbung viel mehr auf. Und genau das darf nicht passieren. Auf Facebook will man unter sich sein, die Fotos der letzten Party sehen oder skurrile Musikvideos teilen. Den User da mit Namen und Profilfoto als Werbeträger zu verwenden, wie in der PC-Version üblich, wird noch weniger gut ankommen. Wir kennen das, in den letzten Wochen beglücken uns "Gefällt-mir"-Bekundungen unserer Freunde, die mit ihrem Konterfei irgendeine Automarke oder eine Drogeriekette gut finden. Facebook droht sich hier einen Bock zu schießen. Denn am Desktop goutiert man die Werbung vielleicht noch, am Smartphone verdreht man die Augen. Nur fünf Prozent der User finden personalisierte Werbung gut.
Daten sind das neue Öl
Irgendwie muss aber Geld verdient werden. Die 4.000 Facebook-Mitarbeiter arbeiten nicht gratis. Und dass die Investoren Geld sehen wollen, darf ihnen auch nicht übel genommen werden. Schließlich haben sie am 18. Mai, dem Tag, an dem das Unternehmen an die Börse ging, Milliarden investiert. Für einige wenige dürfte es ein Fanartikel im Portfolio gewesen sein, die meisten sind aber einem anderen Credo gefolgt: Daten sind das neue Öl. (Max Schrems ©) Und Facebook hat die größten Reserven. Solange sie aber kein Werbeschmiermittel sind, wird auch der Preis - in ihrem Fall der Aktienkurs - weiter sinken.
Facebook wird also versteckte Wege gehen müssen. Am besten getarnt ist man in den Handys selbst. "So tief wie möglich integriert" will Facebook-Chef Mark Zuckerberg in Googles Android und Apples iOS sein. Auf diesen Betriebssystemen laufen 90 Prozent aller Smartphones. Um dem Vorschub zu leisten, müssten die Kalifornier aber auch ein eigenes Smartphone kreieren. Es geht auch weniger darum, ein Facebook-Handy zu verkaufen. Es geht darum, die Software der Zukunft mitzugestalten. Vom Google-Handy redet heute auch keiner mehr. Android ist aber Marktführer. (Hermann Sussitz, derStandard.at, 27.7.2012)
derStandard.at/SMS: Nachrichten in Echtzeit auf Ihr Handy! Der Aufschrei des Kanzlers soll kaschieren, dass er selbst keine Lösungen hat
Es mag schön sein, wenn es Facebook gibt, für die wirklichen Freunde, aber wer braucht denn anderen Mist. Wie viele Leute befreunden sich da, die sich eh nicht wirklich kennen, oder um denn anderen dann eh nur wenig kümmern?? Facebook ist zu 3/4 eine virtuelle Welt. Gute Bekannte können ja nicht mal einem eine Freundschaftsanfrage schicken. Man muß meistens nur immer selber. Das ist die wirkliche Wahrheit/Realität.
Ich werde das nie verstehen, das man Werbung gut findet.
Habe gestern dummer weise das erste Mal seit Jahren eine Fernsehserie auf RTL (oder wars SAT1, egal - eh alles das gleiche) geschaut. Da weiß man ja gar nicht mehr was es spielt. Die Werbung dauert länger als die Filmunterbrechungen.
Es war wirklich spannend, aber nach 30 Minuten (davon gefühlte 20 Minuten Werbung) hab ich genervt aufgegeben.
Hab die Folge dann im Netz fertig geschaut und hab dann verglichen.
Netto Spielzeit 40 Minuten, und dafür 20 Minuten Werbung! Das ist ja krank. 1/3 meiner wertvollen Lebenszeit einfach vergeudet für NICHTS!
Wer bitte tut sich sowas freiwillig an? Ich verstehs echt nicht.
Ich kannte das ja als Österreicher nicht. Aber mitten im Spielfilm kam die Unterbrechung, alle sprangen auf, gingen aufs Klo, holten sich was zum Essen, die Landlady machte frischen Tee und pünktlich nach der Werbung sassen alle wieder frisch da.
Das war in Ordnung.
Heute kann man nicht einmal mehr richtig durch die Programme zappen weil man von Werbung zu Werbung hüpft.
...denn die Werbungen werden immer penetranter und ich hab das Problem für mich schon lange über einen digitalen Videorecorder gelöst. Ab und an bin ich mal wo in einem Hotel wo sowas nicht üblich ist, wenn ich dann den Fehler mach und dort die Kiste aufdreh bekomm ich regelmäßig einen schweren Schock... Also wie das andere aushalten check ich überhaupt nicht...
wie wäre es mit einem modell, bei dem die user selbst bestimmen ob und welche art von werbung sie auf ihrer pinnwand akzeptieren und dafür einen share der einnahmen erhalten. somit zeigen sie ihren freunden welche marken sie supporten und verdienen auch noch damit.
Das Zitat ist mehr als zehn Jahre alt, oft gebraucht und lautet vollständig:
"Intellectual property is the oil of the 21st century. Look at the richest men a hundred years ago; they all made their money extracting natural resources or moving them around. All today's richest men have made their money out of intellectual property." —Mark Getty
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