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Ein offenbar recht gängiger Prozess im Kosmos: Ein Vampirstern zehrt an seinem viel größeren Partner.
Bonn - Für Sterne, die von einem nahe stehenden Partner Materie abziehen, hat sich der Begriff "Vampirsterne" eingebürgert. Dabei ist stets der masseärmere Partner der Nutznießer: Durch den Wasserstofftransfer erfährt er eine Art Verjüngungskur, die ihm ein viel längeres Leben beschert, als es ein Einzelstern gleicher Masse hätte - und es ist in der Regel auch länger als das seines "Opfers".
Eine neue Studie mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO hat gezeigt, dass die meisten besonders hellen und massereichen Sterne - nach ihrer Spektralklasse als O-Sterne bezeichnet - keine Einzelgänger sind. Das Untersuchungssample umfasste 71 einzelne O-Sterne und Sternpaare in sechs nahegelegenen und jungen galaktischen Sternhaufen. Drei Viertel davon, weit mehr als bisher angenommen, haben einen nahen Begleitstern, mit dem es zu teilweise dramatischen Wechselwirkungen kommt. In 40 bis 50 Prozent der Fälle zehrt laut ESO der Partner am Riesen. Und es bleibt nicht allein beim Vampirismus: In 20 bis 30 Prozent der untersuchten Fälle ist sogar zu erwarten, dass die Paare eines Tages zu einem einzigen Stern verschmelzen.
Kleine Minderheit mit großer Rolle
"Diese Sterne sind absolute Monster", sagt Hugues Sana von der Universität Amsterdam, Erstautor der in "Science" veröffentlichten Studie, über O-Sterne. "Sie haben mindestens die fünfzehnfache Masse der Sonne und bis zu einer Million Mal ihre Leuchtkraft. Sie sind so heiß, dass sie in strahlend blau-weißem Licht scheinen. Ihre Oberflächentemperatur liegt bei über 30.000 Grad Celsius."
O-Sterne wie der ca. 1.100 Lichtjahre entfernte blaue Überriese Naos (aufgrund der Distanz relativ weit hinten auf der Liste der von der Erde aus gesehen hellsten Sterne) sind eine kleine Minderheit im Kosmos, sie machen laut ESO nur ein Bruchteil eines Prozents aller Sterne aus. Dafür spielen sie aber eine überproportional große Rolle bei der Entwicklung von Galaxien: Die Sternwinde der O-Sterne und die Schockwellen, die sie aussenden, können die Entstehung neuer Sterne sowohl anregen als auch verhindern. Ihre intensive Strahlung bringt Gasnebel zum Leuchten, Supernova-Explosionen am Ende ihres Lebens reichern die kosmische Umgebung mit denjenigen schweren chemischen Elementen an, die für die Entstehung von Leben unverzichtbar sind. Auch mit den energiereichsten Vorgängen im Universum überhaupt - den Gamma Ray Bursts - stehen die O-Sterne wahrscheinlich in Verbindung.
Verzerrte Wahrnehmung
Die Häufigkeit von Doppelsternsystemen hat auch Auswirkung auf unser Bild von fernen Galaxien: Deren Sternpopulationen wurden bislang vielleicht viel zu jung eingeschätzt. Denn sowohl die verjüngten Vampirsterne als auch ihre ausgezehrten Opfer werden heißer und blauer und ähneln so dem Erscheinungsbild viel jüngerer Sterne. Wer ferne Galaxien verstehen will, muss daher die tatsächliche Häufigkeit von wechselwirkenden massereichen Doppelsternen kennen.
"Die einzige Information, die wir Astronomen von weit entfernten Galaxien erhalten, ist das Licht, das unsere Teleskope erreicht. Ohne bestimmte Annahmen über die Quellen dieses Lichts können wir keine Rückschlüsse auf die Galaxien ziehen, also zum Beispiel auf ihre Masse oder ihr Alter. Unsere Studie zeigt, dass die häufig gemachte Annahme, die meisten Sterne seien Einzelsterne, zu falschen Schlussfolgerungen führen kann", sagt Sana. (red, derStandard.at, 28. 7. 2012)
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Wenn ich mich recht entsinne, ist die Anziehungskraft eines Objekts von seiner Masse abhängig - je mehr Masse, desto größer ist diese. Wie kann nun ein kleinerer und masseärmerer Partner dem große Masse abzwacken? Hat das etwas mit der Rotation zu tun? O.o
Der massereichere Partner im Doppelsternsystem wird sich im Laufe seiner Entwicklung sozusagen "aufblähen". Erreicht sein Radius die Roche-Grenze wird über den Lagrange-Punkt L1 Materie zum kleineren Stern abgezogen.
http://en.wikipedia.org/wiki/Roch... s_transfer
ich hab heute irgendwo die Aussagen eines Esoterikers gelesen, der meint, das Bild wäre der Beweis, dass ein reisiges (so groß wie Jupiter) UFO um die Sonne kreist, dass die wahrhaft gläubigen Christen abholt. Bevor die Welt untergeht (Rapture) und das gerade Energie von der Sonne "tankt".
all die "superspannenden" titel wie schwarzes loch, gottesteilchen und eben vampirstern wurden von journalisten vergeben. physiker sehen keine notwendigkeit in solchen sinnlosen bezeichnungen, da sie ihr fach eben sehr wohl als überaus spannend ansehen.
sehr interessant.
habe gerade heute den artikel unten gelesen (wer kommt auf die idee weiß auf schwarz zu posten?)
na ja, was mich überrascht hat ist das El. Univ. diese binäre zwillinge postuliert - siehe unten unter "fissioning"
http://electric-cosmos.org/hrdiagr.htm
uh, werde ich jetzt zum FS3 leser mutieren?
…anzeigt,können sie -falls die Stromdichte im umgebenden Plasma noch weiter steigen sollte- nur mehr damit ein quasistabiles System aufrechterhalten,wenn sie sich TEILEN-d.h. sie vergrößern die GESAMTOBERFLÄCHE jenes Systems, das als Anode wirkt,wodurch sie den zusätzl.Elektronenzustrom ausgleichen. Siehe auch:
http://derstandard.at/plink/122... 4/10626590
Das Hertzsprung-Russeldiagramm wird auf einmal physikalisch verständlich (man muß es bloß umdrehen) un.zeigt die Genialität dieses Modells auf-da es überdies dann wunderschön die Entladungskurve in Gasen widerspiegelt.
http://derstandard.at/plink/122... 4/10626299
Helligkeit sagt nichts über das Alter eines Sterns aus,sondern weist nur auf die umgebende Stromdichte hin.
eigentlich kann ich mir schwer vorstellen wie ein kleines stern masse aus dem grösseren abziehen würde (vampirismus).
wäre eigentlich in so etwas wie der mond atmosphäre von der erde abziehen würde oder Io vom Jupiter.
die prozesse im größeren stern könnten die materie ein bischen mehr aufwirbeln, aber im grunde genommen sollte die gravitation nicht dafür sorgen das der größeren den kleineren frisst? "vampirismus" als solcheswird nicht erklärt :(.
elektrisch könnte man den rauswurf der materie erklären, da die coulomb kräfte viel stärker sind, und das sollte dann auch starke magnetische felder verursachen.
in manche sachen gebe ich den El Univ anhänger recht:
es geht nicht um "ionisierter gas", sondern um plasma. und das erklärt einiges
Wäre mal nett, einige Ihrer wissenschaftlichen Arbeiten lesen zu können oder gibts keine?
Wenn ich immer auf meine eigenen Postings verweise, habe ich natürlich auch immer Recht und alles sieht rund aus.
Das elektrische Model erklären auch warum man so viele große Gasplaneten in der nähe von Sternen sieht. Die Stromdichte nahm ab und reichte nicht mehr aus um den Beilegter nach der Teilung zum Leuchten zu bringen. Im gesamten ist es ein sehr einläutendes Model und wird sich irgendwann sowieso durchsetzten.
Ich habe letzten auch versucht einen Sachverhalt darzulegen und erntete nur spott. Niemand konnte mir auf meine Frage eine Antwort geben und man versuchte nur meine Quellen und mich zu deformieren obwohl ich schrieb das ich meine Meinung zu ändern bereit währe wenn es eine bessere Erklärung gäbe. Viele scheinen einfach nur emotional zu argumentieren statt logisch und das macht die Wahrheitsfindung zu einen Kampf gegen Windmühlen.
meimuna, ich würde sagen das problem liegt daran zu verstehen wie ein galaktisches strom enstehen könnte.
um sterne als anode zu definieren müssten diese irgendwo einen (+) anschluss haben oder einen prozess der elektronen fressen würde - und diese müssen anderswo generiert werden.
die frage is wie?
vielleich wenn man fusion als stromfressendes phänomen darstellen würde und das void als elektronen quelle haben wir ein ZPM modul erfunden und "unendliche energie" zur verfügung aber bis dahin hinkt die theorie noch (ach ich fürchte ich habe zuviel SF gesehen, muss mir ein romantisches film anschauen)
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