Südkoreaner soll in chinesischer Haft gefoltert worden sein

Medien berichteten über Elektroschocks

Seoul - Südkorea verlangt von der Regierung in Peking Aufklärung darüber, ob ein südkoreanischer Menschenrechtsaktivist in einem chinesischen Gefängnis gefoltert wurde. Der Mann hatte nach seiner Freilassung die chinesische Polizei bei einer Pressekonferenz in Seoul beschuldigt, ihn in der Haft misshandelt zu haben. Medien berichteten über angebliche Elektroschocks. "Wir wollen eine gründliche Neu-Untersuchung erreichen, weil für uns der Schutz unserer Bürger oberste Priorität hat", sagte Südkoreas Außenminister Kim Sung Hwan am Freitag vor einem Parlamentsausschuss in Seoul.

Kim Young-hwan war Ende März bei einem Aufenthalt im Nordosten Chinas mit drei weiteren Südkoreanern festgenommen worden. Die vier hatten sich dort für nordkoreanische Flüchtlinge einsetzen wollen. China warf den Menschenrechtsaktivisten vor, die nationale Sicherheit zu gefährden. In China leben Zehntausende nordkoreanische Flüchtlinge im Untergrund. Die vier Südkoreaner waren erst in der vergangenen Woche in ihre Heimat zurückgekehrt. (APA, 27.7.2012)

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